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Produktionshalle in Rollesbroich steht in Flammen

Von: P.St.
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Feuer
Dichter Rauch breitet sich am Mittwochvormittag über dem Gewerbegebiet Rollesbroich aus. Aus noch ungeklärter Ursache war hier eine Produktionshalle in Brand geraten. Foto: Peter Stollenwerk

Rollesbroich. Eine dichte, schwarze Rauchwolke verdunkelte am Mittwochvormittag für rund eine Stunde Teile des Gewerbegebietes Rollesbroich. Zeitweise war auch die Bundesstraße 266 komplett vernebelt.

Gegen 10.30 Uhr war in einer Produktionshalle der Firma Breidenich ein Feuer ausgebrochen, das sich rasend schnell in der rund 600 Quadratmeter großen Halle ausbreitete. Der Brandherd lag in der Absaugung der Lackieranlage des Spezialbetriebes für Oberflächenbeschichtungen. Nach Beobachtungen von Anliegern war schon einige Zeit vor Ausbruch des Feuers auffällig starker Rauch aus dem Kamin ausgetreten.

Zwei in der Halle tätige Mitarbeiter schlugen sofort Alarm, als sie das Unglück bemerkten. Nach und nach rückten die Löschzüge aus dem Gemeindegebiet Simmerath mit insgesamt 12 Fahrzeugen an, um, eingeteilt in drei Einsatzabschnitte, aus zahlreichen Rohren das Flammenmeer mit Wasser zu bekämpfen, das sich laut Feuerwehrsprecher Rolf Förster „schlagartig” ausbreitete.

Den 60 anwesenden Wehrleuten unter der Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Christian Förster gelang es aufgrund des gezielten Vorgehens ein Übergreifen des Feuers auf in direkter Nachbarschaft befindliche Betriebsstätten zu verhindern. Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden. Eine Schrecksekunde gab es allerdings für die freiwilligen Helfer, als mit lautem Knall drei Propangasflaschen explodierten.

Nach gut einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, gegen 13.30 Uhr traten die Löschgruppen wieder den Rückzug an. Da man aber die Situation in der völlig ausgebrannten Halle nicht konkret beurteilen konnte, blieb in der Nacht eine Brandwache vor Ort.

Eine der ersten Maßnahmen der Feuerwehr bestand darin, die Umweltbelastung durch die enorme Rauchentwicklung zu ermitteln. Auch wenn die Messergebnisse weit unter den zulässigen Grenzwerten lagen, wurden dennoch die in der Nähe liegenden Betriebe aufgefordert, ihre Filter- und Absauganlagen vorübergehend außer Betrieb zu nehmen wie auch die Fenster zu schließen. Problematisch für die Feuerwehr war der kräftige Wind, der zudem mehrfach die Richtung wechselte.

Zur Schadenshöhe konnten zunächst weder die Feuerwehr noch der Firmeninhaber genauere Angaben machen.
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