Polizei sucht im Schulbus nach Vandalen

Von: mkl
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Direkte Ansprache: Polizist Bernd Goffart spricht mit den Schülern direkt am Ort des Geschehens über den Vandalismusvorfall vom Tag zuvor und fordert Zivilcourage. Foto: Mira Kleine

Monschau. Da waren die Schülerinnen und Schüler des St. Michael-Gymnasiums in Monschau ganz schön überrascht, als plötzlich der Bezirkspolizist Bernd Goffart (52) um 13.10 Uhr mit ihnen in den gut gefüllten Bus nach Roetgen einstieg.

Er klärte die Jugendlichen schnell auf, was der Grund für seinen ungewöhnlichen Besuch sei: „Während der gestrigen Busfahrt wurden hier in diesem Bus drei Sitze aufgeschlitzt und angekokelt.” Deshalb wurde Anzeige erstattet, die Kriminalpolizei in Stolberg wird in diesem Fall ermitteln.

Der Busfahrer Helmut Felser entdeckte die Sachbeschädigung unmittelbar, nachdem er alle Schüler nach Hause gebracht hatte, da er nach jeder Einsatzfahrt seinen ganzen Bus kontrolliert. Daraus schließt er, dass der Vandalismus während der Fahrt nach Roetgen nach der sechsten Schulstunde stattgefunden haben muss.

Ziel der Polizei Monschau war es, in einer direkten Kontaktaufnahme zu den Schülern an Vernunft und Verantwortungsbewusstsein zu appellieren. „Zivilcourage heißt vor allem Mut”, sagte Bernd Goffart mitten im Busgang stehend zu den Schülern. „Ich möchte Euch gezielt ansprechen, wenn jemand Hinweise zur Tat hat - besonders auch zu den Tätern selbst - sollten diese bitte dringend gemeldet werden.”

Wer Angst habe, als Verräter dazustehen oder die Sachbeschädigung öffentlich zuzugeben, soll sich an die Vertrauenslehrer der Schule oder direkt an die Polizei wenden. Auch die Lehrer werden das Problem in ihren Klassen ansprechen.

Mehrere zehntausend Euro muss die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs AG (ASEAG) jährlich für mutwillige Sachbeschädigungen in Bussen ausgeben. Dem zur Folge müssen dann auch die Fahrpreise steigen. „Es sind immer einzelne Menschen, die diese Schäden verursachen, aber die Allgemeinheit muss es ausbaden”, so Rainer Nitzke von der Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein GmbH (RVE).

Die Polizisten warfen noch einen Blick auf die Beschädigungen an den hinteren Sitzen des Busses, dann konnten die Gymnasiasten mit nur wenigen Minuten Verzögerung nach Hause fahren.
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