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Rekord an der Krippe: „Singender Hirte” sammelt 31.350 Euro

Von: rpa
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Rekordergebnis: Einen Scheck über 31.350 Euro konnte jetzt in der Pfarrkirche Höfen der singende Hirte Reiner Jakobs (im Kostüm) dem Leiter der Kinderkrebsstation am Klinikum Aachen, Prof. Dr. Rolf Mertens (Mitte), überrreichen. Foto: R. Palm

Höfen. Das ist Rekord: 31.350 Euro hat Reiner Jakobs als „singender Hirte” mit seiner Landschaftskrippe in der Höfener Kirche eingespielt - als Hilfe für krebskranke Kinder, die im Aachener Klinikum behandelt und betreut werden.

Er sei „positiv erschüttert über so eine tolle Spende”, freute sich Professor Dr. Rolf Mertens, Leiter der Kinder-Krebsstation am Klinikum, als er nun die Spende in der Kirche entgegennahm.

„Reiner Jakobs hat ein großes Herz, es ist bewundernswert, was er hier leistet”, würdigte Dr. Mertens das unermüdliche Engagement des „singenden Hirten.” In der Höfener St. Michael-Kirche hatten sich die fleißigen Helfer des „singenden Hirten” versammelt, dazu die Musikanten der Gruppe „Musica Festiva”, die oftmals für die Krippenbesucher aufgespielt haben.

Sie alle unterstützen das „Lebenswerk” von Reiner Jakobs - die Höfener Landschaftskrippe, die längst zum Ereignis geworden ist: Aus der ganzen Region kommen zur Weihnachtszeit die Menschen in Scharen, um die Krippe zu besichtigen, um den „singenden Hirten” zu erleben.

Viele Leute kommen jedes Jahr zur Krippe nach Höfen, nicht wenige sogar mehrmals. Viele Besucher tragen sich ins Gästebuch ein, das gleich am Eingang der Kirche liegt. „Ich bin 75 Jahre alt, heute habe ich die schönste Krippe meines Lebens gesehen”, notierte da ein Besucher aus Linnich. Ein anderer Besucher versichert, immer, wenn er die Krippe erlebe, empfinde er „eine innere Freude”.

Die rund 60 Gäste erlebten am Sonntagnachmittag einen kleinen Festakt, der feierlich mit getragener Blasmusik eingeleitet wurde. Ein weißes Tuch verdeckte zunächst noch das Plakat mit der Spendensumme. Leichte Unruhe und Spannung hatten den „singenden Hirten” gepackt, als er dann das Geheimnis lüftete: ein neuer Rekord - 31.350 Euro, damit wurden die 30.000 Euro des vergangenen Jahres noch übertroffen.

Die Besucher haben also auch diesmal wieder in kleinen und größeren Summen reichlich gespendet. Dazu kamen noch die Spenden der Bürger, die etwa auf Geburtstagsgeschenke verzichteten und stattdessen Reiner Jakobs und seine Aktion für die krebskranken Kinder unterstützten.

Wie kommt ein Kind an Krebs? So fragen ihn viele betroffene Eltern, sagte Dr. Mertens, der den aufmerksamen Gäste im Kirchenrund versicherte: Die Diagnose, das Kind habe Krebs, sei „für die Eltern grausam, aber auch für die Ärzte”. Etwa 80 Prozent der kranken Kinder könnten geheilt werden, die Ärzte aber wüssten bei der Diagnose nicht, ob das Kind nicht doch zu den 20 Prozent gehöre, „die wir nicht heilen können”.

Prof. Dr. Rolf Mertens hat mit seinen Kollegen ein Traumziel: „Dass wir allen betroffenen Eltern sagen können: Wir können ihr Kind heilen.” Daher sei die Forschung „enorm nötig”, betonte Professor Mertens, der froh und dankbar dafür ist, dass der Förderkreis „Hilfe für krebskranke Kinder” auch die Forschung unterstütze. Neue Medikamente seien sehr kostspielig. „Für die Kinder ist uns aber kein Medikament zu teuer.” Schlage eine Therapie nicht an, dann werden auch Alternativen versucht - auch wenn die Krankenkassen diese Alternativen nicht finanzieren.

Prof. Dr. Mertens erinnerte daran, dass auch mit Hilfe des Förderkreises die Kinder-Krebsstation im Klinikum neu hergerichtet worden sei, da gibt es jetzt einen Kindergarten und einen Spielhof, dort können die Kinder sich bewegen und entspannen. „Die Kinder immer wieder aufzumuntern und neu zu motivieren, auch bei Rückschlägen in der Behandlung”, dies sei lebenswichtig. Vieles, was auf der Station 7 im Klinikum geschehe, dies sei nur dank der Spenden möglich.

Zu den Gästen, die zur Scheckübergabe gekommen waren, gehörte auch Pfarrer Karl-Heinz Stoffels, der in seinem Grußwort mehrmals betonte, dass er die große Landschaftskrippe in der Kirche und die Aktion von Reiner Jakobs sehr unterstütze, er sehe, „welch unheimlicher Einsatz” dahinter stecke.

In der Weihnachtszeit jeden Tag in der Kirche zu sein, für die Besucher zu singen und zu spielen, sei ein „Engagement, das „nicht zu begreifen” sei. Das habe auch „etwas mit Verkündigung” zu tun, da können die Menschen, die in die Kirche kommen, „Gott begegnen und dem Kind in der Krippe huldigen”. „Dafür gebe ich gerne die Kirche frei”, betonte Pfarrer Stoffels.

Am Montag nun begann der Abbau der großen Krippe, da konnte Reiner Jakobs sich wieder auf seine treuen Helfer verlassen. Die Pläne für die nächste Landschaftskrippe in der Höfener Pfarrkirche werden aber nicht lange auf sich warten lassen.
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