Österliches Licht der Auferstehung leuchtet

Von: M. S.
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„Gott leidet mit uns Menschen
„Gott leidet mit uns Menschen und weist uns einen Ausweg aus aller Not!” Das ist für Pfarrer Michael Stoffels die Botschaft des Osterfestes. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Das Titelblatt des aktuellen Osterpfarrbriefes von Simmeraths Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) schmückt ein treffendes Symbol für das älteste und bedeutsamste Fest der Christenheit.

Elke Frommholds Gemälde „Der zerrissene Vorhang” ist zweigeteilt in Freude und Leid. Die linke Hälfte zeigt eine Dornenkrone, auf der anderen Seite bricht sich dagegen ein mächtiges Kreuz Bahn und führt das Auge des Betrachters in lichte Farben.

Zu Ostern feiern evangelische und katholische Christen den Höhepunkt des Kirchenjahres. Im Gespräch mit GdG-Pfarrer Michael Stoffels und seinem protestantischen Amtsbruder Jens-Peter Bentzin wird deutlich, welche Parallelen sich zum dramatischen Geschehen auf Golgatha vor 2000 Jahren und heute ergeben.

„Als das Kreuz errichtet wurde und der Messias daran starb”, sagt Michael Stoffels, „folgten zunächst fassungsloses Schweigen und trauernde Leere seiner Anhänger. Aber Gott bleibt nicht im Dunkel des Todes, er tritt mit seiner Auferstehung ins Licht des Lebens, besiegt dunkle Mächte durch Vergebung, Liebe, Friede und Freude.” Gleichwohl erkennt Pastor Stoffels, „dass wir heute in einer Welt leben, in der das Dunkle vorherrscht”. Allem Elend zum Trotz, erklärt Pastor Stoffels, leuchte „in dieser Welt das österliche Licht der Auferstehung”. Gott heiße die frohe Botschaft und er zeige einen Ausweg aus Sorgen und Not, er leite uns durch schwere Schicksale zu Tod und erlösender Auferstehung.

Kreuz als frohe Botschaft

Mit einem Zitat aus einer Osterpredigt, die Aachens verstorbener, ehemaliger Bischof Klaus Hemmerle hielt, schließt Priester Stoffels: „Ich wünsche uns Osteraugen, die im Tod bis zum Leben, in der Schuld bis zur Vergebung, in der Trennung zur Einheit, in den Wunden bis zur Herrlichkeit, im Menschen bis zu Gott, in Gott bis zum Menschen, im Ich bis zum Du zu sehen vermögen. Und dazu alle österliche Kraft!”

Für Jens-Peter Bentzin sind „das Kreuz und die Auferstehung zentrale Themen für evangelische Gläubige wie für Katholiken”. Der Monschauer Pastor verbindet mit der Frage nach deren Sinn „ein Urwort unseres gemeinsamen, ökumenischen Glaubens, das unsere beiden Konfessionen gleichermaßen berührt”.

Pastor Bentzin verkündet die aktuelle Botschaft zu Ostern: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst.” Gott sei den Menschen nahe gekommen, durch Geburt und weil er unter ihnen bis zum Sterben lebte. Damit sei er untrennbar mit den Erdbewohnern verbunden. Der Gedanke mancher Zeitgenossen, mit dem Karfreitags-Tod Jesu sei dessen Existenz aus und vorbei, ist für den Geistlichen „das Schlimmste, was uns passieren kann”.

Pastor Bentzin nennt es „paradox, aber immer wieder neu zu ergründen: Nur durch das Kreuz erfahren wir die frohe Botschaft, das Evangelium von Versöhnung, Vergebung und Auferstehung”!
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