Monschau - Rad ab am Schulbus: Gutachten hilft auch nicht weiter

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Rad ab am Schulbus: Gutachten hilft auch nicht weiter

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Das ist nochmal gut gegangen: Ein Schulbus hat an der Haltestelle Imgenbroich das linke Hinterrad verloren. Verletzt wurde niemand. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Warum sich Anfang Februar an einem Linienbus eines Subunternehmers der RVE Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein GmbH an einer Haltestelle in Imgenbroich ein Reifen verselbstständigt hat, kann auch das inzwischen vorliegende Gutachten der DEKRA nicht eindeutig klären.

Nach dem Vorfall, bei dem zum Glück niemand verletzt worden ist, hatte die RVE die DEKRA sofort mit dem Gutachten beauftragt, weil die Unfallursache nicht offen ersichtlich war. Der Bus des Subunternehmers hatte erst im November des Vorjahres neue Räder bekommen. Auch seien alle vorgeschriebenen Untersuchungen vorgenommen worden, heißt es in einer Mitteilung der DB Mobility Logistics AG mit Sitz in Berlin.

Noch im Dezember 2009 war die alle drei Monate fällige Prüfung des Fahrzeugs vorschriftsmäßig durchgeführt worden. Diese habe keinerlei Mängel ergeben. Der Bus sei dabei mit Winterreifen ausgerüstet worden, die sachgemäß montiert und nach 50 Kilometern auch nachgezogen worden seien. Daher komme das DEKRA-Gutachten zu dem Schluss, dass der Radverlust aus technischer Sicht möglicherweise aufgrund von Korrosionsschäden an der Felge entstanden sein kann, die bei der Montage nicht zweifelsfrei zu erkennen waren.

„Nicht nur unsere Busse, sondern auch die unserer Subunternehmer werden nach strengen gesetzlichen Vorschriften behandelt. Diese werden von uns auch ständig kontrolliert. Es handelt sich scheinbar um einen bedauerlichen Einzelfall”, betont Karlheinz Huppertz, RegioCenter-Leiter Aachen der RVE.

„Dafür stehen wir”

Das Verkehrsunternehmen der DB Bahn betont, dass das Durchschnittsalter der eingesetzten Fahrzeuge kontinuierlich gesenkt wird. „Wir haben im Verkehrsvertrag mit dem Aachener Verkehrsverbund vereinbart, dass nicht nur das Alter unserer Busse, sondern auch das der Subunternehmerbusse gesenkt wird. Dieser Prozess wird vereinbarungsgemäß bis zum 31. Dezember 2010 abgeschlossen sein, Dafür stehen wir”, so Huppertz.

Um künftig derartige Ereignisse zu vermeiden, wird die RVE zusätzliche Sicherungsmaßnahmen umsetzen. Anhand von Kunststoffkappen, die auf die einzelnen Radmuttern positioniert werden, kann dann jeder Fahrer erkennen, ob sich Radmuttern gelöst oder in ihrer Position verändert haben. Sobald sich eine Radmutter auch nur lockert, wird dies anhand der Kappen deutlich sichtbar. Somit kann jeder Busfahrer vor Fahrtantritt das Fahrzeug kontrollieren, Unregelmäßigkeiten erkennen und damit mögliche Gefahren abwenden.

Ferner wird die RVE eine zusätzliche Nachprüfung aller Radmuttern nach erfolgtem Radwechsel in die Prüf- und Wartungsroutinen einbauen, die in den Fahrzeugunterlagen vom Monteur zu dokumentieren ist. Diese Maßnahmen werden auch bei den für die Subunternehmen der RVE sowie bei den weiteren Gesellschaften der DB Stadtverkehr in NRW umgesetzt.
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