Neues Zeitalter in der Schweißtechnik

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Der neue hochmoderne Schweißroboter der Roetgener Firma CFM Schiller GmbH bei der Arbeit. Foto: CFM Schiller GmbH

Roetgen. Vor drei Wochen hat für die in Roetgen ansässige Firma CFM Schiller GmbH ein neues Zeitalter begonnen: Pünktlich zur Bearbeitung eines Großauftrages wurde aus Österreich eine Neun-Achsen-IGM-Schweißroboteranlage mit neun Metern Längsfahrbahn und zweiachsigem L-Manipulator geliefert.

Hinter diesem für einen Laien recht unverständlichen Produktnamen verbirgt sich laut einer Pressemeldung der CFM Schiller GmbH zuverlässige Roboter-Technik, die besonders geeignet ist, Werkstücke mit schwer zugänglichen Schweißstellen bearbeiten und komplexe Bauteile effektiv und in gleichbleibender Qualität veschweißen zu können.

„Um in Zukunft wirtschaftlich und in gleichbleibend hoher Qualität Schweißwerkstücke auch am Standort Deutschland fertigen zu können, haben wir uns zu Beginn dieses Jahres entschlossen, erstmalig in Robotertechnik zu investieren”, erläutert Geschäftsführer Wolfgang Peters. „Unsere Märkte verändern sich in den vergangenem Monaten rapide und wir müssen uns schnell anpassen”, so der Diplom-Ingenieur weiter.

Der Roboter wird vor allem bei Aufträgen mit mittleren und großen Stückzahlen eingesetzt und dort, wo die manuelle Bearbeitung schwierig und für die Schweißer hochbelastend ist. Bei Bauteilen, die viele Nähte haben, senkt sich wegen der geringen Rüstzeiten und der erhöhten Arbeitsgeschwindigkeit des Roboters die Bearbeitungszeit um mehr als 80 Prozent.

Der Aktionsradius der Roboteranlage beträgt 10 x 2,5 Meter, so dass auch Großteile bis zu einem Gesamtgewicht von zehn Tonnen verschweißt werden können. Gerade auch bei Werkstücken mit langen Schweißnahtvorbereitungen ist der Roboter nach Firmenangaben gegenüber der manuellen Bearbeitung unschlagbar in Bezug auf Zeit und Genauigkeit.

Vor 33 Jahren wurde die CFM Schiller GmbH von Diplom-Ingenieur Hubertus Schiller in Aachen gegründet. Seither hat sich das Unternehmen nach dem Umzug nach Roetgen von einer Ein-Mann-Firma zu einem zukunftsorientierten mittelständischen Unternehmen entwickelt und sich besonders im Bau von Sonderprüfständen einen Namen gemacht. Hierzu zählen unter anderem Prüfstände für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie.

Das zweite Standbein bilden die Schwingisolierungssysteme auf Luft- und Federstahlbasis, eigene Produkte, die in Roetgen gefertigt werden und bei denen de neue Roboter zum Einsatz kommt. Die Produkte werden vorwiegend auf dem asiatischen Markt abgesetzt, wo sich die CFM Schiller GmbH bei der Preisgestaltung auch mit lokalen Firmen messen lassen muss. Das Roetgener Unternehmen besitzt nicht nur Fachwissen und Technik, sondern liefert auch das Produkt aus eigener Fertigung. Nach Einschätzung des Unternehmens ist das ein Wettbewerbsvorteil: Der Kunde erhält alles aus einer Hand.

Besonders in den vergangenen zehn Jahren wurde bei der Schiller GmbH personell stark expandiert. Das Unternehmen beschäftigt heute nahezu 80 Mitarbeiter, darunter zwei Auszubildende, in Konstruktion, Verwaltung, Fertigung und Montage. In Roetgen stehen zirka 500 Quadratmeter Bürofläche und 1900 Quadratmeter Produktionsfläche zur Verfügung.
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