Rurberg - Rekordmarke wird nicht wieder erreicht

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Rekordmarke wird nicht wieder erreicht

Von: rpa
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Die Besucher des Nationalpark-Tores in Rurberg bescheinigen dem Team der Rursee-Touristik im Counter-Bereich (Touris-Info) eine besonders hohe Kompetenz und eine „gute bis sehr gute Freundlichkeit”. Links im Bild Geschäftsführer Sebastian Lindt. Foto: R. Palm

Rurberg. Das Wetter ist wohl schuld daran, dass im vergangenen Jahr weniger Gäste an den Rursee gekommen sind, als Tagesgäste und als Übernachtungsgäste. Gezählt wurden etwa 185.000 Übernachtungen, etwa zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Die Rekordmarke liegt bei rund 203.000 Übernachtungen im Jahr 2009. Registriert werden allerdings nur die Übernachtungen in Betrieben ab neun Betten. Auch sind weniger Gäste ins Nationalpark-Tor am Eiserbachsee in Rurberg gekommen. Gezählt wurden in 2010 insgesamt 69.610 Besucher, das sind 3868 weniger als im Vorjahr.

Gleichwohl verzeichnet das Nationalpark-Tor in Rurberg von den fünf Nationalpark-Toren insgesamt die meisten Besucher - im vergangenen Jahr wie bisher überhaupt. Insgesamt wurden ab Mai 2006 bis Ende des Jahres 2010 genau 328.317 Besucher gezählt. Zum Vergleich: Für 2010 notierte das Nationalpark-Tor in Höfen 39.866 Besucher, von September 2007 bis zum Jahresende waren es zusammen 141.724 Besucher. Diese Zahlen nannten Sebastian Lindt und Sylvia Montag vom Nationalpark-Forstamt am Donnerstagabend auf dem Neujahrsempfang der Rursee-Touristik im Nationalpark-Tor in Rurberg, in dem auch die Hauptgeschäftsstelle untergebracht ist.

Geschäftsführer Sebastian Lindt präsentierte den zahlreichen Gästen aus dem Gastgewerbe und der Kommunalpolitik mit den aktuellen Zahlen eine erste Bilanz aus dem Tourismusjahr 2010. In seinem kurzen Referat machte er aber auch deutlich, wie umfangreich und vielschichtig die Arbeit der Rursee-Touristik ist und welche Pläne und Projekte in diesem Jahr bearbeitet werden. So werden die „Rurtal-Schlemmer-Touren” weiter ausgebaut und vermarktet (Ausgangstafeln in Einruhr und Woffelsbach, durchgehende Beschilderung, Sitzgarnituren am Wegesrand, viersprachige Faltblätter, Einbindung von Betrieben).

„Lebensadern der Natur”

Die meisten 69.610 Gäste, die das Nationalpark-Tor Rurberg (die „Lebensadern der Natur” sind das Thema der Ausstellung) besuchen, kommen aus der Region Aachen, gefolgt von Besuchern aus dem Kölner Raum. Dies hat eine Besucher-Befragung ergeben. Der Nationalpark, so berichtete Sylvia Montag, hat in den fünf Toren insgesamt 202 Touristen befragt und daraus ein Besucher-Profil entwickelt. 80 Prozent der Gäste nutzen den Counter-Bereich (Tourist-Info), 34 Prozent der Befragten waren zwischen 51 und 64 Jahre alt, 41 Prozent waren sogar älter als 64 Jahre, der Anteil der bis 20-Jährigen war mit drei Prozent sehr gering. Fast 91 Prozent der Befragten bewerteten die Freundlichkeit des Personals als „gut” und sogar als „sehr gut”, ähnlich Werte gab es für die „Kompetenz des Personals”. Ein wichtige Erkenntnis aus der Befragung: Fast jeder zweite Besucher (46 Prozent) kommt als Übernachtungsgast mit einer Aufenthaltsdauer zwischen zwei und zehn Tagen.

Zur Arbeit der Rursee-Touristik gehört es, immer wieder neue Angebote zu entwickeln und die Betriebe zu beraten und zu betreuen. Für das Frühjahr sind zwei wichtige Themen vorgesehen: die Betriebsnachfolge.

Nach einer Untersuchung steht in der Hälfte aller gastronomischen Betriebe in der Eifel die Frage nach der Nachfolge an, berichtete Sebastian Lindt.

Der Tourismus sei, so betonte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, ein „wesentlicher Eckpfeiler” der Wirtschaft in der Gemeinde Simmerath. Da werde die Betreuung der Gäste und auch der Betriebe durch die Rursee-Touristik „immer wichtiger”. Die Rursee-Touristik, so berichtete Geschäftsführer Lindt, hat im vergangenen Jahr etwa 100.000 Besucher vor Ort beraten.

Die Rursee-Touristik hat derzeit 17 Beschäftigte, darunter vier Vollzeitkräfte, eine Teilzeitkraft, elf Minijobber und eine Auszubildende (diese gemeinsam mit der Monschau-Touristik).

Eine Frage wird schon in den nächsten Tagen erörtert: Wie kann die „Seebühne” im Eiserbachsee am Antoniushof künftig besser genutzt werden. Die Rursee-Touristik „will da etwas auf die Beine stellen”, wie Sebastian Lindt versprach.
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