Imgenbroich - Neues Gewerbe: Anwohnerschutz von Anfang an

Neues Gewerbe: Anwohnerschutz von Anfang an

Von: P. St.
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Dort, wo jetzt noch die Höckerlinie des Westwalls verläuft, soll in Imgenbroich künftig Gewerbeansiedlung möglich sein. Der Schutz der Anwohner soll von Beginn an Berücksichtigung Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. „Ohne die Berücksichtigung der Anlieger-Interessen kann das Plangebiet nicht funktionieren”, stellte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter den Dialog mit den Anwohnern ganz an den Anfang der jetzt langsam konkreter werdenden Planungen für die Entwicklung des Imgenbroicher Gewerbegebietes Nordwest.

In zwei Jahren könnte aus dem Rahmenplan ein rechtskräftiger Bebauungsplan werden. Bis dahin aber kommt auf den eigens für das Plangebiet eingesetzten Umlegungsausschuss noch viel Arbeit zu.

Eine „erste Abfrage” der Anwohner durch den Vorsitzenden des Ausschusses, Manfred Söns, sei „bis auf kleine Ausnahmen”, positiv verlaufen, berichtete die Bürgermeisterin jetzt im Monschauer Planungsausschuss in Anwesenheit zahlreicher Grundstückseigentümer vom Hengstbrüchelchen und der Bundesstraße. Man sehe keine „unüberwindbaren Probleme.”

Die Stadt setzt bei den künftigen Verhandlungen auf Information und auch auf die Integrationskraft von Manfred Söns, einem früheren Mitarbeiter des Amtes für Agrarordnung, der über eine hohe Erfahrung bei Umlegungsverfahren verfügt.

Das Plangebiet Imgenbroich-Nordwest soll sich an das jetzige dänische Bettenhaus in Richtungen Konzen fortsetzen. Hier soll auch die Erschließungsstraße fortgeführt werden. Ziel der Planung sei es, betonte Margareta Ritter, ausreichend Abstand zur Wohnbebauung herzustellen.

Durch Lärmschutzmaßnahmen solle zudem der Schutz der Anwohner gesichert werden. „Nicht wesentlich störendes Gewerbe”, Dienstleistungsgewerbe und großflächiger Einzelhandel soll hier bei Bedarf die Möglichkeit der Ansiedlung finden.

Ein zentraler Punkt der Rahmenplanung ist die Anlegung eines Kreisverkehrs auf der B258 an der unteren Einfahrt zum Himo in Verbindung mit einem Busverkehrsplatz.

Dieser ÖPNV-Knotenpunkt soll vor dem Himo angelegt werden, auch wenn die Platzverhältnisse hier nicht gerade üppig sind. Diese Anregung stammt übrigens aus den Reihen der Bürger, nachdem der Platz zunächst auf der gegenüberliegenden Straßenseite angelegt werden sollte. Ein P+R-Platz soll hinter dem Himo angeboten werden.

In die weitere Zukunft reicht die Planung, ab dem Kreisverkehr eine Entlastungsstraße in Richtung Hengstbrüchelchen zu bauen.

Der Dank des CDU-Fraktionsvorsitzenden Micha Kreitz richtete sich an die Anwohner, die mit ihrem Vorschlag zum ÖPNV-Platz „eines der größten Probleme” gelöst hätten.

SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Mathar hält es im weiteren Verfahren wesentlich, „Transparenz zu schaffen, um Ängste bei den Bürgern zu nehmen.” Auch mit Blick auf die Entlastungsstraße sei das Plangebiet „insgesamt für Monschau ein Gewinn.”

Claus Sieverding (Grüne) zeigte sich mit der ÖPNV-Lösung wegen der etwas beengten Platzverhältnisse nicht ganz glücklich, während Dietmar Schütteler (Linke) der Planung generell nicht zustimmte. Auch wenn man die Interessen der Anwohner berücksichtige, sei seiner Auffassung nach die Erweiterung nicht erforderlich.

Dieser Darstellung widersprach Bürgermeisterin Margareta Ritter. Monschau benötige dringend Erweiterungsflächen. Nur noch 10.000 Quadratmeter Fläche seinen im vorhandenen Gewerbegebiet verfügbar. Die jetzigen Planungen, die frühestens in drei Jahren realisiert werden könnten, bezeichnete sie als „vorausschauende Politik” mit dem Ziel, weitere Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen.

Die erforderliche Verträglichkeitsprüfung für das Gebiet sei in Auftrag gegeben worden, reagierte Ritter auf massiv geäußerte Bedenken aus der Nachbarkommune Simmerath. Monschau sei an einer verträglichen Entwicklung für die gesamte Region interessiert. Zudem könne Wettbewerb auch innerhalb einer Kommune ausgelöst werden.
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