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Risse in der Stuckdecke: Evangelische Kirche geschlossen

Von: P. St.
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Vorübergehend geschlosen: Eine umfangreiche Sanierung der evangelischen Kirche Monschau ist das Gebot der Stunde. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Wegen nicht auszuschließender Gefährdung für Mitglieder der Gemeinde und Besucher schließt die Kirchengemeinde die evangelische Kirche in Monschau. „Die Verantwortlichen im Presbyterium der Kirchengemeinde haben im Anschluss an eine Baubegehung beschlossen, dass die Kirche ab sofort bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen bleibt,” erläutert Gemeindepfarrer Jens-Peter Bentzin.

Am 23. Februar hatte unter Beteiligung der Bau- und Liegenschaftsabteilung des Landeskirchenamtes der rheinischen Landeskirche, des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, eines Sachverständigen für Statik und Vertretern des Presbyteriums eine außerordentliche Baubegehung des Kirchengebäudes stattgefunden.

Anlass der Begehung war die in den vergangenen Wochen beobachtete deutliche Zunahme der Rissbildung in der Stuckdecke.

Die Baubegehung ergab, „dass eine Gefährdung durch möglicherweise herabfallende Teile der Stuckdecke aufgrund der nicht ausreichend gegebenen Tragfähigkeit der historischen Hängewerkkonstruktion des Daches nicht mehr ausgeschlossen werden kann”, so Bentzin. Dieser Fall könne z.B. durch erneute starke Schneefälle eintreten.

Bleiben die Schneemassen auf dem Satteldach liegen und es kommt zu Tauwetter mit Sonneneinstrahlung, dann schmilzt der Schnee auf der südlichen Dachfläche kurzfristig ab, während er auf der Nordfläche noch tagelang liegenbleibt. Dies führt zu einer ungleichen Belastung der Dachflächen. Die dadurch verursachte Bewegung in der Tragwerkkonstruktion des Daches überträgt sich dann auf die steife Konstruktion der Stuckdecke. Sie reißt und droht herunterzufallen. Auch ein starker Sturm könnte diese Bewegungen auslösen.

Am Sonntag, 28. Februar, wird deshalb der Gottesdienst zur gewohnten Zeit um 11.15 Uhr behelfsmäßig im evangelischen Gemeindehaus neben der Kirche gefeiert.

Ob eine Teilnutzung in den nicht unmittelbar gefährdeten Bereichen der Kirche unterhalb der ersten Empore möglich ist oder für längere Zeit auf andere Räumlichkeiten ausgewichen werden muss, soll zeitnah überprüft werden.

Die massiven Schäden in der Dachkonstruktion sind schon seit fünf Jahren bekannt und detailliert dokumentiert. Die Schließung der Kirche wird voraussichtlich bis zum Abschluss der notwendigen umfangreichen Sanierungsmaßnahmen andauern.
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