Roetgen - Ravel-Radweg: Radler müssen an B258 warten

Star Wars Alden Ehrenreich Solo Freisteller Kino

Ravel-Radweg: Radler müssen an B258 warten

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
ravelroe_bu1
Knackpunkt der Querungen des Ravel-Radweges in der Ortslage Roetgen ist in der Nähe des alten Bahnhofs am Ortseingang. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Der Ravel-Radweg, der irgendwann auf der alten Vennbahn-Trasse bis Luxemburg verläuft, soll die Gemeinde Roetgen touristisch aufpeppen und den Eindruck widerlegen, der kleine Ort in der Voreifel sei lediglich ein Transit-Dorf auf dem Weg zu den wahren Spaß- und Erholungsstätten in der Nordeifel.

Also muss der Premium-Radweg, an dem soviel Imagegewinn hängt, durch den Ort geführt werden. Dabei kreuzt er an zehn Stellen Straßen oder Wirtschaftswege. Während beispielsweise an der Wilhelm-, Grüneplei- oder Neustraße die Radler Vorfahrt genießen, damit der Begriff „premium” auch seine Berechtigung hat, müssen sie an drei Querungen in die Bremspedale treten, davon zweimal an der Bundesstraße (B258).

Knackpunkt, das wurde auch bei der Präsentation der Planung in einer Sondersitzung des Bauausschusses deutlich, ist der Ortseingang am ehemaligen Bahnhof. Dort ist an eine versetzte Querungshilfe gedacht, die wegen der besseren Sichtverhältnisse relativ weit in die Kurve hineingezogen wird. Auf versetzten farbigen Aufstellflächen sollen die Radler warten, bis sich eine Lücke im der Verkehr der B258 auftut, so die Vorstellungen.

Ein Geduldsspiel

Wer allerdings den Verkehr auf der Bundesstraße von durchschnittlich bis zu 18.000 Fahrzeugen pro Tag kennt, der kann sich ausmalen, wann es dort eine Lücke gibt. „Wer dort eventuell eine halbe Stunde warten muss, bis er die Straße queren kann, der kommt nicht wieder”, ist Dirk Meyer vom Bauamt der Gemeinde überzeugt. Sollte einem Radler der Geduldsfaden reißen, könne es dort mitunter zu haarsträubenden Situationen kommen. Meyer: „Man darf den Radfahrern kein Sicherheitsgefühl suggerieren, obwohl des dort keine Sicherheit gibt.” Diese Bedenken seinen auch aus der Politik geäußert worden, und deshalb werde die Alternative, eine Bedarfsampel, bei der Städteregion sicherlich noch einmal ein Thema werden.

Entspannter ist die Situation im Bereich der Steffensgasse, nahe der Seniorenresidenz, denn dort verläuft die B258 gerade. Zu einem Problem könnte an dieser Stelle indes der ziemlich abschüssige Radweg neben der Fahrbahn aus Richtung Fringshaus werden. Weil es dort zu „Konflikten unter Radfahrern” komme könnte, gebe es in diesem Punkt Handlungsbedarf, so Dirk Meyer.

Sicherheitsgründe

Auch dort gibt es bei der Querung der Bundesstraße keine freie Fahrt für die Pedalritter. Allerdings habe es die Städteregion aus Sicherheitsgründen abgelehnt, die Fahrbahn farbig zu gestalten. Gedacht sei allerdings an eine gestrichelte Darstellung des Ravel-Radweges quer über die B258, „um dem Autofahrer die Situation kenntlich zu machen”.

Keine Vorfahrt haben die Radfahrer ebenfalls an der Faulenbruchstraße, wo der Radweg am alten Bahnübergang optisch in eine rechte und eine linke Spur unterteilt wird. Der Straßenbelag im Querungsbereich wird farblich verändert. Ob die Planungen in puncto Sicherheit, speziell an der B258, der Weisheit letzter Schluss sind, lassen die Fachleute im Roetgener Rathaus offen. Nachbesserungen seien nicht auszuschließen.

Zunächst einmal wird aber ab September gebaut. Im April nächsten Jahres soll die Sache in trockenen Tüchern sein. Bis 2012 muss ohnehin der letzte Handwerker sein Gerät eingepackt haben, denn dann endet im Bereich der Städteregion der Förderungszeitraum. Der finanzielle Anteil der Gemeinde Roetgen an dem Millionenprojekt beträgt 270.000 Euro. 170.000 Euro werden in diesem Jahr fällig, der Rest im Jahr 2011.

Kein Thema war die Querung der Himmelsleiter, wo möglicherweise ein Brückenbauwerk mit bis zu 100 Meter langen Rampen errichtet wird, um die Steigung des Radweges möglichst gering zu halten.

Laut Dirk Meyer ist der Landesbetrieb Straßenbau derzeit mit der Abstimmung der Planungen beschäftigt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert