Roetgen - Offene Fragen zur Ravel-Route

Offene Fragen zur Ravel-Route

Von: heg
Letzte Aktualisierung:
rat-ravelbild
Neue Baumaschinen stehen zwar im Bereich im Grenzhof in Roetgen, aber ist das wirklich das Startsignal für den Bau des Foto: Helga Giesen

Roetgen. Geht es jetzt tatsächlich los mit dem Ausbau der Ravel-Radroute? Peter Schneider (CDU) überraschte die Roetgener Ratsmitglieder auf der Sitzung am Dienstagabend mit der Mitteilung, dass am späten Nachmittag am belgischen „Grenzhof” an der Ecke Bundesstraße/Raerener Straße große Baumaschinen aufgefahren seien.

Dass das Thema in Roetgen nach wie vor ein Dauerbrenner ist, zeigten zahlreiche Anfragen der Ratsmitglieder zum Stand der Dinge. Dem Vernehmen nach soll der erste Spatenstich am 21. Oktober erfolgen, obwohl der Streckenverlauf auf Gemeindegebiet noch keineswegs festgelegt ist.

Zur Problematik der Querung der Himmelsleiter soll in den nächsten Tagen ein Behördentermin stattfinden, erklärte Bürgermeister Manfred Eis. Den Plänen, die B 258 ausgerechnet im Kurvenbereich Marienbildchen zu queren, hatte der Verwaltungschef bereits eine eindeutige Absage erteilt.

Ronald Borning, der für die CDU auch im Städteregionstag sitzt, teilte mit, dass hier eigens zu diesem Thema eine Sondersitzung der beteiligten Fachausschüsse anberaumt werde. Frank Knur (SPD) erinnerte an die Roetgener Forderung nach einer Bedarfsampel, falls die Bundesstraße im Bereich Bahnhof gequert werden soll.

Sein Fraktionskollege Karsten Knoth sieht die Qualität des Weges beeinträchtigt, wenn dieser statt auf der landschaftlich reizvollen Original-Vennbahnstrecke auf dem Radweg entlang der Bundesstraße geführt werde.

Für Bürgermeister Manfred Eis stellt sich damit auch die Frage nach der Förderwürdigkeit des gesamten Projekts, da mit den Braunkehlchen- und Birkhuhnvorkommen noch weitere Knackpunkte bestehen würde.

Auf eine Anfrage von Dr. Georg Dittmer (FDP) teilte er mit, dass sich auch schon viele Bürger intensive Gedanken gemacht haben, die an die zuständigen Gremien weitergeleitet worden seien. „Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat absoluten Vorrang”, machte der Bürgermeister noch einmal die Roetgener Position deutlich.

Mit dem Thema Bundesstraße beschäftigten auch sich zwei weitere Anfragen bzw. Mitteilungen. Unverständnis wurde an den derzeitigen Fahrbahn-Sanierungsmaßnahmen auf der Himmelsleiter geäußert. Die Gemeinde habe keinen Einfluss darauf, wann wo welche Arbeiten vom Landesbetrieb Straßenbau durchgeführt werden, erklärte Bürgermeister Manfred Eis dazu. Das hänge wohl auch davon ab, in welchen Töpfen noch Geld vorhanden sei, mutmaßte er, dass an einigen Stellen die Schlaglöcher bleiben, während andere Bereiche top saniert werden.

An der Ampel sei die Grünphase schon für normal mobile Fußgänger eindeutig zu kurz, insbesondere ältere Leute und Schulkinder würden hier häufig mit Panik reagieren, hatten gleich mehrere Ratsmitglieder festgestellt. Rüpelhaftes Verhalten von Autofahrern, die Fußgänger an Überwegen gefährden, wurde ebenso beklagt. Die Verwaltung will sich der Probleme annehmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert