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Rainer Harnacke verlässt das Amtsgericht

Von: wm
Letzte Aktualisierung:
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Zum neuen Direktor des Amtsgerichts Jülich wurde der bisherige Chef des Amtsgerichts Monschau, Rainer Harnacke, ernannt. Kommissarischer Leiter des Amtsgerichts in Monschau ist seit vergangenen Freitag Robert Plastrotmann. Foto: Walter Mertens

Monschau. Rainer Harnacke verlässt das Amtsgericht in Monschau. Dreieinhalb Jahre oder genauer gesagt, 1205 Tage stand er dem Amtsgericht Monschau als Direktor vor. Am vergangenen Donnerstag erhielt er seine Ernennungsurkunde als Direktor des Amtsgerichts in Jülich.

Als Behördenleiter hat Rainer Harnacke eher kurz in Monschau gewirkt, bevor ihn der Ruf an das mehr als doppelt so große Amtsgericht in Jülich ereilte. Dennoch hat Rainer Harnacke in seiner Zeit in Monschau Spuren hinterlassen.

Respekt und Anerkennung

Lange vor seiner Berufung zum Direktor des Amtsgerichts in Monschau war die „Stadt im Tal” für ihn kein unbekanntes Terrain. Seit Anfang 1998 war Rainer Harnacke beim Amtsgericht sowie in der Gerichtsvollzieherausbildung tätig. Sechs Jahre war er am Ausbildungszentrum der Justiz-Nebenstelle in Monschau Lehrgangsleiter der Gerichtsvollzieher-Lehrgänge. Als Lehrkraft im Zwangsvollstreckungsrecht ist er auch nach seinem Wechsel nach Jülich dort tätig.

In seiner Zeit als Direktor des Amtsgerichts Monschau hat der erfahrene Jurist sich bei der Anwaltschaft und den Parteien gleichsam Respekt und Anerkennung verschafft. Die Mitarbeiter des Amtsgerichts haben ihn als hilfsbereiten und freundlichen Vorgesetzten, der immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen hatte, kennen- und schätzen gelernt. Da ist es auch nicht verwunderlich, wenn sie ihren Chef nicht gerne ziehen lassen.

Neben seiner Leidenschaft, der Juristerei, hat Rainer Harnacke auch immer ein offenes Ohr für soziale und kulturelle Themen. So fallen in seine Behördenleiterzeit die regelmäßig stattfindenden Kunstausstellungen. Gerade vor einigen Wochen ist die Kunstausstellung der Kinderpsychiatrie des Klinikums in Aachen zu Ende gegangen.

Kommissarischer Leiter

Besonders am Herzen lag ihm das Gebäude in der Laufenstraße. Das Amtsgericht in Monschau mit seinem besonderen Flair, der modernen Kommunikations- und Bürotechnik in den alten ehrwürdigen Mauern. Ein ehrgeiziges Ziel von ihm war der behindertengerechte Umbau des Hauses aus dem 19. Jahrhundert und hier besonders der Einbau eines Aufzuges. Dieses Ziel wird nun dem Nachfolger auf die Prioritätenliste geschrieben. Der Eifel wird Rainer Harnacke aber auch nach seinem Weggang nach Jülich schon wegen seiner Segelleidenschaft treu bleiben. In seiner Freizeit segelt er leidenschaftlich gerne auf dem Rursee.

Bis zur Ernennung eines neuen Direktors des Amtsgerichts Monschau wird das Gericht kommissarisch von Robert Plastrotmann geleitet.

Auch Robert Plastrotmann ist in Monschau kein Unbekannter. Bereits im Jahre 1993/94 war er als Richter vertretungsweise in Monschau tätig.

Der gebürtige Münsterländer ist nach seinem juristischen Studium in Münster und der Referendarzeit in Mönchengladbach und Krefeld seit dem Jahre 1991 Richter in Aachen. Nach fünfjähriger Tätigkeit beim Schöffengericht war er länger als zehn Jahre Insolvenzrichter und in dieser Funktion zuletzt auch Koordinator der Insolvenzabteilung des Amtsgerichts Aachen. Daneben ist er seit dem Jahre 2002 zur Lehrkraft im Gerichtsvollzieherlehrgang an der Ausbildungsstätte in Monschau bestellt.

Der 48-jährige Jurist ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Zu seinen Hobbys gehört Lesen und Fußball. Als Öcher ist er Mitglied bei Alemannia Aachen.
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