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„Offene Kirche“: Den Kirchenraum mal wieder neu erleben

Von: js
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Farbiges Licht erzeugt eine neue Wirkung des Kirchenraums. Foto: A. Gabbert
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Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Ursula Monschau rezitierten in der verwandelten Atmosphäre ausgewählte Texte. Foto: A. Gabbert

Monschau. Zum zehnten Mal gab es während des Monats November in Monschau die Aktion „Offene Kirche“. Diesmal war die Beteiligung etwas geringer als sonst. Nur drei katholische Pfarrgemeinden (Höfen, Monschau und Mützenich) waren dabei.

Dazu kam die Evangelische Kirchengemeinde. Unter dem Gesamttitel „All meine Quellen entspringen in dir“ gab es drei Abende in vier Kirchen. „Quellen der Freude“ war das Thema in Mützenich; die „Quellen der Geborgenheit“ wurden in beiden Kirchen in Monschau gesucht. Und in Höfen war das Wasser selber der Gegenstand der Betrachtung: die Bibel – als Quelle des Glaubens – wurde nach den Wassern befragt, von denen dort die Rede ist.

Den Kirchenraum und die Kirche im Ganzen neu erleben – das ist die ursprüngliche Absicht der Aktion, die sich schon seit vielen Jahren in Deutschland verbreitet hat. Dahinter steht die begründete Vermutung, dass sich eine lähmende Gewohnheit über das gebreitet hat, was normalerweise in der Kirche passiert. Immer das Gleiche – so denkt man vielleicht -, mit zum großen Teil unverständlich gewordenen Riten und Texten.

Hier will die Aktion gegensteuern und einmal den gewohnten Kirchenraum ganz neu erleben lassen. Dabei waltet die Hoffnung, dass dies zu spirituellen Momenten für den Einzelnen führen und neue Zugänge eröffnen kann zur Kirche und zum Glauben. Es ist in der Tat immer wieder erstaunlich, dass eine einfache Änderung der Beleuchtung in einem Kirchenraum, andere Texte und andere Musik ein neues Verhältnis des Kirchenbesuchers zu seiner vielleicht allzu vertrauten Kirche schaffen kann. Dann erwacht auch oft eine neue Aufmerksamkeit und ein neues Interesse für das, was dann geboten wird.

Die Aktion in Monschau begann dieses Jahr in Mützenich. Hier hatten die Initiatoren einen Satz aus dem biblischen Buch Nehemia entdeckt und ihn zum Motto des Abends gemacht: „Die Freude an Gott ist eure Stärke.“ So wurde anhand dieser Zusage eine ganze Fülle an „Quellen der Freude“ aufgespürt und dem Betrachter nahegebracht. In präzisen kleinen Versen wurde an diese Quellen erinnert; seien es der Humor, die Freundschaft, die Hoffnung und viele andere Dinge, die die Freude am Leben bewirken und erhalten können: „Freude, das ist Lebendigkeit und Leichtigkeit des Seins.“

In Höfen wurde an die Bibel erinnert, die ja überhaupt die Quelle des Glaubens ist. Hier gab es eine kleine, aber reichhaltige Ausstellung über das Motiv des Wassers in der Bibel. In der biblischen Schöpfungsgeschichte gehört das Wasser zu den ersten Dingen, die Gott in die Welt brachte. Neben den biblischen Texten standen Abbildungen von Gemälden sowie Fotografien, die die biblischen Erzählungen und Ereignisse veranschaulichten.

In Monschau gab es in der Aukirche und in der Stadtkirche ein gemeinsames Thema: „Quellen der Geborgenheit“. Geborgenheit – das bezog sich auf die vielen Menschen, die auf der Flucht sind und ebendiese Geborgenheit suchen. So wurde einerseits eine Ausstellung gezeigt zum Thema „Asyl ist Menschenrecht“. Andererseits vermittelte in beiden Kirchen eine ansprechende Lichtregie jedem Besucher das Gefühl, in diesen Kirchenräumen geborgen sein zu können.

Man darf der Aktion „Offene Kirche“ wünschen, dass ihr Anliegen weitergetragen wird und dass auch in Monschau künftig wieder mehr Gemeinden teilnehmen werden.

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