Regio Aachen löst sich auf: Neuer Zweckverband entsteht

Von: Udo Kals
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Aachen. Das Ende steht bevor. Und Helmut Etschenberg sagt: „Wir stehen kurz vor dem Ziel.” Was der Aachener Städteregionsrat damit meint: Nach Jahren zum Teil äußerst kontroverser Diskussionen steht die Region vor einem Neuanfang ihrer institutionellen Strukturen.

Noch in diesem Jahr soll der Verein Regio Aachen mit all seinen Gremien aufgelöst werden; an seine Stelle wird als Rechtsnachfolger zum 1. Januar 2013 der Zweckverband Region Aachen treten. Dies hat die Regionalkonferenz, deren Vorsitzender Etschenberg derzeit ist, am Donnerstag einstimmig beschlossen. „Ein sensationelles Ergebnis”, wie er meint. „Das war vor zwei Jahren mit Sicherheit noch nicht zu erwarten.”

Jetzt ist es geschehen. Und was sich wie ein bloßer Etikettenaustausch anhört, ist für die Verantwortlichen von Stadt und Städteregion Aachen, der Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg sowie andere beteiligte Akteure ein fulminanter Schritt, gar ein Sprung nach vorne. Die Vorteile nach dieser Lesart: Die regionalen Strukturen werden optimiert. Einerseits ist der geplante Zweckverband im Gegensatz zum bisherigen Verein politisch legitimiert. Andererseits soll die regionale und grenzüberschreitende Strukturpolitik gebündelt werden.

Das Ziel: Die Region soll lernen, mit einer Stimme zu sprechen. „Dann wird es schwer sein, dem Votum von 1,2 Millionen Menschen nicht mehr zuzuhören”, betont Etschenberg und hat dabei nicht nur die Metropolregion Rheinland im Blick, wo derzeit noch Köln und Düsseldorf klar den Takt vorgeben. Auch bei der Innovationsregion Rheinisches Revier, bei der Reform der Euregio Maas-Rhein oder bei der bald anlaufenden NRW-EU-Strukturfondsphase 2014 bis 2020 gelte es, Chancen zu nutzen. Schließlich geht es um viel Geld und die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Dies soll auch durch die Reform der in Aachen ansässigen regionalen Wirtschaftsförderungsagentur Agit erreicht werden. Während das Immobiliengeschäft bei der „alten” GmbH verbleibt, soll die neue und schlankere Agit eine Einheit zur operativen Wirtschaftsförderung werden, unter maßgeblicher Beteiligung der Wirtschaft und der Hochschulen. Und dies explizit in der gesamten Region.
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