Düren/Eschweiler - Neuer Film: 180 Kilometer Rur in 80 Minuten

Neuer Film: 180 Kilometer Rur in 80 Minuten

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Hier zeigt sie sich besonders wild-idyllisch: die Rur nahe Reichenstein. Foto: Peter Stollenwerk

Düren/Eschweiler. „Die Rur - Lebenslauf eines Flusses”: Der Titel, den die jüngste Produktion der Filmer Egon Weber (Inden) und Günter Frühauf (Eschweiler) trägt, lässt es erahnen - das ist nicht nur ein nüchterner Dokumentarfilm, sondern ein Werk mit poetischen Zügen. Diesen Streifen mit einer Spiellänge von 80 Minuten hat das Autoren-Duo jetzt im Haus des Wasserberbandes Eifel-Rur am Dürener Bahnhof einem kleinen, feinen Publikum vorgestellt.

Alle waren sie gekommen, die über die vergangenen vier Jahre hinweg am Zustandekommen des Filmes mitgewirkt hatten: Hans-Peter Boje, allgemeiner Vertreter des Heimbacher Bürgermeisters etwa, Herbert Harth, Kapitän des Rursee-Ausflugsschiffes „Stella Maris”, Herbert Polczyk, Leiter des Unternehmensbereiches Talsperren beim gastgebenden Wasserverband, Gerd Ahnert vom Nationalpark-Forstamt Eifel, die Nideggener Gästeführerin Gusta Fack und rund 20 andere Menschen mehr.

Sie alle nahmen teil an einer präzise gefilmten und mit wohlgewählten Worten hinterlegten, rund 180 Kilometer langen Reise in bewegten Bildern, die an der Quelle im belgischen Venn-Dorf Sourbrodt beginnt und an der Mündung bei - der Name sagt es - Roermond in den Niederlanden sein Ende findet.

Viel Mühe hat das Duo Weber/Frühauf verwendet, um seinem Film nicht die eigenen Kommentare, sondern die von Zeitzeugen und Ortskundigen zu unterleben. Hier haben sich Cineasten nicht etwa eitel selbst inszeniert - die beiden Autoren stellen sich vielmehr ganz in den Dienst ihres Themas und bemühen sich durch die von ihnen einbezogenen Menschen um Authentizität und ein gehöriges Quantum Sachkenntnis.

Dass „Die Rur - Lebenslauf eines Flusses” eine anregende Dokumentation mit einer ästhetisch schönen Bildsprache geworden ist, liegt zum einen an dem großen Reservoir von interessierten Gesprächspartner, die dem auf der Leinwand Sichtbaren mit ihren Erzählungen viele Facetten hinzufügen. Einer der faszinierendsten Momente ist erreicht, wenn Herbert Polczyk (der auch den Obermaubacher Stausee erklärt) in das Innere der Urfttalsperrmauer steigt. Kein Wunder: Mit einem Dokumentarfilm über die Inde haben Weber und Frühauf schon bewiesen, wie gut sie ihr Metier beherrschen.

Ihren Film stellen Günter Frühauf und Egon Weber am Donnerstag, 24. März, 19 Uhr, im evangelischen Gemeindezentrum Inden (Auf dem Driesch) vor. Darüber hinaus ist der Film auf DVD in den Buchhandlungen Fischer (Jülich), Librodom sowie Oelrich & Drescher (beide: Eschweiler), außerdem bei Schreibwaren Koch in Inden zu haben. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen, bereinigt um die Kosten der beiden Filmer, an eine wohltätige Organisation gespendet werden.
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