Rurberg - Neue Ideen zum ländlichen Tourismus

Neue Ideen zum ländlichen Tourismus

Von: P. St.
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Gemeinsam den ländlichen Tourismus im Blick: von li.: Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Paul Frowein von der Akademie Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz und Dr. Michael Schaloske vom Zentrum für ländliche Entwicklung NRW bei der Fachtagung im Antoniushof Rurberg. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Wenn häufiger die Rede davon ist, dass bei der touristischen Vermarktung der Gesamtregion Eifel das Kirchturmsdenken abgeschafft werden muss, dann bot am Freitag die Fachtagung im Antoniushof Rurberg ein hervorragendes Beispiel dafür, wie überregionale Zusammenarbeit funktionieren kann.

„Ländlicher Tourismus - Konzepte und gute Beispiele” lautete das Thema der Tagung mit 90 Teilnehmern von der Bernkastel-Kues bis Bad Lippspringe, von Kaiserslautern bis Stolberg.

Veranstalter waren das Zentrum für ländliche Entwicklung (Zele), das beim NRW-Umweltministerium angesiedelt ist und auf der anderen Seite die Akademie ländlicher Raum Rheinland-Pfalz. Die geografische und touristische Klammer zwischen den beiden Bundesländern bildet ja bekanntlich die Eifel.

Angesprochen waren alle Interessenten, die sich ehrenamtlich oder professionell im ländlichen Tourismus engagieren.

Acht Fachreferate standen auf dem Ganztags-Programm, und so mancher Teilnehmer der Tagung dürfte konkrete Anregungen und Beispiele mitgenommen haben, wie ländlicher Tourismus in der Praxis funktionieren kann und welche Angebote bei den Gästen ankommen.

„Alle etwas mitnehmen”

Die Region Nordeifel konnte hier mit dem Wildnis-Trail und dem Projekt Eifel barrierefrei punkten - beides bekanntlich Erfolgsgeschichten. Es ging aber um Tourismuskonzepte im allgemeinen, Kultur-Tourismus oder Urlaub auf dem Bauernhof. Mit Interesse vernahmen die Teilnehmer auch das Referat über den „Kyrill-Pfad” im Sauerland. Auf einer Länge von rund 1000 Meter können die Besucher die Folgen von Naturgewalten im Wald unmittelbar erleben.

Dr. Michael Schaloske vom Zentrum für ländliche Entwicklung NRW, freute sich über die Chance der Kooperation mit dem Nachbar-Bundesland. Nicht zuletzt gehe bei der Tagung auch darum, touristische Konzepte künftig so aufzustellen, dass diese förderfähig seien. „Ich hoffe, dass alle etwas mitnehmen.”

Paul Frowein von der erst seit einem Jahr bestehenden Akademie Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz sah in dieser Tagung ebenfalls die Chance „auf praktischer Ebene Strategien im grenznahen auszutauschen.”

Als sympathischer Gastgeber erwies sich die Gemeinde Simmerath, nicht nur weil rund um den Antoniushof das ansonsten kostenpflichtige Parken aussetzte. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns stellte in seiner Begrüßung die Gemeinde Simmerath als leistungsstarken Ort auf touristischer Ebene dar, der Natur- und Wasser-Erlebnis pur biete.

Dass im vorigen Jahr die Grenze von 200.000 Übernachtungen überschritten worden sei und 120.000 Besucher die Infocenter in Rurberg und Einruhr besuchten, unterstreiche die touristische Attraktivität der Rurseegemeinde.
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