Woffelsbach - Neues Bauland für Woffelsbach ist in weiter Ferne

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Neues Bauland für Woffelsbach ist in weiter Ferne

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Woffelsbach. Eine längere Diskussion gab es jetzt im Simmerather Planungsausschuss noch einmal über die Neuaufstellung des Flächennutzungsplan (FNP) der Gemeinde Simmerath.

Auslöser war ein Gespräch bei der Bezirksregierung, wobei die Kölner Behörde zunächst keine Genehmigung des FNP in Aussicht stellte, sondern einige Punkte im Verfahren kritisierte. Die Gemeinde hat daher den Antrag auf Genehmigung zunächst einmal zurückgezogen.

Eine „weiße Fläche”

Ein besonders kritischer Punkt war die Ausweisung einer Wohnbaufläche am Ortsrand Woffelsbach im Bereich Schilsbach/Gansberg. Hier hatte die Gemeinde eine „weiße Fläche” markiert, was laut Bezirksregierung bedeute, dass diese Fläche als unbeplant zu sehen sei. Auch bemängelte die Bezirksregierung, dass über die Einbeziehung dieses Bereiches als Wohnbaufläche keine Abwägung stattgefunden habe. Zudem würden hier die Belange des Artenschutzes entgegen stehen.

Anders sieht der Eigentümer von einer der betroffenen Fläche, der zur Unterstützung seiner Interessen auch rechtlichen Beistand bemühte, die Situation. Seiner Auffassung nach könne eine Versagung des Flächennutzungsplans aufgrund der Fläche im Gansberg nicht erfolgen und habe rechtlich auch keinen Bestand. Wenn die Gemeinde nun den Genehmigungsantrag zurückziehe, geschehe dies allein wegen eines Formfehlers.

Über die Frage des Artenschutzes sei im übrigen erst dann zu entscheiden, wenn auch tatsächlich beabsichtigt sei, diese Fläche als Bauland auszuweisen. Somit habe die Gemeinde auch die Möglichkeit, die Fläche mit in den Entwurf aufzunehmen.

Um dem Antragsteller entgegenzukommen, hatte die Gemeinde nun bei einem Termin mit der Unteren Landschaftsbehörde alternativ angeboten, nur noch eine kleinere Fläche als zunächst vorgesehen auszuweisen. Gegen diesen Vorschlag meldete die Untere Landschaftsbehörde jedoch Bedenken an.

Bei der kontroversen Diskussion im Ausschuss beantragte Manfred Sawallich (SPD), an der kleineren Wohnbaufläche in Woffelsbach festzuhalten. Dies sei machbar und noch lange kein Freibrief für eine Wohnbebauung sondern lediglich eine Absichtserklärung.

Zum Abschluss bringen

Wenn der Simmerather Flächennutzungsplan an der Woffelsbacher Fläche weiterhin festhalte, dann gebe es „keine Chance auf Genehmigung” für den FNP, widersprach Bruno Löhrer (CDU) diesem Antrag, auch wenn er durchaus eine Entwicklung von Woffelsbach befürworte. Nach einer Planung von sechs bis sieben Jahren wolle man das Verfahren nun endlich zum Abschluss bringen und nicht weiter verzögern.

Daher beantragte Löhrer, insgesamt in diesem Bereich die Darstellung als Wohnbaufläche zurückzunehmen. Dann sei der Weg für die Genehmigung des Flächennutzungsplans wesentlich leichter. „Bei Gelegenheit”, so der Kompromiss-Vorschlag des CDU-Fraktionssprechers, könne ja dann für Woffelsbach eine Änderung des Flächennutzungsplans in Angriff genommen werden.

Auch Jürgen Förster vom Planungsamt der Gemeinde sah im zu Rede stehenden Bereich in Woffelsbach „keine Chance” auf eine Ausweisung. zumal keine Abwägung vorgenommen worden sei, ob die Belange des Wohnbedarfs oder des Artenschutzes höher zu bewerten seien. Hätte man den Wohnbedarf allerdings höher eingestuft, hätte die Bezirksregierung mit Sicherheit eine fehlerhafte Abwägung bemängelt.

Helmut Keischgens (UWG) sah es als den sinnvollsten Weg an, bei Bedarf für Woffelsbach ein separates Verfahren zur Ausweisung von Bauflächen zu starten. Wenn man die demografische Entwicklung sehe, dann könne der Bedarf wohl kaum so hoch sein, dass derzeit eine Dringlichkeit zur Ausweisung von Bauland gegeben sei.

„Froh” über Entwicklung

„Sehr froh” über die jetzige Entwicklung zeigte sich Klaus Stockschlaeder (Grüne). Es sei so gekommen, „wie wir es immer befürchtet haben.” Stockschlaeder: „Jetzt haben wir den Salat.”

Der Antrag der SPD auf Beihaltung der Wohnbaufläche wurde vom Planungsausschuss mit großer Mehrheit abgelehnt. Vielmehr folgte das Gremium dem CDU-Vorschlag, die gesamte Fläche aus dem Flächennutzungsplan herauszunehmen.

Zur Abrundung des Verfahrens wird nun noch einmal eine eingeschränkte Offenlage des Simmerather Flächennutzungsplan.Entwurfs erfolgen.
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