Imgenbroich - Pläne für Imgenbroich: Erstes Ausloten der Stimmungslage

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Pläne für Imgenbroich: Erstes Ausloten der Stimmungslage

Von: P. St.
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Die Informationsveranstaltung der Stadt Monschau zur weiteren Entwicklung in Imgenbroich stieß auf großes Interesse. Rund 90 Bürger kamen ins Casino. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Noch ist nichts passiert. Aber konkrete Ideen, wie die Entwicklung in Imgenbroich auf die nächsten 15 bis 20 Jahre gesehen weitergehen könnte, hat die Stadt Monschau gemeinsam mit ihrem Planungsbüro sehr wohl entwickelt. Auf der Grundlage dieser Ideensammlung, die vor allem die weitere Ansiedlung des Einzelhandels betreffen, suchte die Verwaltung jetzt den Weg in die Bürgerschaft.

Die von Bürgermeisterin Margareta Ritter initiierte Informationsveranstaltung stieß auf großes Interesse; rund 90 Bürger füllten das Casino.

Ein einheitliches Bild kann die Stadt von dieser Veranstaltung nicht mitnehmen, denn eine Reihe von Bürgern meldeten sich mit kritischen Anmerkungen zu Wort. Ob die schweigende Mehrheit zu den Befürwortern gehört, wird das weitere Verfahren zeigen.

Für Bürgermeisterin Margareta Ritter war die Veranstaltung auch bedeutsam, um zu zeigen, dass „wir aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben”, wie sie ehrlich bekannte.

Bei der Entwicklung des Gewerbegebietes Imgenbroich-Nordwest hatte es heftige Gegenreaktionen von Anwohnern gegeben. Zwar sei für dieses Gebiet Planung bereits 2001 beschlossen worden, aber die konkrete Umsetzung sieben Jahren später sei für die Bürger dann doch „etwas plötzlich” gekommen. Eine solche Situation soll sich ob die Zukunft nicht wiederholen, deshalb wolle man, so Ritter, gemeinsam mit der Bevölkerung Ideen sammeln und Vorstellungen entwickeln, „wie es in in Imgenbroich weitergehen könnte.”

Rainer Schmidt-Illguth von der BBE-Handelsberatung erläuterte zuvor kurz die Kernpunkte des Einzelhandelsgutachtens für Imgenbroich. Demnach verfüge Imgenbroich als „zentraler und wichtigster Einkaufsplatz” im Südkreis noch über Entwicklungspotential. Die weitere Entwicklung des Einzelhandels solle aber in eine städtebauliche Konzeption eingebunden werden. Schmidt-Illguth: „Es gibt Ansiedlungs-Interesse und diesem Interesse sollte Rechnung getragen.” Auch die demographische Entwicklung werde nichts daran ändern, dass die Entwicklung im Einzelhandel weitergehe.

Einigkeit besteht darüber, dass der Kernbereich Victor keinen Ausbau mehr verträgt; daher sei die Ansiedlung von weiterem Einzelhandel nur im Anschluss an das Gewerbegebiet Nordwest (Dänisches Bettenlager, Lidl etc.) in Richtung Konzen sinnvoll.

Wünschenswert ist laut Gutachter auch eine bessere Verzahnung mit dem Ortskern, indem der Bereich an der Tankstelle aufgewertet werde.

Die mögliche Flächenerweiterung umfasst ein Areal von sechs Hektar, das als Mischgebiet ausgewiesen werden soll unter Berücksichtigung der Abstandsflächen für die Wohnbebauung.

Das Interesse der Stadt, erläuterte Bürgermeisterin Ritter, gehe nicht dahin, alle Flächen aufzukaufen. Vielmehr benötige man Grunderwerb für die Verkehrserschließung und für den gegenüber dem dem Himo angedachten zentralen Bushof.

Der ÖPNV-Platz mit einem stündlichen Ringbusverkehr in alle Ortsteile wie auch der an dieser Stelle gewünschte Kreisverkehr wären nicht nur förderungsfähig, sondern sollen auch die Verbindung nach Aachen schneller und komfortabler machen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bushof direkt an der Bundesstraße liegt.

Wenig Begeisterung riefen die Pläne bei den Anwohnern der Bundesstraße hervor, die durch die rückwärtige Bebauung und den Busplatz den Verlust ihrer Ruhezonen und stattdessen mit Dauerlärm befürchten.

Während der Diskussion geäußerte Vorschläge, den Bushof in den Bereich des Pendlerparkplatzes am Bahnhof Konzen zu verlegen, sollen ebenfalls geprüft werden wie auch die Anregung, die Busse hinter das Himo zu bringen. Attraktiv erschien ein Vorschlag, den Bushof auf das Gelände der ehemalige Gaststätte Zur Linde zu legen, doch dieses Grundstück gehört der Stadt nicht.

Margareta Ritter machte am Ende der sachlichen Diskussion noch einmal ihr Anliegen deutlich: „Es geht um die Wahrnehmung der Interessen der Bevölkerung und die Frage, ob eine weitere Entwicklung gewollt ist.”
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