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Rathausplatz sanieren, bevor Anwohner zahlen müssen

Von: ho
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Dort wo derzeit noch aufgrund der Schneereste die Farbe weiß dominiert, soll nach der barrierefreien Umgestaltung des Rathausplatzes durch Bäume und Sträucher Grün in den Vordergrund rücken. Foto: Hoffmann

Simmerath. Die erwarteten Diskussionen und unterschiedlichen Auffassungen der Parteien zur Umgestaltung des Rathausplatzes, zwei neue LED-Straßenlampen für Lammersdorf und die Veränderung des Spielplatzes in der Fuggerstraße in einen Generationenplatz standen im Mittelpunkt der 19. Sitzung des Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschusses der Gemeinde Simmerath.

Daneben wurde der Antrag der Wassergewinnungs- und Aufbereitungsgesellschaft Nordeifel (WAG) zur Mehrentnahme von Wasser aus dem Obersee der Rurtalsperre nach Erläuterung des Beigeordneten Roger Nießen als Beschlussvorlage zügig durchgewunken.

In ähnlichem Tempo geschah dies auch mit dem Antrag des Lammersdorfer Ortsvorstehers Robert Johnen (CDU) zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung für den Fußweg zwischen dem „Mittelvenn“ und der Firma Junker. Dieser Weg wird unter anderem allmorgendlich von Schulkindern zur Erreichung des Schulbusses genutzt. Franz-Josef Hammelstein (SPD), der in Vertretung von Marc Topp an der Sitzung teilnahm, lobte die Ausstattung der Lampen mit der LED-Technik und regte an, diesbezüglich im Gemeindegebiet einen weiteren Ausbau vorzunehmen.

Vom Planungsbüro Becker aus Kall stellte hiernach Bernd Becker die Planungen zur Umgestaltung des Rathausplatzes noch einmal eingehend vor und verwies darauf, dass die Anregungen aus der Bürgerinformationsveranstaltung vom 19. Februar eingeflossen seien und so weit wie möglich berücksichtigt wurden.

Sowohl er, als auch später Bernd Goffart verwiesen auf die inzwischen beschädigte Bausubstanz des Pflasterbelages, so dass eine Sanierung des Rathausplatzes allein aus Verkehrssicherungsgründen angezeigt sei.

Die Planung sieht im übrigen vor, den Rathausplatz nur bis zur Höhe des Bistros der Stadtresidenz für den Verkehr freizugeben und den oberen Teil als Fußgängerzone auszuweisen. Damit würden bisher vorhandene 13 Parkplätze wegfallen, die jedoch durch die Freigabe von 20 zusätzlichen Parkplätzen des Rathausparkplatzes kompensiert würden. Hierzu wurde von Seiten der Verwaltung angemerkt, dass die Reduzierung der Parkmöglichkeiten im Rahmen der Verkehrsberuhigung ein elementares Kriterium für die finanzielle Förderung (60 Prozent der Nettokosten) durch die Bezirksregierung in Köln sei.

Einwände zum Wegfall der Parkflächen vor den dort angesiedelten Geschäften erfolgten durch Gisela Kamps-Enderle (Grüne) und Franz-Josef Hammelstein (SPD), der den Rathausplatz in seinem jetzigen Zustand zudem als barrierefrei bezeichnete. Dies rief Bernd Goffart (CDU) auf den Plan, der dem heftig widersprach und zudem darauf hinwies, dass Rathausplätze anderweitig mustergültig aussehen und Simmerath als Touristenstandort dem nicht nachstehen solle. Ein wichtiges Argument wurde schließlich noch von Seiten der Verwaltung vorgebracht. Derzeit bestehe bei der geplanten Umgestaltung noch keine Anliegerbeitragspflicht, da die Substanz des Platzes noch nicht so angegriffen sei. Sofern sich dies in einigen Jahren geändert habe, müssten die Anlieger zwangsläufig zur Kasse gebeten werden.

Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde schließlich dem Beschlussvorschlag zugestimmt. Der Vorsitzende des Ausschusses, Ulrich Offermann, gab danach Marcel Wüller von den Gemeindeverwaltung Gelegenheit, den geplanten Generationenplatz ausführlich vorzustellen.

Der jetzige Spielplatz in der Fuggerstraße ist derzeit so ausgerichtet, dass er als Zielgruppe Kleinkinder anspricht. Hier soll nun eine neue Begegnungsstätte für Jung und Alt entstehen, um auch die Kommunikation zwischen den Altersgruppen zu fördern.

Bernd Goffart brachte aus dem Generationenbeirat zur Gestaltung des Platzes, der innerhalb der Gemeine Pilotcharakter hat, weitere Anregungen ein, die in die Beschlussvorlage einfließen sollen. Danach soll unter anderem die geplante Tischtennisplatte entfallen und eine für alle Altersgruppen interessante Bowl-Bahn entstehen. Neben dem Generationenplatz, mit dessen Baumaßnahme nach Erhalt des Förderbescheides noch in diesem Jahr begonnen werden könnte, ist ein Parkplatz für Fahrräder ins Auge gefasst.

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