Simmerath - Neues Forum: Grundschule hat „lange genug gewartet“

Neues Forum: Grundschule hat „lange genug gewartet“

Von: hes
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Die bunten Wandmalereien auf dem Verbindungstrakt zwischen Schule und OGS kaschieren ein wenig, wie es um die Sanitäranlagen dahinter bestellt ist. „Einfach nur gruselig“, bedauerte Klaus Stockschlaeder (Grüne) die Leute, die hier täglich zur Toilette gehen müssen. Foto: Heiner Schepp

Simmerath. Zweieinhalb Wochen vor der Kommunalwahl und in seiner letzten Sitzung der laufenden Legislaturperiode hat der Strukturausschuss der Gemeinde Simmerath zwei wichtige schulische Großprojekte endgültig auf den Weg gebracht.

Sowohl der Neubau einer größeren Mensa an der Sekundarschule Nordeifel in Simmerath als auch die Errichtung eines Forums samt Erneuerung der Toilettenanlage an der KGS Simmerath wurden am Dienstagabend mehrheitlich durchgewunken.

„Es ist die 33. und letzte Sitzung dieses Ausschusses, und ich habe ausgerechnet, dass wir weit über 100 Stunden hier debattiert und sehr viele Dinge bewegt haben“, stellte der Ausschussvorsitzende Jens Wunderlich fest und bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit „im wahrscheinlich effektivsten Ausschuss des Rates“.

Naturgemäß gebe es dabei auch schon einmal „politische Scharmützel“, sprach‘s und brachte damit auch die abschließende Zusammenkunft auf den Punkt. Denn als es kurz zuvor erneut um die Genehmigungsplanung für das Forum an der Grundschule Simmerath ging, hatte die SPD für einen Aufreger gesorgt. „Wir tragen das Projekt grundsätzlich mit. Aber wir möchten dieses Thema bis nach der Wahl zurückstellen, weil uns die ganze Sache zurzeit noch nicht ausreichend vorbereitet scheint“, überraschte deren Sprecher Franz-Josef Hammelstein den Ausschuss.

Man habe noch nichts zu den Unterhaltungskosten des Forums gehört und vermisse die Barrierefreiheit wie auch ein Veranstaltungskonzept. „Was sagen Tenne und Antoniushof zur neuen Konkurrenz?“ fragte Hammelstein und sah „das Ganze auch in Sachen Finanzplanung mit heißer Nadel gestrickt“.

„Das soll in erster Linie ein Forum und ein neuer Bereich für die Toilettenanlagen werden und keine Eventhalle“, staunte Christoph Poschen über die Frage nach einem Veranstaltungskonzept und sah auch die Finanzierung „auf soliden Füßen“ in den Haushaltsjahren 14 und 15. Mit 861.000 Euro ist das Projekt nun etwas höher veranschlagt, da ein Bodengutachten erbrachte, dass der Untergrund weniger belastbar ist als geplant, so Planerin Alexandra Nikolaizig.

„Wir sind in der Pflicht bei Kindern und Kollegium, die wir seit drei Jahren vertrösten. Wenn wir jetzt vertagen, wird es wieder ein Jahr später“, meinte auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Das sahen auch die übrigen Fraktionen so. „Wir sollten jetzt loslegen und diese gruselige Toiletten-Situation beenden“, meinte Klaus Stockschlaeder. Egon Kriens (UWG) sprach von „guter Planung“ und einer deutlichen „Aufwertung der Schule“, und Hermann-Josef Bongard vermutete „wahltaktisches Kalkül hinter dem Rumgeeiere der SPD in dieser Sache“.

Somit blieben die Stimmen der Sozialdemokraten die einzigen gegen das Projekt; schon in der folgenden nichtöffentlichen Sitzung wurde dem Rat der Abschluss eines Generalübernehmervertrages mit der Simmerather Entwicklungsgesellschaft empfohlen. Gleiches geschah auch in Sachen neue Mensa für die Sekundarschule, allerdings waren hier auch schon in öffentlicher Sitzung alle Fraktionen einer Meinung und fassten einen einstimmigen Beschluss.

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