Schmidt - Projektwoche des ABK-Hilfwerks: Mit Geschick und Kreativität zum Erfolg

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Projektwoche des ABK-Hilfwerks: Mit Geschick und Kreativität zum Erfolg

Von: ale
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Da war Fantasie gefragt: Während der Projektwoche stellten die jungen Erwachsenen der Trainingswerkstatt des ABK-Hilfwerks aus Metall schöne und dekorative Dinge für Haus und Garten her. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. In der Trainingswerkstatt des ABK-Hilfswerks in Schmidt ging am Freitag die Projektwoche zu Ende. Mit originellen Präsentationen und Vorführungen zeigten die jungen Erwachsenen, wie sie sich mit den Themen der Woche beschäftigt hatten.

Im ABK-Hilfswerk (die Abkürzung bedeutet „Anleitung - Begleitung - Kommunikation”) werden junge Menschen betreut, die seelische Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Sie leben in der Eifel in fünf Wohnheimen und sollen in der Werkstatt mit handwerklichen und hauswirtschaftlichen Arbeiten vertraut gemacht werden. Ziel ist es, den jungen Erwachsenen wieder den Weg in die Gesellschaft zu weisen.

René Malerbe, einer der Pädagogen im ABK, begrüßte die Bewohner und Betreuer in der Werkstatt und erinnerte: „Vor der Projektwoche gibt es meist etwas Unruhe, der eine oder andere kann sich noch nicht vorstellen, dass ihm die Arbeit zu einem bestimmten Thema Freude machen wird. Doch es war auch diesmal wieder schön, zu sehen, dass Ihr im Verlauf der Woche richtig gut mitgemacht habt. Wir alle stellten fest: Es macht Spaß.”

Ein Projekt war mit „Abenteuer Leben - Sport und Spiel” überschrieben. Es wurde gewandert, ein Besuch im Labyrinth im Dreiländereck stand auf dem Programm und als echte Mutprobe der Höhenerlebnispfad Raffelsbrand. Davon erzählten die Teilnehmer begeistert; wie man die Angst überwunden hat und was es in luftiger Höhe für tolle Eindrücke gab, das war ein tolles Erlebnis.

Hier traf man mit der Projektgruppe „Wald erleben” zusammen. Die hatten auf verschiedene Weise ganz intensiv das Leben im Wald erfahren, Tastsinn und Gehör geschärft, einen Staudamm gebaut und waren im Rursee geschwommen.

„Kunst aus Metall” hatte eine andere Gruppe hergestellt. Zunächst wurden Ideen gesammelt. Bei einer Künstlerin bewunderten die Jungs einige Objekte, anschließend machten sie sich auf die Suche nach Metallschrott, doch so leicht war der nicht zu finden. Schließlich wurden aus Moniereisen die fantasievollsten Dinge geformt: eine Katze, eine Spinne, eine Schlange. Auch ein Ornament für den Garten, in dem glitzernde farbige Kugeln verarbeitet worden waren, fand viel Aufmerksamkeit. „Es hat auch Rückschläge gegeben”, berichteten die Kunsthandwerker, „doch geht nicht gibts ja nicht beim ABK.”

Ihre Erfahrungen mit „Modern Dance” schilderte eine mutige Tanzgruppe. In einer Imgenbroicher Tanzschule hatten sie einige Grundschritte erlernt, das Tempo wurde immer schneller, bis man im flotten Rhythmus einige Formationen beherrschte. Für die Vorführung von vier Damen und einem Herrn wurde begeistert applaudiert.

Bei „Frauen-Power” war kein Mann zugelassen. Die Damen hatten selbst eine schicke Tasche genäht, im Fitness-Studio was für ihren Körper getan und sich beim Friseur stylen lassen. In einer Art Kampflied „Frauen haben Power” (nach der Melodie des Ärzte-Songs „Männer sind Schweine”) trugen sie in witziger Weise die Erfahrungen der Power-Woche vor. Hier durfte ausnahmsweise ein Mann mitmachen, weil er Gitarre spielen konnte.

Um einen „Cajon” zu bauen, braucht es Konzentration und Genauigkeit, stellte die nächste Gruppe fest. Doch dass man mit dieser Holzkiste richtig gute Percussion machen kann, bedeutete ein nachhaltiges Erfolgserlebnis. Die Vorführung klappte so beeindruckend, dass eine Zugabe gefordert wurde.

Die Pädagogische Leiterin, Christiane Rappenecker, ist überzeugt, dass diese Projektwoche die Geschicklichkeit, Kreativität und das Selbstbewusstsein der jungen Menschen gefördert hat.
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