Nordeifel - „Petra” ärgert Autofahrer und freut Eifeler Schüler

„Petra” ärgert Autofahrer und freut Eifeler Schüler

Von: hes/P. St.
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Auf dem belgischen Abschnitt der B258 zwischen Fringshaus und Roetgen endete gestern nachmittag im Schneetreiben für zwei Autofahrer die Reise frühzeitig. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Ein Schneefallgebiet wie Tief „Petra” am Donnerstag ist eigentlich für die Nordeifel nichts Außergewöhnliches und ist im durchschnittlichen Eifelwinter fünf bis zehn Mal an der Tagesordnung.

Im multimedialen Zeitalter schaukeln sich die normalen - und sinnvollen - Warnungen vor glatten Straßen und Windböen aber, dankbar angenommen von Boulevard und Privatsendern, rasch zum Katastrophenszenario hoch.

Das endet dann manchmal mit Rohrkrepierern wie dem Tief „Daisy” im vergangenen Jahr, das, für Wetterexperten nicht überraschend, plötzlich vom Tornado zum Starkwind mutierte.

Allerdings hatte Schneetief „Petra” da schon mehr zu bieten und ließ es etwa ab Mittag einige Stunden mäßig, am späteren Nachmittag auch kräftiger auf den Eifelhöhen und selbst bis Aachen herunter schneien. Da der Wind jedoch bei weitem nicht so auffrischte wie erwartet (der Deutsche Wetterdienst hatte mit Windböen bis 70 km/h gerechnet), kam es nur an einigen neuralgischen Punkten zu Schneeverwehungen. „Betroffen sind vor allem freiliegende Strecken im Bereich Simmerath und Schmidt”, so ein Sprecher der Straßenmeisterei Simmerath. Auf der Höhe vor Kesternich konnte man oft nur wenige Meter weiter weit sehen.

„Können nicht mehr tun als ständig zu fahren”

Acht Räumfahrzeuge schwärmten aus und sorgten dafür, dass der an diesem Nachmittag ohnehin nicht gerade üppige Verkehr störungsfrei fließen konnte. Die Räumdienste hatten bei mäßigem Schneefall die Lage gut im Griff. „Wir können nicht mehr tun als ständig zu fahren”, hieß es aus der Straßenmeisterei.

Im Straßengraben endete die Fahrt am Nachmittag für zwei Fahrzeuge auf dem belgischen Abschnitt der B258 zwischen Fringshaus und Konzen. Während der Bergung im Beisein der belgischen Polizei kam es kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen.

In Erwartung einer Extremwetterlage beendeten etliche Schulen - sehr zur Freude der Schulkinder - den Unterricht früher als geplant. „Die Schulen haben eine Regelung gefunden, um allen Kindern noch einen sicheren Heimweg zu ermöglichen”, erklärte Bürgermeisterin Margareta Ritter. Und so wurden am St.-Michael-Gymnasium um 12.20 Uhr und an der Städtischen Realschule um 13.10 Uhr alle Schüler nach Hause geschickt. An der Hauptschule entfiel lediglich die Nachmittagsbetreuung. In Simmerath gab es dagegen nur an der Förderschule nach der vierten Stunde frei, „von anderen Schulen ist uns nichts bekannt”, so Manfred Nellessen von der Schulverwaltung der Gemeinde, der vor Panikmache warnte: „Als es richtig anfing, waren die Kinder längst zuhause”.

Für richtigen Verkehr sorgte das angekündigte Schneechaos dagegen auf der bekannten Internetseite http://www.eifelwetter.de, die von dem Mützenicher Bodo Friedrich gemacht wird. „Bei über 650 Besuchern gleichzeitig kommt der Server schon mal ins Schwitzen”, freute sich der Friedrich über das Rieseninteresse an seiner Seite. Bis zum Abend verzeichnete er mehr als 20.000 Klicks auf seiner Seite, wo längst nicht nur Wetterinteressierte aus der Eifel eifrig über „Petra” diskutierten.
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