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Piepmatz mit großer Stimme ist Vogel des Jahres

Von: gük
Letzte Aktualisierung:
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Der Gartenrotschwanz ist der Vogel des Jahres 2011. Foto: Günter Krings

Nordeifel. Als Vogel des Jahres 2011 hat der Nabu den Gartenrotschwanz gekürt, einen der schönsten Singvögel unserer Heimat. Er will damit auf den Gefährdung dieses Vogels aufmerksam machen und Schutzmaßnahmen verstärken.

Der ursprüngliche Lebensraum dieses Vogels waren in Mitteleuropa lichte Urwälder mit Altholzbeständen, in denen ausreichend Höhlen oder Halbhöhlen als Nisgelegenheit vorhanden waren. Lichte und aufgelockerte Altholzbestände, Waldränder, Parks, Friedhöfe und alte Obstgärten bieten ihm heute sowohl in der flachen Landschaft als auch im Gebirge bis zu 2000 Metern Höhe Brutgelegenheiten.

In unserer Region ist der Gartenrotschwanz Brutvogel, wenn auch längst nicht so häufig wie sein naher Verwandter, der Hausrotschwanz, der gerne an Gebäuden Nester anlegt. Die Anzahl der Brutpaare kann aber von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein. Er kann in allen Ortschaften vorkommen, vorzugsweise aber dort, wo ausreichend Nistgelegenheiten vorhanden sind: in der Heckenlandschaft bei Eicherscheid und in den Ortschaften im Rurtal.

Die Gartenrotschwänze sind Langstreckenzieher und überwintern im südlichen Afrika. In der zweiten Aprilhälfte treffen sie wieder in den Brutgebieten ein und die Männchen, die vor den Weibchen ankommen, besetzen sofort ein Revier und markieren es durch intensiven Gesang, der schon früh am Morgen vor Sonnenaufgang beginnt.

Gefällt dem Weibchen die angebotene Nisthöhle, baut es in drei bis vier Tagen aus trockenen Halmen, kleinen Wurzeln, Fasern, Moos und Blättern das Nest aus und polstert die Mulde mit Tierhaaren und Federn. Wenn das Gelege komplett ist, brütet das Weibchen 13 oder 14 Tage lang, bis die Jungen schlüpfen. Beide Eltern füttern die jungen Nachkommen. Nach knapp zwei Wochen verlassen die Jungen das Nest, werden aber noch mindestens zehn Tage von ihren Eltern gefüttert, bevor sie selbständig Nahrung suchen können.

Nahrung sind vor allem Insekten und Spinnentiere des Bodens, aber auch Bäume werden nach Nahrhaftem abgesucht. Da es in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft häufig an Baumhöhlen oder anderen natürlichen Höhlen mangelt, kann man diesem schönen Singvogel helfen, indem man halboffene Nistkästen an alten Bäumen im Garten oder am Waldrand aufhängt.
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