Radweg auf der Vennbahn kommt voran

Von: hes
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Platz machen für den Radweg:
Platz machen für den Radweg: Wie hier am Bahnhof Konzen wird derzeit links und rechts der Vennbahnstrecke fleißig gerodet. In Kürze wird asphaltiert - allerdings nicht auf den gesamten 15 Kilometern. Foto: H. Schepp

Nordeifel. Wochen und Monate hat sich nichts oder kaum etwas getan auf dem Ravel-Radweg, der Premium-Fahrradroute auf der Trasse der ehemaligen Vennbahn. Nun aber geht es endlich auch auf dem zweiten Bauabschnitt voran. Seit einigen Tagen ist ein Unternehmen dabei, das Gelände links und rechts der einstigen Schienenstrecke zu roden.

„Es wird derzeit in verschiedenen Bereichen des zweiten Bauabschnittes gearbeitet”, bestätigte am Donnerstag Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion Aachen. Das zweite Teilstück innerhalb der Städteregion führt auf einer Länge von 15 Kilometern von Lammersdorf bis nach Kalterherberg.

Auf der Trasse um Mützenich sind die Freischneidearbeiten bereits abgeschlossen und ist die Trasse zum Asphaltieren vorbereitet. Nach Auskunft der Städteregion sollen die Asphaltierungsarbeiten je nach Witterung im Oktober erfolgen. Ebenfalls in diesem Zeitrahmen erfolgt die Querung des Radweges mit der B 258 in Höhe Bahnhof Konzen. Detlef Funken: „Derzeit erfolgt die Abstimmung mit den beteiligten Dienststellen, wann der Bau der Querungsstelle am Bahnhof Konzen erfolgen kann.”

Ausgenommen von den Asphaltierungsarbeiten wird nach Informationen unserer Zeitung das Teilstück im Paustenbacher Venn, also zwischen Bahnhof Konzen und Lammersdorf. „Der Öffentliche Dienst der Wallonie hat im Rahmen der Baugenehmigung vorgegeben, im Bereich Hoscheit einen wassergebundenen Radweg zu erstellen. Dort wird nicht asphaltiert”, bestätigte die Städteregion am Donnerstag. Grund dafür sind Einwände von Naturschutzverbänden, die in diesem sensiblen Bereich den Artenschutz gefährdet sehen. Ein wassergebundener Radweg mit sehr feinem Split wird voraussichtlich für Inlineskater wie wohl auch für Rollstuhlfahrer nicht oder nur schlecht nutzbar sein, wie Fachleute erwarten.

Himmelsleiter wird unterquert

Auf Hochtouren laufen derweil die Vorbereitungen für die Querung des wohl gefährlichsten Bereichs in unserer Region, auf der „Himmelsleiter”. Im Sommer 2011 hat der Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen beschlossen, die Querung mit einem Tunnel zu realisieren. „Dazu finden derzeit Abstimmungsgespräche mit den belgischen Behörden, der belgischen Eisenbahn, dem Landesbetrieb Straßenbau und dem Fördergeber statt”, so Detlef Funken auf Anfrage.

Auf dem fertiggestellten Teilstück zwischen Roetgen und Lammersdorf herrscht derweil bereits reger Freizeitverkehr: Radfahrer, Wanderer und Läufer, Skater und Rollstuhlfahrer nutzen hier die Strecke eifrig und sind von deren Verlauf, der Natur und dem angenehmen Profil begeistert.

Das RAVeL-Netz (französisch: Réseau Autonome de Voies Lentes) ist ein Radwegenetz in der belgischen Wallonie, welches im Oktober 1995 ins Leben gerufen wurde.

Belgien arbeitet den auf der Vennbahntrasse entstehenden Radweg als Nummer 48 ins RAVeL-Netz ein. Fertig ausgebaut führt der Radweg von Aachen über Monschau, Waimes und Sankt Vith bis ins luxemburgische Ulflingen, insgesamt 130 Kilometer mit eisenbahntypischen sehr geringen Steigungen. Die Fertigstellung ist im Jahr 2013 geplant.

In Deutschland wird der Bau durch die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen sowie Roetgen, Simmerath und Monschau mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert.

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