Öl sprudelt noch immer im Keller der Grundschule Kalterherberg

Von: hes
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Großbaustelle Turnhalle Kalterherberg: Diesmal ist jedoch nicht die energetische Sanierung der Grund für die reichlich bewegten Erdmassen, sondern der Ölaustritt an der Heizungsanlage Foto: Heiner Schepp
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Großbaustelle Turnhalle Kalterherberg: Diesmal ist jedoch nicht die energetische Sanierung der Grund für die reichlich bewegten Erdmassen, sondern der Ölaustritt an der Heizungsanlage Foto: Heiner Schepp

Kalterherberg. Der Ölunfall im Keller der Grundschule Kalterherberg hat das Gelände an der Turnhalle in eine größere Baustelle verwandelt und wirkt sich erheblich auf den Vereins- und Schulbetrieb aus. Am 15. August waren vermutlich durch einen Defekt an der Heizungsanlage im Keller der Grundschul-Turnhalle rund 2500 Liter Heizöl ausgetreten und größtenteils im Erdreich versickert.

Zusätzlich waren größere Ölmengen in die Kanalisation bis zur Kläranlage ins Monschauer Rosenthal gelangt und sorgten dafür, dass das Malheur vier Tage später durch Rückverfolgung überhaupt entdeckt werden konnte.

Die Stadt Monschau hatte unmittelbar nach Bekanntwerden des Ölunfalls die Umweltamt und Gesundheitsamt der Städteregion eingeschaltet sowie den Wasserverband Eifel-Rur, der Wasserverband Perlenbach, die Wasseraufbereitungsgesellschaft der Städteregion und die Gesellschaft für Baustoffuntersuchung und Geotechnischen Umweltschutz.

Seit einigen Tagen laufen nun die Arbeiten zur Beseitigung des gewaltigen Ölaustritts und machen erst das ganze Ausmaß des Unfalls deutlich. Um überhaupt an den im Erdreich versickerten flüssigen Brennstoff zu gelangen, musste genau im Eingangsbereich von Turnhalle und Proberaum ein (bisher) dreimal drei Meter großes und auch drei Meter tiefes Loch ausgehoben werden.

Kellerboden abgetragen

Noch aufwendiger ist die Suche nach versickertem Heizöl im Keller selbst. Zunächst musste der gegossene Kellerboden abgetragen werden, um an das mit Öl kontaminierte Erdreich zu gelangen. Hier aber ist man immer noch nicht bis in die tiefsten, ölverseuchten Schichten vorgedrungen, im Gegenteil: „Das Öl sprudelt beim Ausheben immer noch“, hieß es am Freitag aus dem Bauamt der Stadt Monschau, das die Arbeiten begleitet und koordiniert.

„Die Kosten für die Kanalreinigung und die Beseitigung von Ölrückständen, für die Entfernung und Wiederherstellung des Kellerbodens, die Entsorgung kontaminierten Erdreiches aus dem Gebäudeumfeld bzw. der in Gebäudenähe befindlichen Kanaltrasse sowie Sicherungsmaßnahmen an der Kanalisation und am Römerbach können noch nicht seriös prognostiziert werden“, teilte Franz-Karl Boden von der Stadtverwaltung Monschau auf Anfrage mit.

Und die Frage, ob eine kommunale Versicherung für den Schaden in einer Höhe von mehreren zehntausend Euro eintritt, stelle sich erst, wenn abschließend geklärt sei, ob Schadensersatzansprüche gegen Dritte ausscheiden. „Diese Prüfung dauert noch an“, so Boden.

Spielplatz abgesperrt

Abgesehen von den Folgekosten des Unfalls sind die Vereine und die Schulkinder die Hauptleidtragenden. Der Spielplatz der Schule ist durch Bauzäune abgesperrt, die Geräte teilweise abgedeckt.

Nicht nur wegen der Riesenbaugrube vor der Eingangstür, sondern auch aufgrund der nicht in Betrieb befindlichen Sanitäreinrichtungen ist für die Sportler des TV Kalterherberg und die Musiker der „Harmonie“ an Übungsbetrieb derzeit nicht zu denken.

Für die Hallensportler des Turnvereins bemühe man sich derzeit um Hallenzeiten in Höfen sowie in den größeren Hallen an der Elwin-Christoffel-Realschule und an der Hauptschule Haag, sagte am Freitag Bürgermeisterin Margareta Ritter. Der Musikverein ist in den vergangenen zwei Wochen mit seiner Probe auf die Vereinshalle Kalterherberg ausgewichen.

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