Ortskartell Monschau: Verbunden mit der Perle der Eifel

Von: V.M.
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Die bisherigen Leiter Christian und Roswitha Waldeck wurden von Ortsvorsteher Georg Kaulen (v.l.) verabschiedet. Foto: Vera Monterey

Monschau. Das Ortskartell Monschau, zuständig für die Koordination der Aufgaben der Vereine bei Altstadtveranstaltungen und Festen, Umzügen und Gedenkfeiern traf sich am vergangenen Mittwoch im Kolpinghaus zur Mitgliederversammlung. Themen waren insbesondere die Neuwahl der Leitung, der diesjährige Karnevalsumzug sowie Kasse und die Unterstützung der Kirchengemeinde.

Nach einer herzlichen Begrüßung der Anwesenden durch das Leitungsteam ging man zu den einzelnen Programmpunkten über. Der Karnevalszug wird wie jedes Jahr durch die Straßen und Gassen der Altstadt führen und beim Kolpinghaus enden. Gefeiert wird in der großen Halle im Kolpinghaus. Voraussichtlich werden Elektro-Heizkörper installiert, von denen sich das Ortskartell eine „bessere und geruchslosere“ Leistung verspricht. Zu klären sei die Frage ausreichender Absicherung der Elektroanschlüsse, worum sich Dietmar Gonnermann und Bernd Weber kümmern werden.

Da mit höheren Kosten als zunächst veranschlagt gerechnet wird, wird das Ortskartell eine Ausfallbürgschaft übernehmen, die auf Vorschlag des Vorsitzenden beschlossen wurde, ebenso wie die anfallenden Gema-Gebühren. Nach den Festivitäten sollen Halle und Toiletten gründlich gereinigt werden. Insgesamt erscheint es als erforderlich, nach Abschluss aller Veranstaltungen ein finanzielles Fazit zu ziehen.

Die Kasse wurde durch Annette Mauel und Christa Gillessen geprüft und für in Ordnung befunden. Das bisherige Leitungsteam, Christian und Roswitha Waldeck, übergab im Zuge seiner Entlastung die hiermit zusammenhängenden Unterlagen an den Schriftführer und Ortsvorsteher. Georg Kaulen dankte dem Leitungsteam für seine Tätigkeit.

Dabei ließ Christian Waldeck noch einmal die Zeit Revue passieren, berichtete über das Jahr 1970, als das Ortskartell Monschau Altstadt gegründet wurde. Damals waren Pastor Caspar Seeger, Josef Offermann, Josef Foulonge, Ludwig Kirch und Pfarrer Liedke sowie die Vertreter der Vereine der Altstadt federführend. Das erste Pfarrfest wurde im Jahre 1974 gefeiert, damals noch in der ganzen Länge der Kirchstraße, vom Holzmarkt bis zur Stadtstraße.

Dieses Pfarrfest war das erste in der Region, welches als Fest beider christlichen Gemeinden stattfand. „Der Erfolg war riesengroß“, erinnert sich Waldeck. Der Erlös von rund 14.400 Mark war beträchtlich und ging wie vereinbart zur Erhaltung und Restaurierung der Pfarrkirche an die katholische Pfarre in Monschau. Auch in den folgenden Jahren konnte der Verein immer wieder „beträchtliche Erträge“ erzielen und für gemeinnützige Zwecke zugunsten beider Konfessionen sowie für Arbeiten im Bereich der Altstadt zur Verfügung stellen. Beispiele hierfür sind Kinderspielplätze, die Anschaffung einer Bühne und vieles mehr, was zur Verschönerung des Ortsbildes beitrug.

In vielem habe das Ortskartell die „Verbundenheit zu Monschau, der Perle der Eifel, bewiesen“, so Waldeck. In den vergangenen 39 Jahren konnten 175.000 Euro für soziale und gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Ein großes Dankeschön ging auch an jene, die einst die Arbeit des Ortskartells vorangetrieben hatten, an den verstorbenen Ludwig Kirch, an das Ehrenmitglied Caspar Seeger oder den großen Förderer aller Vereine, Hans Georg Weiss. Dann verabschiedete sich das langjährige Leitungsteam Waldeck aus seinem Amt und wünschte den Nachfolgern „eine gute Hand“. Vereine lebten von „Erneuerung und Verjüngung“, so Waldeck, auch hier bedeute Stillstand Rückschritt.

Auf Vorschlag aus der Versammlung wählte das Ortskartell unter der Leitung von Ortsvorsteher Georg Kaulen Heinz Mertens zum neuen Vorsitzenden. Unter dessen Leitung wurde ebenfalls einstimmig Dieter Gillessen zum Kassierer bestimmt. In der kommenden Sitzung am 17. April um 19.30 Uhr im Kolpinghaus wird dann das Leitungsteam vervollständigt.

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