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Pfarre St. Lucia nimmt Abschied von Seelsorger Ernst Schneider

Von: M. S.
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Abschied und bleibende Erinnerung in den schönsten Bildern von Eicherscheid und Hammer: Ortskartell- Vorsitzender Winfried Löhrer (links) überreicht Pfarrer Ernst Schneider (rechts) zum Abschied eine Broschüre mit romantischen Winkeln und Partien des Golddorfes. Pfarrer Michael Stoffels übernimmt nun zwei weitere Pfarren. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid/Hammer. „Dies ist mein letzter Gottesdienst als Pfarrer der Gemeinden Sankt Lucia und Sankt Bartholomäus. Der Abschied fällt mir nicht leicht. Doch meine angeschlagene Gesundheit zwingt mich, in den Ruhestand zu treten. Möge Gott, der meinen bisherigen Lebensweg und pastoralen Dienst, in Gemeinschaft mit den Gläubigen in Eicherscheid und Hammer, segnend leitete, auch künftig schützend über uns alle wachen.” Bewegende Worte zum Lebewohl eines Geistlichen, der bald 15 Jahre in der Nordeifel wirkte.

Der gebürtige Aachener Ernst Schneider kehrt jetzt als Pensionär in seine Heimatstadt zurück, am Sonntag Nachmittag fand der Abschiedsgottesdienst in der Eicherscheider Pfarrkirche statt. Ernst Schneider beging die Eucharistiefeier in Konzelebration mit seinen Amtsbrüdern Regionaldekan Erik Pühringer, Nachfolger Michael Stoffels, Robert Frings, Leo Kerbusch und Winand Stollenwerk.

Der Kirchenchor Sankt Lucia umrahmte, unter der Leitung von Reiner Förster, den Gottesdienst musikalisch. In einer Ansprache betonte der scheidende Priester, seine Amtszeit in Eicherscheid/Hammer bedeute die längste Schaffensperiode an einer Stätte seines bisherigen Berufslebens. Stets habe er sich von den Eifeler Christen „angenommen, getragen und geborgen gefühlt, ich war mit Jesus vor Ort, bei den Menschen”.

Er scheide „in großer Sorge um das Gelingen der Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation”. Nur mit Hoffnung und Zuversicht auf Gottes Hilfe lasse sich die Zukunft bestehen. Einen tiefen Einschnitt, so Pastor Schneider, bedeute der akute und zunehmende Priestermangel. Die Gläubigen seien aufgerufen, die Kirche vor Ort trotz widriger Umstände und negativem Zeitgeist lebendig zu erhalten, „und das mit stetig mehr Eigenverantwortung”.

Gemäß der Lesung aus dem Paulus-Evangelium baten die Messe- Besucher, entsprechend formulierter Gedanken ihres Lektors Rolf Baumgarten, inständig um „Gottes Heil und Segen, auch für unseren künftigen Pastor Michael Stoffels”.

Regionaldekan Pühringer verlas einen einfühlsamen Brief des Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff an Pfarrer Schneider. In diesem Schreiben bezeichnete er den von seinen Aufgaben nun entbundenen Geistlichen als „Priester aus Berufung - mit Herzblut am Werk”. Stets habe Schneider sein Arbeitspensum mit großer Hingabe und Liebe erfüllt.

Simmeraths Bürgermeister Karl- Heinz Hermanns dankte Schneider für dessen engagiertes Schaffen und äußerte die Hoffnung, dass die gedeihliche Kooperation von Kirchen- und Zivilgemeinde sich auch auf Michael Stoffels übertragen werde, der künftig für sieben Pfarreien Verantwortung trage.

Ortskartellvorsitzender Winfried Löhrer („Wir werden unseren Pastor Schneider sehr vermissen”) schenkte dem Ruheständler eine prächtige Farbbroschüre mit den schönsten Bildern seiner bisherigen Heimat. Silvia Carl, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, dankte Schneider für dessen segensreiches Schaffen und lud ihn ein, ab und zu an seiner alten Wirkungsstätte einen Kaffee zu trinken: „Sie sind bei uns jederzeit herzlich willkommen”.

Den Kommunionkindern und Messdienern beider Pfarreien blieb es vorbehalten ihrem Pastor mit Blumen für seine Zukunft Glück und Segen zu wünschen, vor allem aber Gesundheit.

Im Pfarrheim hatten die Gottesdienst-Besucher anschließend Gelegenheit, sich von Pfarrer Schneider während eines Empfanges zu verabschieden und seinen Nachfolger Michael Stoffels kennenzulernen.
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