Neue Internetanschlüsse in der Gemeinde Simmerath

Von: ag
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Woffelsbachs Ortsvorsteher Reinhold Jansen fühlt sich von dem Mitarbeiter der Telekom gut beraten: Aber nicht jeder ist mit dem Service des Telekommunikationsunternehmens zufrieden. Foto: A. Gabbert

Rurberg/Woffelsbach. Über 1200 Einwohner sollen in Kürze in den Genuss eines schnelleren Internetanschlusses kommen. Der Ausbau der Breitbandversorgung in den Ortschaften Kesternich, Rurberg und Woffelsbach steht kurz vor dem Abschluss. In diesem Zusammenhang hat die Gemeinde Simmerath den Einwohnern angeboten, sich von Kundenberatern der Telekom vor Ort informieren zu lassen.

Nach einiger Wartezeit ist am Mittwochmorgen auch Woffelsbachs Ortsvorsteher Reinhold Jansen an der Reihe. Der Mitarbeiter der Telekom tippt Jansens Nummer in ein Handy ein. So wird die maximal verfügbare Geschwindigkeit überprüft. „Was möglich ist, entscheide nicht ich, das sagt das Gerät“, erklärt der Mitarbeiter dem Ortsvorsteher.

25 Mbit/s sind bei Reinhold Jansen möglich. Anschließend erklärt der Mitarbeiter ihm, dass diese Geschwindigkeit nur bei hohen Datenvolumen nötig sei, oder wenn man das sogenannte Entertain-Paket der Telekom nutzen wolle, das auch einen Fernsehanschluss beinhaltet, aber mehr kostet. Daran schließt sich ein kurzer Vortrag über das Fernsehangebot an. Außerdem klärt der Mitarbeiter darüber auf, dass für die besonders schnellen VDSL-Anschlüsse nur eine bestimmte Anzahl freier Plätze vorhanden sei. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagt er.

Da der Preis für die schnellere Leitung identisch mit seinen bisherigen Kosten ist, will Jansen diese auch nutzen. Der Mitarbeiter notiert sich seine Nummer und will sich Anfang Oktober, wenn die Anschlüsse endgültig geschaltet werden, wieder bei Jansen melden, um dann das weitere Vorgehen abzusprechen. „Ich dachte zwar, das wäre damit erledigt, aber ich weiß jetzt, was ich machen kann.“ Jansen ist zufrieden mit der Beratung. „Ich fand das korrekt“, sagt er.

Einen Tag vorher ist es in Rurberg bei einem dieser Infogespräche zu Irritationen gekommen. Ein Bürger hatte dort die Information erhalten, dass die schnellen VDSL-Anschlüsse nur in Zusammenhang mit dem Entertain-Paket vergeben werden könnten. Erst nachdem er damit gedroht habe, die Gemeinde und die Presse zu informieren, sei man auf ihn zugegangen und habe das Angebot gemacht, im Oktober, wenn die Anschlüsse geschaltet werden, für ihn und seine Mutter eine Ausnahme zu machen, sagt der betroffen Einwohner.

Dem Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, Karl-Heinz Hermanns, ist der Vorfall bekannt. Man habe die Sache zur Kenntnis genommen und eine Prüfung zugesagt.

Dies sei am selben Tag noch durch den zuständigen Mitarbeiter, André Koll, geschehen, erklärt Hermanns. Noch am Nachmittag habe die Gemeinde eine Rückmeldung der Telekom erhalten. Die habe versichert, dass ihre Mitarbeiter objektiv und bedarfsgerecht informieren. Am Abend habe die Telekom die Sachlage in Rurberg auch schon anders kommuniziert. „Neue Verträge jedweder Art sind auch ohne Fernsehen möglich“, sagt Hermanns. Wenn weiterhin andere Erfahrungen gemacht würden, solle man sich bei der Gemeinde melden. „Dann werden wir uns kümmern“, verspricht Hermanns. Gleichzeitig weißt er daraufhin, wer eine höhere Geschwindigkeit innerhalb seines bestehenden Vertrages nutzen wolle, müsse sich für die Freischaltung ab dem 7. Oktober an die Hotline der Telekom wenden.

Widersprüchliche Informationen

Der Telekom-Mitarbeiter, der Reinhold Jansen beraten hat, war auch in Rurberg vor Ort und hat eine Erklärung für diesen Vorgang. Da die Leitungen noch nicht geschaltet seien, könne es in der Vorvermarktung zu widersprüchlichen Informationen kommen. Beispielsweise könne es sein, dass er bei der Abfrage mit dem Handy andere Informationen erhalte als Benutzer über die Hotline der Telekom. Mit der Schaltung der Leitungen im Oktober werde sich das aber ändern. Deshalb würde man sich auch die Rufnummern der Kunden notieren, um ihnen später dann verbindliche Auskünfte erteilen zu können.

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