Pfarrer Stoffels ist allein für Dekanat Monschau verantwortlich

Von: dm
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Feierten mit einem festlichen Hochamt die Einführung von Pfarrer Stoffels in Höfen: Gemeindereferentin Gisela Ortmann (v.l.), Pater Johannes Lorse, Pfarrer i.R. Karl Schnitzler, Pfarrer i.R. Robert Frings, Pfarrer Karl-Heinz Stoffels, Eifeldekan Erik Pühringer und Pastor i.R. Friedrich Hack. Foto: dm

Höfen. Einer für alle: Karl-Heinz Stoffels (43) ist nun allein zuständiger Pfarrer der sieben Pfarrgemeinden im Dekanat Monschau, ebenso auch Präses der Kirchenchöre und der Schützenbruderschaften. Einst lebten und wirkten in den sieben Pfarren sieben Pfarrer.

Pastor Stoffels weiß um die Größe und Schwere der Aufgabe und Verantwortung. So betete er denn mit dem blinden Bettler Bartimäus im Sonntagsevangelium „Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir”.

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde Karl-Heinz Stoffels am Sonntagnachmittag als Pfarrer der Gemeinden Kalterherberg, Höfen und Rohren eingeführt. „Das ist heute ein ganz besonderer Tag”, sagte Regionaldekan Erik Pühringer, Pfarrer in Mechernich, der zu Beginn des Hochamtes im Auftrag von Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff die Ernennungsurkunde verlas.

Es sei ein „freudiger Aufbruch”. Die Gemeinden sollen bereit sein, Karl-Heinz Stoffels als Pfarrer anzunehmen und ihn zu unterstützen.

Das gelte ebenso für Gisela Ortmann, die als Gemeindereferentin für alle sieben Pfarren zuständig und mitverantwortlich ist. Beide, Pfarrer und Gemeindereferentin, so Dekan Pühringer, haben Auftrag und Aufgabe, ein „glaubwürdiges Zeugnis” zu geben, die Menschen in ihrem Glauben und ihre Verbundenheit mit dem Bischof und der Kirche zu stärken und das Gemeindeleben zu fördern. Im Auftrag des Bischofs dankte Dekan Pühringer dann Pastor Karl Schnitzler, der er nach der Pensionierung nun zum Subsidiar ernannte - befristet bis zum 1. Juli 2012.

Die Eucharistiefeier wurde gemeinsam zelebriert von Pfarrer Karl-Heinz Stoffels, Dekan Pühringer und Subsidiar Karl-Schnitzler, von Pater Johannes Lorse (Monschau) und den Pfarrern i.R. Robert Frings aus Konzen und Friedrich Hack (Höfen). Die pensionierten Priester unterstützen Pfarrer Stoffels nach Kräften.

In einer Prozession zogen die sechs Priester durch die Kirche zum Altar, begleitet von Messdienern aus Höfen, Kalterherberg und Rohren. Musikalisch gestaltet wurde die Festmesse von den Kirchenchören aus Höfen, Rohren und Kalterherberg.

„Irgendwann scheint es für uns Seelsorger Routine zu werden, sich auf Veränderungen, auf immer Neues einzulassen”, sagte Pfarrer Stoffels zu Beginn seiner Predigt. Seit zwei Jahren sei er nun schon Pastor in der GdG Monschau.

Am Sonntag war seine dritte Einführung als Pfarrer: Seit September 2007 ist er für die drei Gemeinden Monschau, Imgenbroich und Mützenich zuständig, dann folgte vor drei Monaten zusätzlich die Pfarrgemeinde Konzen und schließlich Kalterherberg, Rohren und Höfen - jeweils zusammen mit der Gemeindereferentin Gisela Ortmann. Karl-Heinz Stoffels: „Damit sind wir beide nun die pastoral Verantwortlichen für die sieben Pfarrgemeinden der Gemeinschaft der Gemeinden in der gesamten Stadt Monschau. Ich denke, dass wir damit an einen Endpunkt gelangt sind; eine weitere Ausdehnung würde sicherlich weder den Menschen in den Gemeinden noch uns als Seelsorgern gerecht.”

Mit Blick auf die sieben Pfarrgemeinden komme man nicht umhin, umzudenken, Vertrautes aufzugeben, lieb Gewonnenes nicht mehr wie gewohnt verwirklichen zu können. „Dass nicht mehr jede Gemeinde nur auf sich selber schauen kann, sondern sich zunehmend über den eigenen Kirchturm hinaus auf andere zubewegen muss, diese Erfahrung haben wir sicher alle gemacht. Ich wünsche uns, dass wir in dieser Not nie verlernen, Gott um Erbarmen anzurufen, dass er uns auf neuen Wegen der Zusammenarbeit aber auch der Eigenverantwortung für die je eigene Gemeinde begleitet.”

Neue Zeiten böten auch neue Möglichkeiten, nach vorne zu schauen und Dinge anders, aktueller, zeitgemäßer anzugehen, wünschte sich der Seelsorger.

„Nicht resignieren”

Wer aufgrund des Verlustes liebgewonnener Strukturen resigniere und den Kopf in den Sand stecke, der sei wie Bartimäus blind; der sehe allenfalls die Sandkörner in seinen Augen. Die Bitte und der Appell von Pfarrer Stoffels: „Möge Bartimäus uns anregen, uns die Augen öffnen zu lassen, damit wir den richtigen Weg erkennen, der uns immer mehr zusammenführt als Christen, als Glaubende, als Schwestern und Brüder im Glauben.”

Nach dem festlichen Hochamt waren die Gottesdienstbesucher zum „Fest der Begegnung” in die Vereinshalle eingeladen. Musikalisch wurde die Begegnung von der Musikvereinigung „Lyra” Höfen.
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