Simmerath - Religiöse Orte auf ungewöhnliche Weise interpretiert

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Religiöse Orte auf ungewöhnliche Weise interpretiert

Von: aj
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Die Ausstellung von Dr. Hajo Peters in der Raiffeisenbank Simmerath zeigt Kirchen, Kapellen und Kreuze aus der Umgebung auf ungewöhnliche Weise, bunt gestaltet und auf Europaletten gemalt. Foto: Aline Jansen

Simmerath. Die Raiffeisenbank Simmerath bietet ihren Kunden nicht nur Betreuung in finanzieller Hinsicht, sondern gestaltet auch immer wieder bemerkenswerte kulturelle Events in ihrem Haus. Neben Hochzeits- und Kommunionsmessen gehören auch Konzerte, Fashionshows und Kunstausstellungen in der Filiale an der Hauptstraße zum Angebot.

Jetzt eröffneten Olaf Jansen, Vorstandsvorsitzender der Simmerather Raiffeisenbank und seine Vorstandskollegin Ingrid Alt eine neue Ausstellungsreihe unter dem Motto „Raiba meets Art“. Diese zeigt aktuelle Arbeiten des Monschauer Arztes und Malers Dr. Hajo Peters. In seinem neuesten Projekt sind die Bilder nicht wie üblich auf Leinwände gemalt, sondern auf Teilstücke von Europaletten. So hat er den Weg der realistischen Darstellung bewusst verlassen, um mit Hilfe von Abstraktion auf das Wesentliche hinzuweisen. Der außergewöhnliche Untergrund und die intensive Farbgestaltung geben dem Betrachter die Möglichkeit, die Lücken zu schließen und so aktiv an Peters Kunst teilzuhaben.

In seinen Werken stellt er Kreuzwege, Wege des Kreuzes und nachgebildete Wallfahrtswege und -orte dar. Eine der Stationen ist der Kalvarienberg in Moresnet/Belgien. Doch man kann auch viele bekannte Orte in der Region entdecken. Motive aus Simmerath, Eicherscheid, Dedenborn, Imgenbroich und Rurberg sowie Steckenborn, Monschau, Hammer, Kalterherberg und Eupen komplettierten die Interpretation religiöser Darstellungen in den Dörfern. Viele dieser Kreuze und Kapellen gibt es schon sehr lange, doch mit der Zeit sind sie in Vergessenheit geraten. Um sie wieder in Erinnerung zu rufen und um auf diese besonderen Orte hinzuweisen, wurden die Werke konzipiert.

Hajo Peters studierte Medizin und Sportbiologie und promovierte zum Doktor der Medizin. Das Kunststudium absolviere er parallel als Gasthörer und bei Atelieraufenthalten in Wien, Paris, Düsseldorf und Krefeld. Als Künstler wurde er durch die Tiermalerei bekannt, die er bei Professor Manfred Schatz erlernte.

Seine „Moving Art“ legt das Hauptaugenmerk auf Bewegung in der Natur, auf Atmosphäre und Stimmung von Landschaften. Die Freilichtmalerei brachte ihm der Monschauer Kunstmaler Paul Siebertz bei, mit er über zehn Jahre im Hohen Venn und in den Wäldern der Eifel malte. Außerdem gilt Peters als Vertreter der „Light Art“. Das Zusammenspiel von Licht, Landschaft und Farbgebung nimmt eine wichtige Rolle in seinen Bildern ein.

Seine Arbeiten werden international gezeigt. So kann Peters Köln, Bonn, Antwerpen, Brüssel, Luxemburg, Paris, den Vatikanstaat und Santiago de Compostella, um nur einige zu nennen, zu seinen Ausstellungsorten zählen. Seine Werke befinden sich im privaten Besitz, in öffentlichen Sammlungen sowie in Galerien in Moskau, Nowosibirsk, Paris, Tiblisi und Toronto. Peters, der sich nicht als Künstler, sondern als Maler sieht, stellt nun während der Öffnungszeiten der Raiffeisenbank Simmerath bis zum 28. Mai seine Arbeiten aus.

Bei der gut besuchten Vernissage erhielten die Gäste die Möglichkeit, den Maler und seine Arbeit näher kennen zu lernen. Besonders freuten sich Alt und Jansen den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Monschau, Franz Müller, den Bürgermeister der Gemeinde Simmerath Karl-Heinz Hermanns, den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck und den Landtagsabgeordneten Axel Wirtz begrüßen zu dürfen. Aus Eupen angereist war der Honorarkonsul der Republik Österreich Frédéric-Carl Bourseaux. Auch Robert Plastrotmann, Direktor des Amtsgerichts Gemünd und bis vor kurzem in dieser Funktion in Monschau tätig, Prof. Dr. Gisela Engeln-Müllges sowie Wolfang Habedank, Herausgeber des TOP-Magazins Aachen und Prof. Dr. Hans-Wolfgang Menges, der im vergangenen Jahr seine Werke in der Raiffeisenbank ausstellte, bestaunten die ungewöhnliche Kunst, die noch für sechs Wochen in der Simmerather Raiffeisenbank zu sehen sein wird.

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