Monschau - Realschule St. Ursula Monschau verabschiedete 67 Schülerinnen

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Realschule St. Ursula Monschau verabschiedete 67 Schülerinnen

Von: heg
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Abschiedsfoto vor malerischer Kulisse: die Entlasschülerinnen der Bischöflichen Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau.

Monschau. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Aukirche endete am Samstag für 67 Mädchen die sechsjährige Schulzeit an der Bischöflichen Mädchenrealschule St. Ursula. Neben den Entlassschülerinnen und deren Eltern begrüßte Schulleiter Franz Peter Müsch besonders Pfarrer Stoffels und als Vertreter des Bistums Pfarrer Cremer, die gemeinsam das Messopfer feierten.

Seine Ansprache stellte der Schulleiter unter das Motto „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu”.

Dieses bekannte Sprichwort drücke nichts anderes aus als die Aufforderung Jesu, „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst”, und nur dieser Aufforderung und ihrem eigenen Gewissen gegenüber seinen die Mädchen auf ihrem weiteren Lebensweg verpflichtet.

Wenn ihnen nach sechsjähriger christlicher Erziehung an St. Ursula, im Gottesdienst und in der Religionsstunde, in der Orientierungsstunde, aber auch im Sportunterricht Gewissenhaftigkeit vermittelt werden konnte, dann gingen sie nun geprägt und gestärkt ins Leben.

Als eine Gewissenlosigkeit, die er sich bei seinen Mädchen nicht vorstellen könne, geißelte Müsch die Teilnahme an „primitiven und schwachsinnigen” Fernsehsendungen, die unter dem Deckmantel des pädagogisch Wertvollen moralische Grenzen überschreiten.

Toleranz heiße noch lange nicht Tabubruch , und nicht alles, was dank der im Grundgesetz verankerten Meinungs- und Pressefreiheit möglich sei, sei auch erlaubt, betonte er.

„Die Zukunft seid ihr”

Mit Blick auf die vielfältigen geschichtlichen Jubiläen, die zurzeit gefeiert werden, hob Müsch hervor: „Die Zukunft seid ihr!” Gerade junge Leute, und hier schlug er den Bogen von Jeanne dâArc bis zu Barack Obama, könnten die Welt ein bisschen besser machen.

Die Klassensprecherinnen Lea Maevis (10a) und Sarah Cujé (10b) gaben eine Einstimmung in das Thema des Gottesdienstes: Türen öffnen, die in das Leben führen.

Viele Türen haben sie schon geöffnet auf ihrem bisherigen Weg, der manchmal eben, manchmal aber auch steinig war, auf dem sie gemeinsam gelacht und gemeinsam geweint haben.

Nun stehen sie wieder vor einer noch verschlossenen Tür und erwarten mit Neugier und Spannung, was sich für sie dahinter verbirgt. Sie dankten ihren Eltern, ihren Lehrern und allen Menschen im Hintergrund, die sie auf diesem Weg begleitet haben, insbesondere ihren Klassenlehrern Ruth Niehsen und Markus Walther sowie Gottfried Siegers, der unter anderem mit ihnen diesen Gottesdienst vorbereitet hat.

Neben den Gebeten und zwei Texten zum Thema, die Jasmina Karadzehenemovic und Angela Dobbelstein vortrugen, waren es auch die Lieder, die diesen Gottesdienst zu einem berührenden Erlebnis machten.

„Yes, we can”

In seiner Predigt gab Pfarrer Cremer den Mädchen drei „Passwörter”, die modernen Schlüssel für die Türen der Welt, mit auf den Weg: erstens Neugierde auf das, was hinter den Türen des Lebens ist, zweitens Lebenslust, um in krisenbehafteter Zeit die Schönheit des Lebens zu spüren, und drittens Solidarität, um gemeinsam die Welt im Kleinen und im Großen zu gestalten.

Als Symbol für die Wünsche und Hoffnungen, die sie an ihre Zukunft knüpfen, trug anschließend jedes Mädchen zur Gabenbereitung ein Licht zum Altar. An das optimistische „Yes, we can!”, mit dem Präsident Obama in den Wahlkampf gezogen war, erinnerte Pfarrer Stoffels zum Abschluss und mahnte sie, Gott mit in ihr Leben zu nehmen.

„Von euch können wir lernen”, sah Schülersprecherin Sarah Müller (9a) die „Zehner” als Vorbild. „Wir freuen uns mit euch, dass ihr es geschafft habt”, überbrachte sie ihnen die Glückwünsche der ganzen Schulgemeinschaft, und auch bei der abschließenden Zeugnisübergabe im Aukloster gab es für die Entlassschülerinnen noch viele anerkennende und aufmunternde Worte.
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