Robby Prümm lebt für den Kampfsport Ju-Jutsu

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Auf die Matte geschickt: Diese Dame bekommt gerade demonstriert, was 50 Jahre Kampfsporterfahrung bedeuten. Seine Passion wurde Robby Prümm praktisch in die Wiege gelegt.

Nordeifel. Der Vater war einer der ersten lizenzierten Judo-Lehrer in Deutschland. Somit wuchs Robert Prümm, genannt Robby, in Aachen auf der Kampfsportmatte auf. Im Jahr 1958 erfolgte die erste Gürtelprüfung zum 6. Kyu-Gelbgurt Judo. Kyu bedeutet im Judo-Jargon Schüler. Während der Polizeiausbildung 1966 lernte Robby Prümm das Kampfsportsystem Ju-Jutsu kennen.

Als lernwilliger Schüler in Deutschland unterwegs, erweiterte er ständig bei guten Ju-Jutsu-Lehrern sein Wissen und trainierte auch andere Kampfsportarten.

Es folgten Kyu- und Dan-Prüfungen – Dan bedeutet Meister. Als Fachausbilder bei der Polizei-Aachen und als Trainer in vielen Vereinen war Robby Prümm für den guten technischen Stand in Sachen Selbstverteidigung verantwortlich. Im Rahmen eines Traditionslehrgangs in Aachen wurde Robby Prümm nun für seine besonderen Verdienste vom Deutschen Ju-Jutsu-Verband der achte Dan für sein bisheriges Lebenswerk verliehen. Nach der Ehrung bedankte sich Robby Prümm besonders bei den Sportlern aus der Eifel, die zahlreich an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Im Bundesverband (DJJV) und im Landesverband (NWJJV) war er viele Jahre Vorstandsmitglied in unterschiedlichen Funktionen. Zurzeit ist Robby Prümm im NWJJV als Referent-Senioren tätig und für die Integration von älteren Menschen zuständig. Schwerpunkte sind Gewaltprävention, Gesundheitsprävention, Sturzprofilaxe und altersgerechte Verteidigungstechniken.

1985 wurde Robert Prümm von Aachen zur Polizeidienststelle–Rurberg versetzt. Nach einem Ju-Jutsu-Lehrgang in der alten Schule in Rurberg gründeten etwa 30 Sportler die Ju-Jutsu-Abteilung im Rurberger Sportverein. Im letzten Jahr wurde das 25-jährige Bestehen gefeiert.

Seit dem Gründungsjahr ist Robert Prümm Abteilungsleiter und verantwortlicher Trainer. Im Verein trainieren Kinder ab sechs Jahre, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Männliche und weibliche Ju-Jutsu-Sportler nehmen gemeinsam an den Trainingseinheiten teil. Im Bereich der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau befinden sich im Radius von zehn Kilometer drei Ju-Jutsu-Vereine (TV-Konzen, JJJC-Lammerdorf und Rurberger Sportverein). Dank der weitsichtigen und sportlichen Einstellung der zuständigen Funktionsträger wird Wert auf ein gutes Miteinander statt auf Konkurrenzdenken gelegt.

Somit können alle Ju-Jutsu-Sportler an den Trainingseinheiten der jeweiligen Vereine teilnehmen. Einige von ihnen sind sogar Mitglied in allen drei Vereinen. Robert Prümm ist oft Gasttrainer in den angrenzenden Vereinen und gibt dort seine Kenntnisse und Erfahrungen weiter.

Dadurch entstand auch im technischen Bereich eine stabile Verzahnung der Eifel-Vereine. 2008 konnte Robert Prümm auf 50 Jahre Kampfsport zurückblicken. In all den Jahren setzte er sich auf allen Ebenen mit ganzer Kraft für die Weiterentwicklung des Ju-Jutsu ein. Es ist es ihm gelungen, seine Begeisterung für den Kampfsport auf andere Sportler zu übertragen und dadurch immer mehr Sportler für das Ju-Jutsu zu gewinnen. Bis zum heutigen Tag leitet der in Simmerath-Huppenbroich wohnhafte 65-jährige Polizeihauptkommissar a.D. mehrmals in der Woche Trainingseinheiten und führt Lehrgänge auf Bundes- und Landesebene durch.

Im Verein wird er von geeigneten lizenzierten Trainern und Trainerinnen stark unterstützt, die von ihm im Verein bis zum Dan-Träger ausgebildet wurden.

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