Kreis Düren/Eifel - Oktober zeigt sich nach kaltem Start noch freundlich

Oktober zeigt sich nach kaltem Start noch freundlich

Von: kjl
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Kreis Düren/Eifel. Neben einigen ungemütlichen und frühwinterlichen Tagen zeigte sich der Oktober lange sehr freundlich. Dies belegt ein Blick auf die Mitteltemperaturen des Monats (Vossenack 8,3 Grad, Düren 9,9 Grad und Winden 10,8 Grad). In allen Höhenlagen war das Mittel um anderthalb Grad zu kalt, doch werden darin die extrem warmen ersten zehn Tage (vier Grad zu warm) und das warme Monatsende untergebuttert.

Schuld am zu kühlen Gesamtwert ist die polare Kaltluft, die nach dem 12. Oktober ins Dürener Land strömte. Infolgedessen wurde am Morgen des 14. Oktober verbreitet der erste Luftfrost in den der Eifel vorgelagerten Tälern notiert (Heimbach -0,1 Grad, Drove -1,2 Grad). Dieser Luftfrost kam im Vergleich zu den langjährigen Werten gut 19 Tage zu früh.

In den höher gelegenen Tälern wurde schon am 11. und 12. Oktober der erste Luftfrost gemessen. Die Nachtfröste dauerten bis zum 26. des Monats an, dann begann der stark ausgeprägte „Allerheiligensommer”.

Der bisher kälteste Morgen für die Frühaufsteher musste am 26. Oktober ertragen werden. Am Erdboden gab es im Rurtal vor Düren bereits acht Frostnächte (bis - 5,9 Grad am 26. Oktober). In den Ortschaften des Flachlandes waren die Fröste noch ohne Auswirkungen auf die Balkonpflanzen.

In den Lagen oberhalb von 400 bis 500 Metern fiel am 17. Oktober nur in höchsten Lagen, am 20. Oktober aber abends verbreitet Schnee. Zwischen Kalterherberg und dem Hohen Venn bei Botrange bildete sich die erste Schneedecke des aufziehenden Winters.

In den ersten zehn Oktobertagen stieg das Thermometer allerdings noch siebenmal über 20 Grad. Der wärmste Tag war dabei der 3. Oktober. Auf der Deponie Alsdorf-Warden wurden durch Föhneffekte noch einmal 25,3 Grad erreicht. Den letzten Sommertag über 25 Grad gab es zuletzt im Oktober 2001 (Düren 26,9 Grad). Weitere Höchstwerte: Drove 24,8, Hoven 24,3, Winden und Düren 24,1, Roetgen 22,1 und Vettweiß 23,7 Grad.

Ein deutliches Plus in den Wettermesswerten war bei der Sonnenscheindauer festzustellen. Selbst einige Tage mit Nebel konnten der positiven Bilanz ( plus 10 bis 20 Prozent) nichts anhaben. In Langerwehe waren es 148, in Düren 144, in Vettweiß 139, in Nörvenich 124, in Heimbach 109 und in Vossenack 89 Sonnenstunden.

Für die Windradbetreiber war der Monat kein überdurchschnittlicher, denn Sturmböen waren eine Seltenheit. Eine gute Gelegenheit allerdings für die Kraniche bei Hochdruckwetter und östlichen Winden schon frühzeitig in diesem Herbst die Reise in die Winterquartiere anzutreten.

Für die Landwirte steht im Oktober die Zuckerrüben- und Maisernte sowie die Wintersaat an. Die Witterung war für alle recht günstig, vor allem gab es wenig Regen. Zum siebten Mal in Folge war der Oktober verbreitet zu trocken. Weniger als 40 Liter pro Quadratmeter fielen in Düren (38), Winden (37), Drove (36), Vlatten (34) und Vettweiß (33). Auf den Höhenzügen der Rureifel fielen folgende Mengen: Vossenack 69 Liter, Brandenberg 65 Liter und in Schmidt 47 Liter. Am 16. Oktober fielen örtlich 20 bis 25 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden.

Mit Sturmböen in die „fünfte Jahreszeit”

Nach mildem Start ist der November inzwischen sehr nass und stürmisch geworden. Am 11. November mussten sich die Narren warm anziehen. Starker Regen und Sturmböen von 72 bis 83 km/h verdarben manch einem die Lust am Feiern. Sogar Martinsumzüge wurden bei Windstärke 8 bis 9 noch durchgeführt.

Am zweiten Wochenende wird es bei Regen wieder bis 16 Grad warm.

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