Monschau - Ravel-Weg als wichtiger Standortfaktor

Ravel-Weg als wichtiger Standortfaktor

Von: P. St.
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Immer mehr Formen nimmt der Ravel-Radweg an: Während in Roetgen der erste Bauabschnitt läuft, ist zwischen Konzen und Mützenich (Bild) die Trasse jetzt freigeschnitten worden. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Zur Ausgestaltung des Ravel-Radweges auf dem Gebiet der Stadt Monschau hat die CDU-Fraktion klare Vorstellungen. Diese Vorstellungen hat nun Fraktionsvorsitzender Micha Kreitz in einem Antrag für die nächste Sitzung des Wirtschaftsausschusses formuliert.

Besondere Unterstützung findet der Antrag bei den Ortsvorstehern Jacqueline Huppertz (Mützenich), Georg Kaulen (Monschau), Norbert Rader (Kalterherberg) und Matthias Steffens (Konzen). Diese Orte liegen direkt an der ehemaligen Vennbahntrasse.

Im Ravel-Weg sieht die CDU-Fraktion „einen weiteren wichtigen Standortfaktor für Monschau und die gesamte Region, vergleichbar mit dem Eifelsteig.” Dies gelte insbesondere für die an der Trasse liegenden Orte Konzen, Mützenich, und Kalterherberg sowie die Altstadt Monschau.

Der Rad- und Wandertourismus sei die umweltfreundlichste Form des Tourismus, daher, fordert Micha Kreitz, „sollte die Trassenführung oder gar das gesamte Projekt nicht von âVogeldebattenÔ zerredet werden”.

Vielmehr seien konstruktive und unbürokratische Lösungen ins Auge zu fassen, also beispielsweise zeitweilige Sperrungen bestimmter Streckenabschnitte wie seit Jahrzehnten in sensiblen Vennbereichen bereits erprobt, statt aufwendiger Alternativstrecken oder gar Straßensperrungen.

Die Trassenführung sei besonders wegen ihrer geringen Steigung und der landschaftlich reizvolle Lage attraktiv. Nun gelte es, insbesondere die Querungen zu klären. Die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer - gerade bei Querungen der Bundes- und Landstraßen - müsse im Vordergrund stehen. So erscheine es fraglich, ob die bereits einmal angedachte „innerörtliche Vorfahrt für Radfahrer vor diesem Hintergrund sinnvoll ist”.

Elf Kilometer in Monschau

Der deutsche Streckenanteil kostet etwa 6,4 Mio. Euro der städtische Anteil beträgt etwa 290.000 Euro. Hieraus müsse ein nachhaltiger Mehrwert geschaffen werden, ein Mehrwert, den die touristische Nutzung der Vennbahn so in der Vergangenheit nicht erbracht hat.

Mit dem Ravel-Weg gelte es, einen Mehrwert zu schaffen durch Einrichtung einer Familienstrecke. Die 11,1 Kilometer von Bahnhof Konzen bis zum Bahnhof Kalterherberg stellten eine für Einheimische wie Touristen attraktive Rad- und Wanderroute dar. Für Übernachtungsbetriebe, Einzelhandel und Gewerbe vor Ort entstehe so die neue Chancen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Tourismus. Dafür sei es notwendig, die Touristen gezielt anzusprechen. Dies wäre sowohl in Form von individuellen Angeboten für kurze Tagesaufenthalte, als auch für längere Übernachtungsaufenthalte denkbar, besonders für die Zielgruppen der Familien und Senioren.

Die betroffenen Ortsvorsteher haben in diesem Zusammenhang bereits Anregungen entwickelt:

Ausbau der Bahnhöfe Konzen, Monschau und Kalterherberg zu „Radbahnhöfen” (Fahrradunterstände mit verschließbaren Boxen, Ausleihstation für E-Bikes etc.) und Ausgangspunkte für Planwagenfahrten, neuorganisierter Einsatz des NaTourBusses (Linie 385), die Integration vorhandener, ortsbezogener Angebote wie z. B. Eifelblicke, Dorfrundgänge, landschaftlicher Besonderheiten und historischer Gebäude.

Die Monschauer CDU-Fraktion betrachtet die Einrichtung eines Arbeitskreises mit allen Beteiligten als sinnvoll. Dazu solle geprüft werden, ob die entsprechenden Flächen entlang der Trasse, zwecks unbürokratischer Realisierung von Maßnahmen von der SNBC zu pachten wären.
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