Radfahrer auf dem Vennbahnradweg zum Absteigen bewegen

Von: Karl-Heinz Hoffmann
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Ein attraktives Angebot wünschen sich viele Radfahrer an der Vennbahntrasse am Lammersdorfer Bahnhof, um das Terrain in touristischer Hinsicht aufzupeppen. Foto: Hoffmann
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Der alte Metallzaun an der ehemaligen Verladerampe des Lammersdorfer Bahnhofs wurde durch Neulackierung wieder ins Blickfeld gerückt und wird seitdem gerne als Fotomotiv genutzt. Foto: Hoffmann

Simmerath/Lammersdorf. In recht ansehnlichem Zustand präsentiert sich seit kurzem wieder das Bahnhofsgelände an der Vennbahntrasse in Lammersdorf, das bei der offiziellen Radwegeröffnung im vorigen Jahr als touristische Anlaufstelle gepriesen wurde.

Nachdem die Gemeinde Simmerath Mitte Juni auf dem von Belgien angepachteten Gelände das auf Hüfthöhe angewachsene Gras gemäht hatte, machte das Terrain sofort wieder einen einladenderen Eindruck. Zudem wurde dem alten Metallzaun an der ehemaligen Verladerampe von unbekannter Hand ein neuer Anstrich verpasst, so dass dort ein neuer Blickfang entstanden ist. Das lokalhistorische Zäunchen an der dem Gelände prägenden alten Kastanie wurde freigeschnitten und mit silberner und bronzener Metallfarbe herausgeputzt.

Auch bei den Radtouristen scheint das in Szene gesetzte Kleinod gut anzukommen, da immer wieder zu beobachten ist, das es als Fotomotiv genutzt wird. Bereits vor den Mäharbeiten war die Gemeinde Anfang Mai pflegerisch im Bahnhofsbereich tätig geworden. Der illegale Abfallhaufen hinter dem stählernen Wartehäuschen war entfernt worden, so dass sich der Bereich bis zum gepflegten Gelände des Bauernmuseums wieder in ansehnlichem Zustand präsentierte.

Da das Gelände vor dem Bauernmuseumsfest noch einmal im Feinschnitt gemäht wurde, präsentierte es sich in absolutem Topzustand, wozu ein Besucher anmerkte: „Das ist mal eine Visitenkarte für die Gemeinde“. So müsste das Gelände immer in Schuss gehalten werden.

Ein Teil der Pflege wird im übrigen von den Mitgliedern des Heimatvereins in vorbildlicher Weise vorgenommen. Im Herbst will man zudem nach Rücksprache mit der Gemeinde dem Wildwuchs von Sträuchern und Geäst zu Leibe rücken, um das Terrain zwischen Bauernmuseum und Bahnhofsgelände noch ansehnlicher zu gestalten. Hier sieht sich der Heimatverein vereint in dem Bemühen mit der Dorfbevölkerung und der Gemeinde, das Gelände in touristischer Hinsicht herauszuputzen.

Auch wenn der 125 Kilometer lange Premiumradweg nur fünf Kilometer über Simmerather Gebiet geht, so könnte er doch für die Gemeinde von noch größerer touristischer Bedeutung werden. Schon jetzt tangieren den einzigen offiziellen Halte- und Rastpunkt an diesem Teilstück, den Lammersdorfer Bahnhof, an schönen Wochenenden mehrere hundert Radtouristen. Und all diejenigen, die aus Richtung Roetgen kommend sich das steilste Stück der Vennbahn hochgeradelt haben, machen in der Regel dort zunächst einmal Station.

Fahrradproblem gelöst

Das von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei der Vennbahneinweihung im vorigen Jahr visionär angesprochene „Paradies für Radtouristen“ hat Astrid Joraschky vom Tourismusbüro der Gemeindeverwaltung auch weiterhin im Blick .

Erst kürzlich war sie mit Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein vor Ort, um sich auch dessen Wünsche und Anregungen zur touristischen Aufwertung für den Bereich Vennbahn/Bahnhof anzuhören. Das ist kein Neuland für Joraschky, die festhält: „An dem Projekt bin ich schon seit gefühlten ewigen Zeiten dran. Die weitergehende touristische Bewertung haben wir im Blick und schauen auch, dass das hier weitergeht. Das werde ich sicher nicht aus den Augen verlieren“.

Zwischenzeitlich wurde auch das zu Jahresbeginn aufgetretene Problem mit den Fahrrädern der Langschoss-Bewohner gelöst, die ihre Zweiräder am stählernen Bahnhofsgebäude tagelang abstellten. Teilweise blockierten bis zu acht Dauerparker den Fahrradständer, so das ankommende Radtouristen hiervon keinen Gebrauch machen konnten. Der emsige Langschoss-Arbeitskreis hatte hier mit Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde blitzschnell eine Lösung gefunden. Leoni Lepers teilte hierzu mit: „Ein großer Dank gilt der Evangelischen Kirchengemeinde, die uns geholfen hat, dass die Räder nun in der dortigen Garage abgestellt werden können“.

Auch wenn seit dem vorigen Jahr viele kleine Schritte zur Steigerung der Attraktivität des Bahnhofsgeländes an der Vennbahn erfolgt sind, so ist laut allgemeinem Tenor aus der Dorfbevölkerung weiterer Handlungsbedarf gegeben, um das Terrain in touristischer Hinsicht aufzuwerten. Dabei steht an erster Stelle auf der Wunschliste die regelmäßige Pflege des Geländes.

Vermisst wird zudem ein Hinweis, auf dem für die Radtouristen Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten vor Ort ersichtlich sind, sowie Hinweis-/Parkschilder, damit im Ort an zentraler Stelle geparkt wird. Und dann träumt man natürlich von einem bei schönem Wetter vor Ort befindlichen Eiswagen oder einem Imbiss.

Beim gastronomischen Angebot weiß man dabei sehr wohl, dass der komplizierte Verwaltungsweg über die belgischen Behörden unvermeidlich sein wird.

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