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Öfter mal was Neues: Fagottkurs an der Musikschule Monschau

Von: V.M.
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Die beiden Fagottspielerinnen,
Die beiden Fagottspielerinnen, Rebecca Förster und Kerstin Sterk mit ihrem Lehrer Harrie Boers der Musikschule Monschau. Foto: V. Monterey

Monschau. Unter dem Motto: „Ihre Musikschule in der Eifel macht Freu(n)de” unterrichtet die Musikschule Monschau bedarfsgerecht und dezentral in der Region und bietet einen breitgefächerten Instrumentalunterricht sowie musikalische Früherziehung, Gesang und auch einen Hilfs-Dirigat Kurs.

Neu hinzu gekommen ist in der Sparte der Holzblasinstrumente das Fagott, klassifiziert als Aerophon, als Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt.

Das eher ungewöhnliche Instrument mit seiner speziellen Klangfarbe hat schon einige Liebhaber in der Bläserklasse von Harrie Boers gefunden, so unter anderen die 43-jährige Kerstin Sterk und die elfjährige Rebecca Förster aus Rohren. Begonnen hatte Sterk mit dem Tenor-Saxophon, ehe nun vor rund acht Monaten das Fagott hinzukam.

Der Unterschied zum Saxophon läge in der „Blastechnik”, so Sterk und „das Notensystem ist anders”. Rebecca kam von der Klarinette zum Fagott und spielt jetzt seit einem halben Jahr beide Instrumente. „Fagott ist viel anstrengender zu spielen”, berichtet die junge Musikerin, kaum größer als das lange Holzblasinstrument in der Tenor- und Basslage mit Doppelrohrblatt, dessen Name, „fagotto” (Bündel) sich aus der vierteiligen Bauweise (Schallstück, Bassröhre, Flügel, Stiefel) ableitet.

Für kleine Kinder ist das Fagott auf Grund seiner Länge und seines Gewichtes nicht zu empfehlen, dafür wurde das Fagonello entwickelt mit einer kindgerechteren Mechanik.

Beim ersten großen Auftritt der beiden Musikerinnen während des Bläserkonzerts im Bürgersaal des Auklosters zeigte sich, wie schnell sich das tongebende Holz des Instruments verändern kann. Dennoch meisterten die beiden „Neuen” eine Etüde, ein Menuett und „Old lang syne” und präsentierten die mysteriöse und geheimnisvolle tiefe Klangfarbe, die schon längst Liebhaber der modernen Musik, wie zum Beispiel Tom Waits gefunden hat.

Den meisten mag das Fagott aber bekannt sein durch Antonio Vivaldis Solokonzerte oder durch die Sonate in f-Moll von Telemann. Egal ob in der Kammermusik oder im Orchester - das Fagott spielt eine wichtige Rolle, da es die meisten Bassfunktionen hat und durch seinen lyrischen Charakter besticht, so in Mozarts Ouvertüre zu „Die Hochzeit des Figaro”, aber auch bei Haydn und Beethoven. Wagner setzte das Fagott für skurrile, komische Effekte ein. Diese Nutzung wird heute oft als Filmmusik oder bei Zeichentrickfilmen fortgeführt.

So hat sich das Fagott zu einem vielfältig einsetzbaren Holzblasinstrument entwickelt, das durch seine ausgefallene Tonart und Bauweise besticht.

Im kommenden Juni wird sich die Fagottklasse von Harrie Boers, der sowohl Leiter als auch Lehrer der Musikschule ist, abermals in Monschau präsentieren.

Anmeldungen und weitere Informationen der Musikschule erhält man bei der Geschäftsstelle im Rathaus, Andreas Löhner, per E-Mail an geschaeftsstelle@musikschule-monschau.de oder unter Tel. 02472/81235.



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