Pfarrgemeinderäte: Ein Spiegel der Kirche vor Ort

Von: Heiner Schepp
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„Wählen Sie mal Kirche!” lautet das Motto der Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandswahlen an diesem Wochenende. Auch wenn es in vielen Pfarreien gleichsam nur Bestätigungswahlen sind, weil es nicht mehr Kandidaten als zu besetzende Ämter gibt, ermuntern die Verantwortlichen alle Katholiken, ihre Stimme heute oder morgen abzugeben, um die Ehrenamtler mit einem guten Ergebnis zu stützen. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Ein Spiegel der Katholikinnen und Katholiken vor Ort will er sein, der Pfarrgemeinderat: Engagierte Gläubige - Frauen, Männer, Jugendliche, Senioren - repräsentieren und koordinieren hier die Vielstimmigkeit derer, die sich in Christi Namen versammeln - dort, wo sie zu Hause sind.

Der Pfarrgemeinderat möchte die starke Stimme der Laien in der Kirche vor Ort sein. An diesem Wochenende sind auch in der Nordeifel rund 20.000 katholische Christen ab 14 Jahren aufgerufen, den Pfarrgemeinderat ihrer Heimatgemeinde für die nächsten vier Jahre zu wählen.

„Wählen Sie mal Kirche!” lautet das Motto der Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandswahl 2009. Pfarrgemeinderäte gestalten Kirche mit, auch wenn die Vereinigung von Pfarreien und die Bildung von Pfarrverbünden die Gremienarbeit verändert haben.

Starke Verjüngung

„Es ist eine starke Verjüngung in vielen Pfarrgemeinderäten zu spüren”, hat Karl-Heinz Stoffels, Pfarrer für die sieben Pfarreien der Gemeinschaft von Gemeinden in Monschau festgestellt. Zur Wahl in den Pfarrgemeinderat stellen kann man sich ab 16 Jahren.

Vor allem über die Katechese und Kommunionvorbereitung kommen immer wieder jüngere Menschen mit der Kirche in Berührung und fänden dann erfreulicherweise den Weg zur Mitarbeit in ihrer Gemeinde, so Pfarrer Stoffels.

Dennoch wird die Pfarrgemeinderatswahl heute und morgen in vielen Pfarreien eine reine Bestätigungswahl sein, weil es nicht mehr Kandidatinnen und Kandidaten gibt als zu besetzende Ämter. „Bei der Zahl der zu wählenden Pfarrgemeinderatsmitglieder haben die Gemeinden einen Spielraum, der nach unten wie nach oben, also auch bei einer höheren Zahl von Bewerbern genutzt wird. Jeder, der sich engagieren möchte, soll auch die Möglichkeit dazu haben”, erläutert Karl-Heinz Stoffels.

Der Pfarrgemeinderat übernimmt innerhalb der Pfarrei eine verantwortungsvolle Tätigkeit. So hat er „teil an der GemeindeleitungÓ und trägt gemeinsam mit dem Pfarrer und den pastoralen Mitarbeitern Verantwortung für das pastorale Handeln in der Gemeinde. Pfarrgemeinderäte halten über die eigene Pfarre hinaus auch den Sozialraum der Gemeinschaft der Gemeinden im Blick und gestalten ihn gemeinsam mit anderen Pfarrgemeinderäten.

In Roetgen bilden die Pfarrgemeinden St. Hubertus Roetgen und St. Antoinius Rott bereits in der dritten Wahlperiode einen Gesamtpfarrgemeinderat, dem 16 zu wählende Vertreter - zehn in Roetgen, sechs in Rott - angehören werden. Exakt 16 Kandidatinnen und Kandidaten stehen dafür zu Wahl.

Die sieben Monschauer und elf Simmerather Pfarreien dagegen bilden für ihre Gemeinschaften von Gemeinden (GdG) keine Gesamtpfarrgemeinderäte, wohl aber GdG-Ausschüsse, die übergreifend Arbeit und Termine koordinieren.

„Diese Gremien werden bei der stetig wachsenden Größe der Verbände immer wichtiger”, weiß Pfarrer Michael Stoffels. Auch und gerade deswegen würde sich Stoffels wie auch seine Kollegen in Monschau und Roetgen über eine Wahlbeteiligung im zweistelligen Bereich freuen.
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