Steckenborn/Berlin - Preisverleihung in Berlin: Unter 123 Schulen die Nummer eins

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Preisverleihung in Berlin: Unter 123 Schulen die Nummer eins

Von: P. St.
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Jubel in Berlin: Das Regenwald-Tipi (im Hintergrund) hat der Klasse 4a der Grundschule Steckenborn Glück gebracht. Bei einem bundesweiten Wettbewerb des Textilverbandes landete das Projekt auf Platz eins.
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Steckenborn/Berlin. Großer Jubel herrschte jetzt an der Gemeinschaftsgrundschule Steckenborn: Mit ihrer „Regenwald“-Kreation erreichte die Klasse 4a mit ihrer Lehrerin Anke Burchardt-Sanchez den Gesamtsieg im textilen Schülerwettbewerb „Hülle und Fülle“.

Eingereicht hatte die Klasse ein phantasievioll gestaltetes 2,20 Meter hohes Tipi. Die Preisverleihung des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs fand kürzlich in den Räumen des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie in Berlin statt.

Insgesamt wurden 11 Schülergruppen für ihre Arbeiten mit textilen Materialien ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte in vier Gruppen (Grundschule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II und Förderschulen). Dazu gab es noch einen Preis für den besten Gesamteindruck und der ging nach Steckenborn! Einen Strickcomputer und Sachpreise gab es als Belohnung.

„Der Wettbewerb regt auf der Basis zeitgemäßer Textildidaktik zur intensiven Auseinandersetzung mit Textilien, textilen Techniken und textilem Design an“, lautete die Idee des Verbandes.

2000 Schüler machten mit

Aufgabe des Wettbewerbs war es, aus der Fülle der textilen Materialien kreativ zu werden und zum Beispiel eine textile Hülle zu entwerfen und anzufertigen. Beteiligt hatten sich mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler aus 123 Schulen im gesamten Bundesgebiet. Die Arbeiten wurden bewertet von einer Jury unter Leitung von Frau Prof. Dr. Waltraud Rusch, Prorektorin der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und Vorsitzende des Fachverbands Textil. Den zweiten Platz in der Primarstufe belegte die Grundschule Hillesheim (Rheinland-Pfalz) vor der Grundschule in Aystetten (Bayern).

Zu Beginn des Projektes hatten sich die Kinder der Klasse 4a intensiv mit der Bedeutung des Wettbewerbs-Themas „In Hülle und Fülle“ auseinandergesetzt. Aufgabe war es, in einem kleinen Notizheft aufzuschreiben, wo in der Natur und der persönlichen Umwelt Dinge in Hülle und Fülle auftreten. Daneben sollten alle bekannten textilen Techniken aufgelistet werden.

Regelmäßig stellten die Kinder in Gruppen ihre Ergebnisse vor und diskutierten zunehmend mehr, welche Themen sich textil umsetzen lassen könnten. Zum Schluss blieben drei Themen übrig und durch Abstimmung fiel die Entscheidung auf das Thema „Regenwald – Grüntöne in Hülle und Fülle“.

Die Kinder sammelten grüne Materialien und bald hatte man eine große Kiste mit Stoffen, Wollresten, Garnen, Perlen und Knöpfen zusammen, die mit verschiedenen Handwerkstechniken verarbeitet wurden. Zunächst sollte ein großes Bild entstehen. Die Kinder überlegten dann, was man mit diesem „Bild“ verhüllen könnte. Als schließlich ein Kind meinte, man könnte doch ein Tipi machen, war die Entscheidung gefallen.

Fleißig wurden die Stoffstücke mit gehäkelten, gestrickten, geflochtenen, gedrehten und gewebten Blättern und Ästen geschmückt. Auch der Vorschlag eines Kindes hin, die Bedrohung des Regenwaldes mit darzustellen, wurde eingebunden. Dann wurde das Tipi für den Wettbewerb eingereicht.

Als die Kinder hörten, dass sie zu den Preisträgern gehörten, war die Freude groß. Zur Preisverleihung in die Bundeshauptstadt ging es mit 12 Kindern und einigen Eltern. Verbunden war der mehrtägige Besuch mit einer Kinder-Rallye durch Berlin.

Bei der Preisverleihung wurde es noch einmal spannend, da die Platzierung nicht bekannt war. „Wir haben uns riesig darüber gefreut, dass unser Tipi den ersten Platz belegt hat“, berichtet Klassenlehrerin Anke Burchardt-Sanchez von einer emotionalen Veranstaltung.

Nachdem die Preise in den anderen Kategorien verliehen worden waren, wurde es noch einmal still im Raum, denn jetzt sollte der Hauptpreis vergeben werden. Keiner hatte damit gerechnet, dass die Jury der Arbeit der Steckenborner Schüler den Gesamtsieg zuerkennen würde. Die Klassenlehrerin: „Zunächst fast fassungslos, doch dann überglücklich und stolz haben wir die Bühne nochmals erstürmt!“

Zurück bleiben nun am Ende der Grundschulzeit viele schöne Erinnerungen an ein gelungenes Projekt. Anke Burchardt-Sanchez: „Wir hatten während des Handarbeitens viel Spaß und wir alle haben technisch viel dazugelernt. Morgens vor dem Unterricht, in den Pausen und auch oft nach der Schule in den Nachmittag hinein wurde emsig gearbeitet. Das war eine tolle Zeit und dass das Tipi diese Auszeichnung erhalten hat, war natürlich ein superschöner Abschluss des Projektes“.

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