Nostalgisch: „Klassentreffen“ der Komba-Jugend

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Tauschten schöne Erinnerungen aus (v. li.): Helmut Poth, Edmund Kreutz, Leo Peters, Heinz Mertens, Otto Offermann (ehem. Kombajugendleiter), Bernhard Theißen, Paul Schmitz, Erwin Thomas, Otto Roeb, Hubert Pauls.

Nordeifel. Kommunale Beamte und Angestellte des ehemaligen Kreises Monschau feierten jetzt ein Wiedersehen im Felsenkeller Brauhaus in Monschau. Diese noch sehr junge und trotzdem sehr spielstarke Mannschaft sorgte Ende der 1960er-Jahre für Furore.

Als kleinster Kreis wurden sie in Nordrhein-Westfalen auf Anhieb Landespokalsieger aller Kreise und kreisfreien Städte.

In der Vorrunde auf regionaler Ebene gewann die Mannschaft damals alle Spiele, unter anderem auch das Spiel gegen die Kreisverwaltung Aachen mit dem heutigen Städteregionsrat Helmut Etschenberg mit 4:0. Nachdem auch die Zwischenrunde in Remscheid überstanden wurde, nahm sie am Endrundenturnier in Recklinghausen teil und siegte dort im Endspiel 1:0 gegen Mönchengladbach durch einen 30-Meter-Schuss von Paul Schmitz. Der Jubel war unbeschreiblich, als Helmut Poth als Spielführer abends bei der Siegerehrung den Landespokal in Empfang nahm.

Bis zur Auflösung des Kreises Monschau Ende 1971, die automatisch auch das Ende der Komba-Jugend bedeutete, nahm die Mannschaft noch an vielen weiteren Turnieren und Freundschaftsspielen bis im Raum Koblenz mit Erfolg teil. Die Fahrten zu den Spielen wurden überwiegend mit zwei Kleinbussen des damaligen Katastrophenschutzes zurückgelegt.

Nun wurde rückblickend auch so manches in Erinnerung gerufen, was nicht unbedingt in Zusammenhang mit Fußball stand: Der Lehrling musste fast täglich private Erledigungen für ältere Kollegen übernehmen, als Strafe gab es schon mal eine Ohrfeige, der Dienst begann grundsätzlich mit Zeitung lesen, in den Büro’s durfte nach Herzenslust geraucht werden.

Paul Schmitz berichtete zu Beginn des Treffens auf eindrucksvolle Weise und nicht ohne Emotionen über sein im vergangenen Jahr erschienenes Buch mit dem Titel „Kriegskinder“.

Bernhard Theißen, seiner Zeit mit 17 Jahren einer das jüngsten im Team und Inhaber des Felsenkeller Brauhauses, gab einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Brauerei und führte die Teilnehmer durch das angegliederte Museum.

Von den ehemaligen Spielern waren nicht anwesend: Walter Theißen und Reinhold Thönnessen (beide verstorben), Horst Alt, Josef Kirch, Josef Löhrer, Günter Lutterbach, Franz Mertens, Hans-Peter Offermann, Erwin Palm und Gerd Weishaupt.

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