„Quinta” zeigt der Konkurrenz die Hufe

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
kaltbild-quer
Mit voller Kraft voraus: Auch beim 23. Kaltblutrennen in Mützenich wurden wieder spektakuläre Zweikämpfe geboten. Foto: P. Stollenwerk

Mützenich. Zu einer Art Höfener Dorfmeisterschaft wurde am Samstagabend das 23. Kaltblutrennen in Mützenich. Bei der traditionsreiche Veranstaltung auf dem hervorragend präparierten Geläuf des Springparcours Im Brand hatte unter den 15 Teilnehmern am Ende mal wieder Seriensieger Horst Steffens und seine achtjährige „Quinta” die Nase vorn.

In einem einseitigen Finale gegen den Ortskonkurrenten Bernhard Ungermann auf „Anabell” ritt Steffens mit seinem blauen Brabanter den inzwischen sechsten Sieg ein.

Seite an Seite waren beiden Kolosse im Finale gestartet, in der erster Kurve des 400 Meter-Ovals berührten die beiden massigen Kraftpakete sich, Ungermann geriet aus dem Tritt und anschließend aus der Spur, sodass Horst Steffens entspannt bereits nach einer von eigentlich zwei geplanten Runden durchs Ziel gehen konnte.

Seine und die Leistung des Kaltblutes verdienen dabei besondere Anerkennung, da Quinta erst vor drei Wochen ein Fohlen zur Welt gebracht hat. Der Nachwuchs namens „Quin” wurde während der anschließenden Ehrenrunde vom stolzen Besitzer den begeisterten Zuschauer vorgeführt.

Einmal im Jahr bebt in Mützenich die Erde, wenn der Reiterverein St. Georg am ersten Augustwochenende zu seinem großen Turnier mit dem Kaltblutrennen als Höhepunkt einlädt. Rund 1000 Zuschauer säumten den Rundkurs, als die zwischen 600 und 1200 Kilo schweren Tiere Aufstellung nahmen und die 12-jährige Johanna Schreiber als Glücksfee die Zweier-Paarungen für den Wettbewerb zog, der im Ko-System ausgetragen wurde.

Vereinsvorsitzender Ingo Scheffen und Frank Schreiber moderierten den unterhaltsamen Wettbewerb und bewahrten auch bei einem kurzen Stromausfall die Ruhe.

„Das Laufen ist für die Tiere ungewohnt”, erläutert Jugendwartin Franziska Schreiber. Im Alltag werden die Kolosse beim Holzrücken eingesetzt oder ziehen gemütlich Planwagen und Kutschen durch die Landschaft. Auch muss es gelingen, die Tiere nach dem Start in Schwung zu bringen, „und schließlich ist es gar nicht so leicht, die Pferde wieder zum Stehen zu bringen”, erläutert die Jugendwartin die außergewöhnlichen Anforderungen beim Kaltblutrennen. Die Zuschauer sahen insgesamt 14 bärenstarke Zweier-Duelle, und immer wieder ist es spektakulär und erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit die Schwergewichte übers Geläuf donnern.

Am Ende eines schönen Sommerabends konnten die zahlreichen Zuschauer dann noch den Ausklang einer gelungenen Veranstaltung am Vennrand erleben, ehe der Platz für die weiteren Wettbewerbe am nächsten Morgen hergerichtet wurde.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert