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Neues Betreuungsangebot für demente Menschen in Simmerath

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Individuelle Förderung oder Förderung in Gruppen wird im Malteserstift „Seliger Gerhard” in Simmerath großgeschrieben. Foto: Malteserstift

Simmerath. Vor einem halben Jahr verschlug es ihn aus dem Aachener Kessel auf die Eifelhöhen. Und heute sagt er: „Besser hätte ich es gar nicht antreffen können!” Rundum zufrieden ist Patrick Wiek, neuer Leiter des Malteserstifts „Seliger Gerhard”, gleich neben dem St. Brigida-Krankenhaus gelegen.

Er uist zufrieden mit dem Ist-Zustand des Altenheims, dem Team und den Perspektiven, zu denen seit Jahresbeginn auch ein ambulantes „niederschwelliges Betreuungsangebot” gehört.

Ein rund 40-köpfiges Team betreut und pflegt derzeit 54 Heimbewohner, hoch motiviert, mit Herzblut und Sachverstand, wie Wiek betont. Die Auslastung des Stifts liegt bei 100 Prozent und die Nachfrage ist nach Auskunft des Leiters so groß, dass es womöglich problematisch wird, alle Wünsche zu erfüllen. Da kommt das neue, vom Gesetzgeber abgesegnete Leistungsangebot gerade recht.

Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit „eingeschränkter Alltagskompetenz”, sprich an Menschen die an Demenz erkrankt sind, mit geistiger Beeinträchtigung oder psychischen Erkrankungsbildern.

Das Angebot soll diese Menschen ambulant individuell oder in Gruppen fördern und die Angehörigen entlasten. Es kann dazu dienen, potenziell neuen Heimbewohnern bereits im Vorfeld Schwellenängste zu nehmen und ist zudem ein probates Mittel gegen Vereinsamung.

Feste Haltepunkte

Für etliche Gäste sind beispielsweise Sitzgymnastik oder Gedächtnistraining feste Haltepunkt im Wochenablauf. „Die Leute freuen sich darauf”, lautet die einhellige Einschätzung des Betreuungspersonals. Mit diesem Angebot, freut sich Patrick Wiek, werde eine Lücke zwischen der Pflege zu Hause und den professionellen Dienstleistungen des Heimes geschlossen.

Betreut werden können die Menschen den ganzen Tag über, aber auch nur stundenweise. Kostenlos ist die Betreuung allerdings nicht nicht. Für Menschen mit Pflegeberechtigung stehen jährlich bis zu 2400 Euro zusätzlich zum Pflegegeld für eine solche Betreuung bereit. Auch Menschen ohne Pflegestufe müssen nicht auf das Angebot verzichten, es allerdings privat bezahlen. Die Sache ist laut Patrick Wiek erschwinglich.

Für 200 Euro können man einen Angehörigen schon gut eine Woche tagsüber betreuen lassen. Ein Anruf im Stift genügt ( 02473/4970), die Vorlaufzeit ist kurz. Beratungen gibt es jeden Montag zwischen 16 und 17.30 Uhr im Stift, Kammerbruchstraße 8 in Simmerath. Weitere Info gibt es unter 02473/89-3462.
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