Pflicht für Jecken, Asyl für Karnevalshasser

Von: hes
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„Janz Jeck” heißt das Programm, mit dem das deutschlandweite bekannte und beliebte Improvisationstheater „Springmaus” am 18. Februar in der Vereinshalle Kalterherberg gastiert. Georg Roth, Margie Kinsky und Paul Hombach versprechen einen lustigen Abend zum Mitmachen „in deutlich weniger als vier Stunden”.

Nordeifel. Ob im Kostüm, im Anzug oder unverkleidet: Das Bonner Improvisationstheater Springmaus gastiert am Freitag, 18. Februar, um 20 Uhr in der Vereinshalle Kalterherberg und will das Kunststück fertig bringen, Anhänger und Gegner des rheinischen Brauchtums unter einen Hut zu bringen.

„Janz Jeck” heißt das Programm, mit dem das deutschlandweite bekannte und beliebte Spontan-Theater in die Eifel kommt.

Am närrischen Treiben scheiden sich die Geister: Da treffen die organisierten Jecken auf die Menschen, die nicht verstehen können, warum man ausgerechnet an den „tollen Tagen” so verrückt sein soll. „Janz Jeck ist sozusagen ein Migrationsförderprogramm für Karnevalsjecken und für Menschen, die Pocken kriegen, wenn sie Ône Kamelle nur von weitem sehen”, sagt Georg Roth, der am 18. Februar gemeinsam mit Margie Kinsky und Paul Hombach die Bühne in der Vereinshalle zum Zentrum der Spontaneität machen möchte.

Der 59-Jährige, seit 15 Jahren beim Bonner Theater, weiß aus eigener Erfarung, dass auch der eher zurückhaltende Eifeler bei entsprechender Ansprache aus sich herausfindet: „Wir waren ja schon einmal in Kalterherberg, und diese Veranstaltung haben wir als tollen Abend in Erinnerung behalten”, erinnert sich Roth im Gespräch mit der Lokalredaktion.

Wer noch keine Ahnung vom Karneval hat, wird am 18. Februar in Kalterherberg eine durchschlagende Einführung in die Rituale und Besonderheiten des Karnevals erhalten, wie die „Springmäuse” versprechen. Und die organisierten Stippeföttche-Spezialisten werden an diesem Abend den Wert von improvisiertem Humor kennenlernen. Denn alle wichtigen Fragen des Karnevals werden aufgegriffen: Als was geht man dieses Jahr? Wie soll ich das Kostüm machen? Wie bereitet man sich auf die Zugteilnahme richtig vor?

Neben Improvisationen und Sketchen, deren Pointen auch ohne Rakete zünden, steht vor allem eines auf dem Programm: Musik! Bekannte Karnevalshits in der Reggae-, Heavy Metal- oder Rap-Version werden auch eingefleischte Jecken nur anfangs irritieren. „Lernen Sie bislang unbekannte Karnevalsschlager von Mozart und Bach kennen! Finden Sie heraus, wie man auch zu Free Jazz schunkeln kann! Tanzen Sie zu rheinischen Gassenhauern in der Interpretation von Grönemeyer! Und erfahren Sie, warum Bob Dylan seine Version von ÈDenn wenn et Trömmelche jeitÇ Gott sei Dank nie veröffentlicht hat!”

Dass der Springmaus-Elferrat aus drei Personen besteht, ist bei alledem nur eine Randnotiz, denn die Zahl der Akteure wird mit Hilfe des Publikums im Laufe des Abends gnadenlos erweitert. Hier hat man endlich die Chance, „einmol Prinz zo sinn” oder Funkenmariechen zu werden, „auch wenn Sie die Wechseljahre schon hinter sich haben”, verspricht das Springmaus-Festkomitee.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 20 Euro bei der Sparkasse in Kalterherberg, 02472/2560, bei der Monschau Touristik, 02472/80480, bei der Buchhandlung Holtmann in Simmerath, 02473/1778 sowie über Köln Ticket, 0221/2801.

Kommende Woche wird die Lokalredaktion Nordeifel außerdem 5x2Karten für das Gastspiel der „Springmäuse” in Kalterherberg an ihre Leser verlosen.

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