Richtfest in Roetgen: Neue Schule für das tägliche Leben

Von: P. St.
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Bald fertig gestellt sein werden (hier der Entwurf) das Schulgebäude für die Nachmittagsbetreuung mit Mensa sowie der darunter liegende Bürgersaal in Roetgen.

Roetgen. So wolkenlos wie am Donnerstag war der Himmel nicht immer über Roetgen und auch lachte nicht immer so beständig die Sonne wie an diesem perfekten Frühlingstag, wenn es um das Thema Erweiterung und Sanierung der Grundschule Roetgen ging.

Am Donnerstag aber passte das Wetter, und auch die Misstöne waren verklungen, als an der Baustelle im Ortskern Richtfest gefeiert wurde. Außerdem, so meinte einer der Gäste, sei das Richtfest so etwas wie die „Happy Hour” am Bau.

Der mit blau-weißen Bändern geschmückte Richtkranz wehte mangels eines Dachstuhls über dem Beton-Flachdach, während Bürgermeister Manfred Eis und einer der eigentlich nicht benötigten Zimmermannsleute die geleerten Schnapsgläser im ersten Obergeschoss des Rohbaus zertrümmerten.

„So schnell vergeht die Zeit”, erinnerte der Bürgermeister auf dem frisch gekehrten späteren Schulhof daran, dass man erst vor gut einem halben Jahr Richtfest am 6,8 Millionen-Projekt gefeiert habe. Seit dieser Zeit habe es einen sichtbaren Baufortschritt gegeben. Das jahrelange Bemühen um ein Schulgebäude, das den Erfordernissen gerecht werde, sei von Erfolg gekrönt worden. „Oft schieden sich heftig die Geister”, erinnerte Manfred Eis an teils erbittere Auseinandersetzungen um die Baukonzeption, aber allen Beteiligten gemeinsam gewesen sei stets der Wunsch nach einer „wohl überlegten Investition für die wohnortnahe Bildung der Kinder”. Eis hoffte, dass das Projekt nun zügig und im Kostenrahmen voranschreite.

Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion Aachen, lobte die Qualität der Planung und das „durchdachte Gebäude”, während Dipl.-Ing. Ulf Wimmers als Projektleiter des Architekturbüros Kada/Wittfeld die Gestaltungsidee des Schulneubaus erläuterte.

Für die beteiligten Bauunternehmer ergriff Dipl.-Ing. Peter H. Derichs das Wort, und erntete allgemeine Zustimmung als er feststellte, dass „Bauen eines der letzten großen Abenteuer dieser Zeit ist.” Der extreme Winter und eine Frostphase von Dezember bis Mitte März unterstrichen diese Feststellung.

Vor Ort hätten die Projektleiter „ins Auge des Orkans” geschaut, aber man habe das gemeinsame Ziel nie aus den Augen verloren. Derichs sprach von einem „Moment magischer Freude”, nicht nur wegen der gelungenen Architektur, sondern auch deshalb, weil hier ein Fundament für die Zukunft der Kinder geschaffen werde.

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck (Simmerath) gratulierte der Gemeinde zum Schulbauprojekt: „Roetgen erlebt heute einen großen Tag, wie ihn die Gemeinde vielleicht lange nicht mehr erleben wird.” Hier entstehe ein Gebäudekomplex, der weit über schulisches Lernen hinausgehe. „Hier wird auch tägliches Leben stattfinden.” Durch den mit einplanten Bürgersaal sei gewährleistet, „dass hier tägliches Leben stattfindet, und Jung und Alt zusammengeführt werden.” Dies sei eine großartige Idee, zu der man der Gemeinde Roetgen nur gratulieren könne.

Im Anschluss wurde dann auf dem späteren Schulhof gefeiert, und man konnte schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon entwickeln, wie hier bald einmal bewegtes und buntes Leben einkehren wird.
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