Roetgen - Neuer Hausarzt für Roetgen darf auf Finanzspritze hoffen

Neuer Hausarzt für Roetgen darf auf Finanzspritze hoffen

Von: hes
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Roetgen. Fünf hausärztlich tätige Mediziner weist die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein auf ihrer Internetseite für die Gemeinde Roetgen aus. Für den Moment ist diese Versorgung mit Allgemeinmedizinern nach gesundheitspolitischen Vorgaben ausreichend. Mittelfristig jedoch droht der kleinsten der drei Eifelgemeinden eine hausärztliche Unterversorgung.

Nämlich dann, wenn in absehbarer Zeit einer der Roetgener Hausärzte in Ruhestand gehen sollte. Aus diesem Grunde ist die Gemeinde Roetgen nun in den Kreis jener weiteren 160 Kommunen in Nordrhein-Westfalen aufgerückt, die ab sofort vom Hausarztaktionsprogramm des Landes profitieren können. „Mit diesem Programm setzt die Landesregierung einen Impuls zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Ich freue mich, dass jetzt auch die Gemeinde Roetgen davon profitieren kann“, kommentiert der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling die Initiative der Landesregierung.

Junge Menschen begeistern

Gut ein Drittel der Hausärztinnen und Hausärzte in Nordrhein-Westfalen werden in den kommenden zehn Jahren ihre Praxis aus Altersgründen aufgeben – und womöglich keine Nachfolgerin bzw. keinen Nachfolger finden. Mehr junge Menschen sollen deshalb für den Hausarztberuf begeistert und dazu bewogen werden, sich verstärkt in ländlichen Gebieten wie der Eifel niederzulassen.

Um das Arbeiten auf dem Land für Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner attraktiver zu machen, stellt Nordrhein-Westfalen seit dem Jahr 2009 Fördergelder bereit. Im Jahr 2011 wurden die Mittel dafür von 1,5 Millionen Euro pro Jahr auf 2,5 Millionen Euro jährlich erhöht. Mit der finanziellen Förderung unterstützt das Land die Niederlassung, Anstellung und Weiterbildung in Gemeinden, in denen in Zukunft die hausärztliche Versorgung durch das Ausscheiden von Hausärztinnen und Hausärzten bedroht bzw. gefährdet sein kann. Hausärztinnen und Hausärzte, die sich in solchen Gemeinden niederlassen möchten bzw. eine Ärztin oder einen Arzt anstellen wollen, können bis zu 50 000 Euro Förderung beantragen. Mit bis zu 775 Euro monatlich werden Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten unterstützt, die in den Förderregionen ihre Weiterbildungszeit absolvieren.

„Ich habe Bürgermeister Manfred Eis über das Programm informiert und ihm die entsprechenden Antragsunterlagen zur Verfügung gestellt“, teilte der Abgeordnete zu Wochenbeginn mit. „Ich werde den Ball gerne aufnehmen und mich unter den hier tätigen Hausärzten bezüglich der Versorgung – auch in Zukunft – schlau machen“, kündigte der Bürgermeister an, warnte aber vor Panik: „Grundsätzlich sehe ich in Roetgen die Versorgung mit Allgemeinmedizinern gesichert“, sagte Eis auch vor dem Hintergrund, dass viele Roetgener Bürger einen Hausarzt in Aachen oder in einem Nachbarort besuchen. Dies schließe aber nicht aus, dass die örtliche Versorgung nicht noch besser sein könne.

In der Gemeinde Simmerath und in der Stadt Monschau führt die Kassenärztliche Vereinigung jeweils zehn hausärztlich tätige Allgemeinmediziner auf.

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