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Notdienst-Neuregelung: Mit den Apotheken im Gespräch

Von: P. St.
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Apotheke
Mit den Apotheken im Gespräch: Der Landtagsabgeordnete und die Bürgermeister der Region Nordeifel greifen das in Bevölkerung mit Sorge diskutierte Thema Notdienst-Neuregelung auf. Foto: dpa

Nordeifel. Die neue, seit 2014 geltende Notdienstregelung der Apotheken im Kammerbezirk der Apothekenkammer Nordrhein, hat in der Bevölkerung für reichlich Diskussionsstoff gesorgt, wird doch von vielen Bürgern damit die Befürchtung verbunden, dass der in der Region das Notdienst-Angebot vor Ort nicht mehr seiner bisherigen Qualität aufrecht erhalten werden kann.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling hat sich ebenfalls der Thematik angenommen, da ihn in den vergangenen Tagen zum Thema Apothekennotdienst „zahlreiche Rückmeldungen besorgter Bürgerinnen und Bürger erreicht“ hätten. „In allen fünf Kommunen meines Wahlkreises besteht u.a. die aus meiner Sicht sehr berechtigte Sorge, dass in einem Notfall nicht alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen problemlos die nun wesentlich weiteren Wege zu einer Notapotheke bewältigen können“, hält Kämmerling fest.

Seit der Übertragung der Aufgabe der Regelung des Apothekennotdienstes von den Kreisen und kreisfreien Städten auf die Apothekenkammern obliege die Regelung ausschließlich den Kammern. Weder der Landesgesetzgeber, noch die Landesregierung hätten auf Basis der aktuellen Aufgabenverteilung Zugriff auf das Verfahren. Kämmerling: „Das muss aber aus meiner Sicht ausdrücklich nicht so bleiben.

Sollte die nunmehr von der Apothekenkammer eingeführte Neuregelung in der Praxis zu einer nachweisbaren Unterversorgung der Bevölkerung im Notfall führen, werde ich das an die Gremien des Landtages herantragen und mich dafür verwenden, die Sinnhaftigkeit der alleinigen Zuständigkeit der Apothekenkammern zu hinterfragen.“

Unabhängig von einer abzuwartenden Praxisbewertung habe er die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen um Überprüfung der neuen Notfallapothekenregelung in der Region gebeten. Die Ergebnisse werde er bekanntgeben.

Den Ball der neuen Apothekennotdienst-Regelung hat in dieser Woche auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns aufgegriffen. Mit den sechs Apotheken in den Südkreis-Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath soll in Kürze ein gemeinsames Gespräch geführt werden, um die Situation und Auswirkungen der Neuregelung für die Nordeifel zu erörtern.

Diese Gesprächsrunde soll in Absprache mit den Amtskollegen in Monschau und Simmerath terminiert werden. Im Anschluss soll die Öffentlichkeit über das Resultat informiert werden.

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