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OGS in Simmerath verzeichnet Erfolge

Von: ho
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Simmerath. Wenn auf der Einnahmenseite einer Einrichtung jährlich 390.000 Euro verzeichnet werden, denen auf der Ausgabenseite als größter Batzen monatlich 30.000 Euro für Personalkosten gegenüberstehen, ist dies schon eine Hausnummer, die sich sehen lassen kann. Bei der Offenen Ganztagsgrundschule in der Gemeinde Simmerath (OGS), an der die Grundschulen Lammersdorf, Simmerath und Steckenborn teilnehmen und welche die ganztägliche Betreuung seit 2005 anbieten, liegen diese beachtlichen Umsatzzahlen vor.

Aufgaben für die Gemeinde

Auf der am Mittwochabend im Sitzungssaal des Rathauses stattgefundenen Mitgliederversammlung des Trägervereins der OGS sprach Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns daher auch in diesem Zusammenhang von einem „Wirtschaftsunternehmen im Bildungsbereich“, an dem 37 Beschäftigte mitwirken. Hermanns ergänzte: „Die OGS nimmt Aufgaben an Stelle und für die Gemeinde wahr, wofür ich allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, herzlich danke“. Nachdem Stephan Weber als Vorsitzender des Vereins die 36 erschienenen Interessierten, unter denen die Männer mit sieben Personen die klare Minderheit stellten, begrüßt hatte, erläuterte Geschäftsführerin Elke Förster in ihrem Bericht unter anderem, dass die Einnahmen zum größten Teil aus Landesmitteln stammen. Daneben erfolgt eine Unterstützung durch die Sozialstiftung der Gemeinde, und selbstverständlich gehören dazu auch die Elternbeiträge von monatlich 60 Euro. Bei Eltern, die diesen Beitrag nicht zahlen können, greift die Gemeinde Simmerath unterstützend ein. Ferner hob Elke Förster die Spendenzuwendungen aus der Kulturstiftung der Sparkasse und der Firma Junker aus Lammersdorf hervor. Die Schulleiter der teilnehmenden Grundschulen gaben hiernach jeweils einen Sachstandsbericht ab. Bettina Fricke aus Simmerath, Sandra Arnolds aus Lammersdorf und Reinhold Frank aus Steckenborn erläuterten, dass seit Einführung der Offenen Ganztagsschule das Bildungsangebot um interessante Bereiche erweitert wurde und damit gerade für die ländliche Struktur ein wertvoller Zugewinn für die Kinder erreicht werden konnte.

Die Kinder haben die Möglichkeit, über das Soll des Unterrichtsalltags hinaus Förderungen wahrzunehmen. Besondere Angebote sind gegeben in der Hausaufgabenbetreuung und -hilfe, in Kursen mit interessanten Angeboten (Theater, Französisch, Sport) in Arbeits- und Spielformen der Betreuung oder durch Lernen und Leben im sozialen Miteinander. Nach dem Unterrichtsblock von 7.45 bis 11.20 Uhr steht danach bis zum Mittagsessen um 13 Uhr je nach Stundenplan und Schuljahr Unterricht, Spiel- oder Hausaufgabenzeit an. Am Nachmittag (ab 13.45 Uhr) stehen im Tagesablauf der OGS die Erledigung der Hausaufgaben, Spiele und Kurse auf dem Programm, bevor ab 15.45 Uhr die Abholung der Kinder erfolgt.

In Lammersdorf nehmen 62 Kinder am OGS-Angebot teil und weitere 31 Kinder das „8-1-Angebot“ (Betreuung von 8 bis 13 Uhr) an. Die Grundschule Simmerath kann laut Bettina Fricke 53 OGS-Kinder melden und 21 Schüler nehmen dort an der „8-1-Betreuung“ teil. Im Ortsteil Steckenborn sind 33 Kinder für die ganztägliche Schule angemeldet (11 im Bereich 8-1).

Gutes Mensaessen

Zum bezogenen Mittagsessen drückte Reinhold Frank aus Steckenborn, dessen Schule von einem anderen Unternehmen als die beiden anderen Grundschulen beliefert wird, seine Zufriedenheit aus. „Das schmeckt wirklich gut“, hielt er dazu fest. Franz Welters, der für Lammersdorf und Simmerath das Bezahlsystem des Mittagsessens („Mensa-Box“) organisiert, verwies mit Stolz darauf, dass für diese beiden Schulen im Jahr 12.000 warme Mahlzeiten angeliefert werden.

Zu der Mitte August in Strauch anstehenden Ferienbetreuung merkte Reinhold Frank an, dass dafür bereits drei Betreuer zur Verfügung stehen und dieses Angebot sich auch an Vorschulkinder richte. Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Hermanns, dass er in dieser Angelegenheit zuversichtlich sei, zur finanziellen Unterstützung entsprechende Sponsoren zu finden. „Da stehe ich im Wort, dass die Kinder bei dieser Maßnahme nachmittags auch ein Stück Kuchen erhalten“, stellte er schmunzelt fest.

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