Piano-Spende rettet Weihnachtskonzert

Letzte Aktualisierung:
ggs-roetgenbild3
Den gut 70 Kindern des Schulchors gelang es auch in diesem Jahr, gemeinsam mit den Kindern aus den Arbeitsgemeinschaften „Instrumentales Musizieren” und „Theater” zwischen den Herbstferien und Weihnachten in nur elf Unterrichtsstunden ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm einzustudieren. Foto: Schule

Roetgen. Seit mehr als 20 Jahren sitzen erwartungsvolle Eltern und fröhliche Kinder kurz vor Weihnachten in der stets gut besuchten und festlich geschmückten Aula der Gemeinschaftsgrundschule Roetgen. Am Dienstag geschah das vielleicht zum letzten Mal, denn der Neubau des Bürgersaals, der auch Aula sein wird, macht Fortschritte.

Den gut 70 Kindern des Schulchors gelang es auch in diesem Jahr, gemeinsam mit den Kindern aus den Arbeitsgemeinschaften „Instrumentales Musizieren” und „Theater” zwischen den Herbstferien und Weihnachten in nur elf Unterrichtsstunden ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm einzustudieren. Darauf freuten sich nicht nur die Eltern der kleinen Musikanten und Schauspieler, sondern auch Großeltern, Tanten und Onkel.

So konnte die Schulleiterin, Elisabeth Gerhards-Eckert, zahlreiche Gäste begrüßen, unter ihnen auch Roetgens Bürgermeister Manfred Eis.

In ihrem Grußwort würdigte sie die Unterstützung der Schule durch Eltern und Fördervereine, die besonders auch in der Vorweihnachtszeit sehr aktiv waren. Stolz konnte die Schulleiterin an diesem Abend das neue E-Piano präsentieren, das an diesem Tag erstmalig öffentlich zum Einsatz kam. Das Vorgängerinstrument hatte ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit seinen Geist aufgegeben und damit die diesjährige Aufführung gefährdet.

Doch schnell und unbürokratisch eilte der Förderverein „Pro Schule” zu Hilfe und spendete ein neues E-Piano. Die anwesenden Vertreter des Fördervereins, Albrecht Mauer und Stephan Speitkamp, freuten sich über das Lied zur Eröffnung der Feierstunde, das die Kinder als kleines Dankeschön für die Vereinsspende sangen.

Herzlich begrüßte die Schulleiterin auch Stefan Schmitz am E-Piano, der die Nachfolge von Aegid Lennartz angetreten hat. Sowohl der Schulchor als auch die Instrumentalgruppen konnten sich auf seine einfühlsame und professionelle Begleitung verlassen. Und die Theater-AG überraschte er während ihres gelungenen, unkonventionellen Auftritts mit einer spontanen, bluesigen Improvisation.

Zwischen dem besinnlichen Auftakt „Es gibt so wunderweiße Nächte” nach einem Gedicht von Rainer Maria Rilke und dem vom Publikum mitgesungenen Weihnachtslied „O Tannenbaum” zum Abschluss spannte sich ein abwechslungsreicher musikalischer Bogen von Instrumental- und Chormusik.

Die Blockflöten-AG wagte sich an ein sehr anspruchsvolles Stück aus dem Frühbarock und an Joseph Haydns „Sinfonie mit dem Paukenschlag”, was deutlich machte, dass die Kinder nicht nur viel Fleiß, sondern auch eine ganze Portion Musikalität mitbrachten. In Erwartung des Weihnachtsfestes beteuerten die Kinder musikalisch dann sehr überzeugend, dass sie stets „Brav, lieb und fleißig” waren, was mit Blick auf die unschuldigen Gesichter durchaus glaubhaft wirkte.

Es wurden klassische Arrangements und Weihnachtslieder wunderschön von Blockflöten, Klarinetten und Geigen begleitet sowie spritzige Gospellieder geboten, welche die Kinder mit Temperament und gutem rhythmischen Gefühl präsentierten. Selbst Weihnachtslieder in russischer, schwedischer und englischer Sprache wurden von den Grundschülern teilweise mehrstimmig mit Bravour gemeistert.

„Es gehört viel Mut und Konzentrationsfähigkeit dazu, vor einem so großen Publikum einen Solopart oder mehrstimmige Stücke in einer fremden Sprache zu spielen und zu singen. Das habt ihre alle toll gemacht”, lobte Chorleiter Mathias Hartisch dann zu Recht. Auch Lehrerin Anja Calbow war sichtlich stolz auf ihre Schützlinge, und das Publikum belohnte die gelungenen Darbietungen mit viel Applaus.

Im Namen des Fördervereins „Fördi Nimmersatt” bedankte sich Schulpflegschaftsvorsitzender Helmut Jansen mit einem süßen Präsent bei den Schülerinnen und Schülern. Die Augen der jungen Sänger und Instrumentalisten strahlten vor Stolz und sie schienen nach dem Konzert tatsächlich zwei Zentimeter größer zu sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert