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Pater Steegmann verlässt Roetgen und Rott

Von: Helga Giesen
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Nach zehn Jahren verlässt Pater Heinz Steegmann die Gemeinden St. Hubertus Roetgen und St. Antonius Rott und wird heute und morgen verabschiedet. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Zum Ende des Jahres verlässt Pater Heinz Steegmann die Gemeinden St. Hubertus Roetgen und St. Antonius Rott. Zehn Jahre hat er hier als Subsidiar Pfarrer Hans-Georg Schornstein in der seelsorgerischen Arbeit unterstützt. Grund für seinen Weggang ist die Aufgabe der Ordensniederlassung der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria in Aachen, der Pater Steegmann angehört.

Das Kloster und Gästehaus auf dem Salvatorberg, in dem seit den 1990er-Jahren Besucher aus aller Welt der Aachener Missionswerke Missio, Misereor und Sternsinger Aufnahme fanden, wird wegen Nachwuchsmangel aufgelöst.

Bevor Pater Heinz Steegmann nach Aachen und in die Eifel kam, hat er viele Jahre als Missionar in Afrika gelebt. „Als Priester in die Mission zu gehen war immer mein Wunsch“, erklärte der gebürtige Heinsberger. Deshalb habe er sich nach dem Abitur für den Eintritt in die missionarische Ordensgemeinschaft der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria entschieden.

1968 wurde er als junger Priester in die ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, die zu der Zeit unter der Verwaltung von Südafrika stand, geschickt. Hier erlebte er den langen Weg des heutigen Namibia in die Unabhängigkeit. Sein Einsatzgebiet lag zunächst im Ovamboland im Norden, später in der Hauptstadt Windhoek. Sein besonderes Engagement galt den einheimischen Arbeitern in den Kupferminen, für deren Rechte er kämpfte. Im Auftrag der UNO wirkte er nach der Unabhängigkeit an der Repatriierung von über 40.000 Flüchtlingen mit.

Das Organisationstalent, das er hier bewies, war auch in Deutschland aufgefallen. 2002 folgte er als fast 63-Jähriger dem Ruf in das Auslandsamt von Missio nach Aachen. Aber „nur im Kloster zu sitzen“, so erinnert sich Pater Steegmann, war ihm schon bald nicht genug. Er hörte sich um, wo priesterliche Dienste gebraucht würden und bekam Kontakt zum damaligen Regionaldekan Hans-Georg Schornstein, Pfarrer in Roetgen und Rott.

Am 1. Januar 2003 trat Pater Heinz Steegmann sein Amt als Subsidiar mit halber Stelle in den beiden Eifel-Pfarreien an. „Dass es hier schon einen gut funktionierenden gemeinsamen Pfarrgemeinderat gab, war vor zehn Jahren etwas Besonderes“, denkt er zurück. Aus den zwei Gemeinden wurde im Laufe der Zeit die GdG Kornelimünster/Roetgen, auf die Pater Steegmann seine Dienste ausdehnte. Schnell fand er guten Kontakt zu den Menschen. Persönliche Gespräche anlässlich Taufen, Eheschließungen und Trauerfällen oder Geburtstagsbesuche bei Senioren, aber auch Mitarbeit in den Gremien wie Pfarrgemeinderat und Pastoralteam gehörten neben den Liturgiefeiern zu seinen Aufgaben.

Wenn er es auch nach eigenem Bekunden als sehr angenehm empfand, im Hintergrund zu bleiben und keine Verantwortung tragen zu müssen, so würdigten Pfarrer Hans Georg Schornstein und Brigitte Palm als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates in ihrem Abschiedswort im Pfarrbrief seine offene und direkte Art, mit der er sich oftmals positioniert und durch seinen „Blick von außen“ Überlegungen in neue Richtungen gelenkt habe. „Es ist deutlich zu spüren, dass Pater Steegmann mit ganzem Herzen Mensch und Priester ist und sich mit Haut und Haar in den Dienst vor Gott und für die Menschen einbringt“, betonen sie, dass er das kirchliche Leben in Roetgen und Rott entscheidend mit geprägt hat.

Auf die gute Zusammenarbeit blickt auch Pater Steegmann gerne zurück. „Es waren wunderbare Jahre, das verdanke ich dem Pfarrer und den Menschen hier“, bedauert er, dass er jetzt Abschied nehmen muss. „Aber ich möchte als Ordensmann weiter in der Gemeinschaft leben, das ist mir wichtig“, erklärt er, warum er nun die Region verlässt, um künftig im Kloster Maria Engelport (Treis-Karden) zu leben. Auch hier wird er nicht die Hände in den Schoß legen, sondern weiter in der Seelsorge tätig sein.

Die Gemeinden verabschieden sich von Pater Heinz Steegmann heute Abend in Rott nach der Messfeier um 18 Uhr in Rott und am morgigen Sonntag in Roetgen nach der Messfeier um 9.30 Uhr.

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