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Phantasie, Charme und Wortwitz bei Jim Knopfs Geburtstag

Von: hes
Letzte Aktualisierung:
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Schnell waren Groß und Klein gefangen vom Charme der Darsteller des Musicals „Happy Birthday, Jim Knopf!”

Monschau. Wer kennt sie nicht, die Geschichten von Jim Knopf, Lukas dem Lokomotivführer und den sympathischen Bewohnern der Insel Lummerland, regiert von König Alfons dem Viertel-vor-Zwölften?! Generationen von Kindern sind mit der Lok Emma auf die spannenden Reisen nach Mandala, Ping oder ans Ende der Welt gegangen und fieberten mit Findelkind Jim Knopf bei seinen Abenteuern.

Nun machte Emma mit allen ihren Freunden Station in Monschau und begeisterte mehr als 100 Kinder sowie eine ähnlich große Zahl an großen Abenteurern. Das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) hatte in Kooperation mit der Stadt Monschau das mitreißende Musical „Happy Birthday, Jim Knopf” in die Eifel geholt und setzte damit einen fulminanten Schlusspunkt unter das diesjährige Kulturfestival der Städtregion Aachen.

Einziger Wermutstropfen einer ansonsten perfekten Veranstaltung war, dass viele der rund 240 Sitzplätze in der Aula der Hauptschule leer blieben, obwohl - oder weil? - der Eintritt frei war und man sich lediglich vorher hatte anmelden müssen.

„Das ist wirklich ärgerlich”, zeigte Initiatorin Nina Mika-Helfmeier kein Verständnis für rund 50 angemeldete Besucher, die am Freitagnachmittag kurzfristig einfach nicht erschienen und damit auch rund 60 Kindern und Erwachsenen auf der Warteliste die Chance nahmen, in den Genuss der Aufführung zu kommen.

Wer nicht gekommen ist, hat eindeutig etwas verpasst: Über zwei Stunden bestes Kindertheater mit Charme, Wortwitz und viel Musik gingen da anlässlich des 80. Geburtstages von Kinderbuchautor Michael Ende (+1995) und zum 50. Jubiläum von Jim Knopf über die Bühne.

Sofort waren Groß und Klein gefangen vom Charme des Spielmannes, schon bald hoben Eltern, Großeltern und Kinder mit Begeisterung die Arme huldigend zum „Vivat! Vivat! Vivat!” beim Erscheinen des Königs, krächzten wie Geier und riefen „Bim!” (die Kinder), „Bam!” (die Mamas) und „Bom!” (die Papas), um die ferne Turmuhr zu imitieren.

Bekannt und doch spannend erzählt in Wort und Musik, entsteht in der Musical-Inszenierung von Christian Berg die Welt von Lummerland, dem Kaiser von China und dem Drachental. Einziger Unterschied zu der Fassung, die wohl jeder von der Augsburger Puppenkiste oder aus dem Buch von Michael Ende kennt: Jim Knopf hat Geburtstag und so sind all seine spannenden Abenteuer in eine große Geburtstagsparty verpackt.

Dabei ist Jim anlässlich seiner 50 Jahre eigentlich gar nicht nach Feiern zumute. Doch was er nicht weiß: Der König von Lummerland, Alfons der Viertel-vor-Zwölfte, plant eine Überraschungsparty und lädt alle Freunde ein, die Jim Knopf damals bei seinen großen Abenteuern begleitet haben.

Ob Frau Waas und Herr Ärmel, der Scheinriese Herr Tur Tur, Frau Mahlzahn, Ping Pong, der Halbdrache Nepomuk und Prinzessin Li Si - sie alle schauen vorbei und lassen noch einmal ihre spannendsten Erlebnisse Revue passieren. Natürlich lassen es sich Lukas der Lokomotivführer und seine Lok Emma auch nicht nehmen, ihrem besten Freund zu gratulieren.

Auch wenn die Aufführung mit mehr als zwei Stunden zumindest für die jüngsten Besucher schon Stehvermögen erforderte, wurde bis zuletzt zugehört, zugeschaut, mitgesungen und mitgemacht - wahres Kindertheater eben. Und die Großen schmunzelten bei immer wieder eingestreuten Gags über Barack Obama, UPS oder den freundlichen Versicherungsmann, den jeder kennt.

Das Musical „Happy Birthday, Jim Knopf”, das schon in vielen deutschen Städten und auf großen Bühnen zu sehen war, stammt aus der Feder von Christian Berg, die Musik dazu schrieb der bekannte Liedermacher Konstantin Wecker. Es hätte, wie überall, auch in Monschau restlos volle Sitzreihen verdient gehabt ...
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