Neuer Kunstrasenplatz für den FC Roetgen

Von: Kurt Kaiser
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Gerade mal elf Jahre ist es her, dass der FC Roetgen seinen ersten Kunstrasen bekam: Das Granulat der am 10. Oktober 2002 verlegten Spielfläche weist bereits gravierende Mängel auf. Foto: Kurt Kaiser
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Mehr Halme, als bei den herkömmlichen Kunstrasenplätzen, zeigt der neue Kunstrasenplatz des FC Roetgen, der zur neuen Saison bespielbar sein wird. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Beim FC Roetgen freut man sich darauf, dass man Anfang Juli, kurz, nachdem der Verein 101 Jahre alt geworden ist, an der Hauptstraße einen neuen Kunstrasenplatz präsentieren kann.

Nach den Planungen des Vereins und der Gemeinde wird man mit den Arbeiten eine Woche nach dem großen Jugend-Pfingstturnier beginnen. Drei Wochen später sollen dann an der Hauptstraße die ersten neuen Kunstrasenhalme sprießen.

Nach etwas mehr als zehn Jahren zeigt der alte Kunstrasenplatz schon gravierende Mängel. Das Granulat ist zu großen Teilen nicht ausreichend UV-beständig, so dass es verklumpt und unter Belastung auch zu Beschädigungen der Kunstrasenhalme führt. Vom Kraftabbau her hat der Sportplatz an der Hauptstraße mittlerweile die Werte eines schlechten Aschenplatzes.

100.000 Euro günstiger

Im Jahr 2012 erkannten Gemeinde und Rat schon die Defizite und stellten die Mittel im Haushaltsplan 2014 ein. Für die Gemeinde und den Verein übernahm der SPD-Fraktionsvorsitzende und FC Jugendtrainer, Klaus Onasch, die Verhandlungen mit den Anbietern. Nach ersten Gesprächen und Überlegungen stand für den Gemeinde- und FC-Koordinator schnell fest, dass das Projekt „Kunstrasen“ 100.000 Euro günstiger werden musste und konnte als die Kostenschätzung eines Fachplaners ergeben hatte.

Näher am echten Rasen

Ein größerer monetärer Faktor beim Bau eines Kunstrasenplatzes ist der Einbau der elastischen Tragschicht, die einen wesentlichen Teil des notwendigen Kraftabbaus übernimmt und eine dauerhafte Schutzfunktion für die Spieler bewirkt. Nach etlichen Recherchen hat Klaus Onasch eine Kunstrasentechnik ausfindig gemacht, die sich in den Niederlanden und anderen europäischen Ländern seit längerem durchgesetzt hat, aber mittlerweile auch in Deutschland schon von einigen Vereinen und Kommunen mit sehr gutem Erfolg realisiert wurde.

Bei diesem Kunstrasenkonzept wird der notwendige Kraftabbau ausschließlich durch eine höhere Granulatschicht im Kunstrasen selbst erreicht. Das Ergebnis ist nach Aussage von Experten und Platzbesitzern, dass diese Art Kunstrasen nicht nur preiswerter ist als der Standardaufbau, sondern auch den Eigenschaften eines echten Rasens wesentlich besser entspricht. Die Kunstrasenhalme sind sechs Zentimeter hoch und werden ein Zentimeter hoch mit Quarzsand und drei Zentimeter hoch mit Granulat verfüllt.

Nicht größenwahnsinnig

Der jetzt bestellte Kunstrasen erfüllt die Voraussetzungen, um in die 2-Sterne Kategorie der FIFA aufgenommen zu werden. Der Anbieter wird den entsprechenden Nachweis führen, der unter anderem das Einhalten der Parameter für den Kraftabbau und das Rollverhalten des Balles beinhaltet. Das 2-Sterne-Zertifikat der FIFA für Kunstrasenplätze wurde speziell entwickelt, um den Anforderungen des Profifußballs gerecht zu werden.

Für FIFA-Endrunden und UEFA-Topwettbewerbe ist das 2-Sterne-Zertifikat der FIFA im jeweiligen Wettbewerbsreglement vorgeschrieben. Wobei man beim Nordeifeler A-Ligisten nicht größenwahnsinnig wird und anfängt von europäischen Wettbewerben zu träumen, denn davon ist man noch meilenweit entfernt. Das erforderliche Equipment dazu kann man aber schon mal vorweisen.

Für Gemeinde und Verein ist sehr wichtig, dass mit der beauftragten Kunstrasensanierung sowohl das im Haushalt 2014 vorgesehene Budget eingehalten, als auch eine qualitativ hochwertige Spielfläche hergestellt wird. Von den Gesamtkosten muss der FC Roetgen zehn Prozent übernehmen, allerdings sind die FC-Verantwortlichen zuversichtlich gestimmt, dass man das Projekt Kunstrasenplatz erfolgreich stemmen wird.

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